Ferrari mit heißem 12Cilindri: Kommt der "GTO" zurück?

Ferrari mit heißem 12Cilindri
Kommt der „GTO“ zurück?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.08.2026
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Der unterscheidet sich in mehreren Punkten vom Serienmodell und deutet auf eine besonders fahrdynamisch ausgelegte Variante hin. Zu erkennen sind unter anderem eine überarbeitete Front, ein markanter Heckspoiler und Veränderungen an der Abgasanlage.

Wie der V12-Sportwagen heißen wird, ist offen. Ferrari hat sich jedoch bei Patentämtern in der Rubrik für Fahrzeuge die Bezeichnungen"12Cilindri GTO" und "12Cilindri MM" schützen lassen. "MM" steht für die legendäre Rallye "Mille Miglia", "GTO" für "Gran Turismo Omologato".

Deutlich sichtbare Änderungen an der Karosserie

Vieles spricht in diesem Zuge eher für einen GTO. Der Prototyp trägt zwar noch eine vollständige Tarnfolie, mehrere Änderungen lassen sich dennoch erkennen. An der Front sitzen zusätzliche Luftleitelemente an den äußeren Stoßfängerecken. Solche Canards erhöhen den Anpressdruck an der Vorderachse und verbessern die Luftführung entlang der Fahrzeugseiten.

Darüber hinaus wirken die unteren Lufteinlässe größer als beim bisherigen 12Cilindri. Neben den aerodynamischen Effekten, spricht dies auch für einen größeren Kühlungsbedarf.

Am Heck fällt vor allem ein deutlich ausgeprägter Ducktail-Spoiler auf. Er ersetzt die zurückhaltendere Heckkante des Serienmodells und spricht für eine stärkere Ausrichtung auf hohe Kurvengeschwindigkeiten und Fahrstabilität. Außerdem sind die Endrohre der Abgasanlage teilweise abgedeckt, das spricht für eine modifizierte Abgasanlage.

Technik dürfte gezielt weiterentwickelt werden

Der aktuelle 12Cilindri wird von einem 6,5 Liter großen V12-Saugmotor angetrieben, der 830 PS und 678 Newtonmeter entwickelt. Die maximale Drehzahl liegt bei 9.500 Umdrehungen pro Minute. Auf Turboaufladung oder Hybridtechnik verzichtet Ferrari bewusst.

Mit einer potenteren GTO-Version wird Ferrari dem V12 sicher eine Leistungssteigerung verpassen, außerdem das Gewicht des Sportwagens dank leichteren Materialien deutlich reduzieren. Dazu gibt es wohl eine schärfere Fahrwerksabstimmung und eine weiterentwickelte Aerodynamik, ohne den Grundcharakter des Fahrzeugs zu verändern.

Auch bei den Rädern scheint Ferrari neue Komponenten zu testen. Die Erlkönigfotos zeigen leichte Schmiederäder, die zur Reduzierung der ungefederten Massen beitragen.

GTO wäre ein traditionsreicher Name

Sollte Ferrari tatsächlich zur Bezeichnung GTO zurückkehren, würde sie erst zum vierten Mal bei einem Serienmodell verwendet. Den Anfang machte 1962 der 250 GTO, es folgten der 288 GTO Mitte der 1980er Jahre sowie der 599 GTO im Jahr 2010.

Einen offiziellen Marktstart gibt es bisher nicht. Da sich der Prototyp bereits mit weitgehend seriennaher Karosserie zeigt, rechnen wir mit einer Präsentation noch im Laufe des Jahres 2027.

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