Maserati bestätigt Quattroporte-Nachfolger: Jetzt doch eine neue Limousine?

Maserati bestätigt Quattroporte-Nachfolger
Jetzt doch eine neue Limousine?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.06.2026
Als Favorit speichern
Maserati Quattroporte Grand Finale Sondermodell Einzelstück One-Off-Modell
Foto: Maserati S.p.A.

Im Rahmen der Präsentation der überarbeiteten Modellpalette für das Jahr 2027 bestätigten Manager der Marke entsprechende Pläne. Auf die konkrete Frage, ob nach dem Auslaufen von Ghibli und Quattroporte (siehe Aufmacherbild) weitere Limousinen folgen werden, antwortete ein Sprecher unmissverständlich: "Die Antwort ist ganz klar: ja." Das neue Modell befinde sich bereits in der Entwicklung.

Mit der Einstellung des Ghibli im Jahr 2023 und des Quattroporte Anfang 2024 entstand eine Lücke im Kernsegment. Insbesondere der Quattroporte prägte seit 1963 das Image von Maserati als Hersteller sportlicher Luxuslimousinen. Aktuell konzentriert sich das Portfolio auf die SUV-Modelle Grecale und Levante sowie die Sportwagen GranTurismo und MC20. Diese Lücke im sogenannten E-Segment soll nun wieder geschlossen werden. "Heute sind wir im E-Segment, in dem unsere Tradition und unsere Geschichte liegen – also Quattroporte oder Ghibli – nicht präsent", so die offizielle Begründung des Unternehmens.

Kundennachfrage als entscheidender Faktor

Den Anstoß für die Entwicklung geben laut Maserati in erster Linie die Käufer selbst. Die Rückkehr zur Limousine sei keine rein strategische Entscheidung, sondern eine direkte Reaktion auf den Markt. "In diese Richtung entwickeln wir daher ein neues Modell, weil es eine konkrete Nachfrage von Kundinnen und Kunden gibt", betonten die Verantwortlichen. Damit stemmt sich die italienische Marke gegen den branchenweiten Trend, der weiterhin klar in Richtung SUV und Crossover-Modelle zeigt.

Bislang gibt Maserati keine konkreten Details zu Technik, Namen oder Design bekannt. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass ein einziges, neu positioniertes Modell die Nachfolge von Ghibli und Quattroporte antreten wird. Es dürfte sich im E-Segment positionieren und gegen Konkurrenten wie den BMW 5er oder die Mercedes E-Klasse antreten.

Bei der Motorisierung gilt der aus MC20, GranTurismo und Grecale bekannte 3,0-Liter-V6-Biturbo-Motor "Nettuno" als möglich. Ob dieser als reiner Verbrenner oder in einer elektrifizierten Variante zum Einsatz kommt, ist noch offen. Auch über die technische Plattform gibt es noch keine Informationen. Möglich wäre eine Weiterentwicklung der Giorgio-Architektur oder die Nutzung einer der neuen STLA-Plattformen des Stellantis-Konzerns, die für verschiedene Antriebsarten ausgelegt sind.

Fazit