Mercedes GLC EQ: Kunden warten länger - Batterieengpass bremst Schicksalsmodell

Mercedes GLC EQ - Kunden warten länger
Batterieengpass bremst Schicksalsmodell

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.07.2026
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Im Mai hatte Mercedes im Werk Bremen noch den erfolgreichen Produktionsanlauf für den neuen GLC EQ gefeiert. Nun stockt aber bereits die Fertigung des für Mercedes so wichtigen Elektro-SUV, berichtet das "Handelsblatt" mit Bezug auf Konzernkreise. Als Grund nennt die Zeitung Probleme in der Lieferkette für Zulieferteile. Konkret geht es um fehlende Batterien und Bordnetze.

CATL Ungarn kann nicht liefern

Die Batterien für den GLC EQ sollten vom chinesischen Konzern CATL aus der Fabrik in Debrecen im Osten Ungarns geliefert werden. Doch der weltgrößte Hersteller von Batterien für Elektroautos hat am dortigen Standort Probleme mit der Umweltzertifizierung. Eine angebliche Verschmutzung des Abwassers im Werk von CATL soll Anfang Mai daher zu einem sofortigen Produktionsstopp geführt haben.

In der Folge musste Mercedes die Akkus von CATL aus China beschaffen. Wegen langer Lieferzeiten über den Seeweg, die rund sechs Wochen und länger dauern, kam es dann jedoch zu Verzögerungen, berichtet das "Handelsblatt". Die Batterieversorgung für die Produktion des neuen elektrischen Vans VLE in Spanien ist ebenso von dieser Problematik betroffen. Auch hier werden aktuell die Batterien aus China herangeschafft.

"Im Rahmen des Anlaufs des batterieelektrischen GLC kam es beim Hochlauf bei einigen wenigen Lieferanten zu Herausforderungen", zitiert der Medienbericht einen Mercedes-Sprecher.

Mit einem Investitionsvolumen von 7,5 Milliarden Euro sollte der ungarische CATL-Standort in Debrecen zu einem wichtigen Pfeiler der europäischen Batterieversorgung werden. In der Giga-Fabrik sollen Zellen und Batterien entstehen. Bis heute sind dort jedoch noch keine Batterien vom Band gelaufen.

Weiterer Zulieferer mit Problemen

Engpässe gibt es laut Handelsblatt aber auch bei den Bordnetzen, die von einem Zulieferer in Marokko gefertigt werden. Überflutungen hatten im Frühjahr die Fabrik des Lieferanten lahmgelegt. Mercedes will nun auf alternative Zulieferer setzen, aber auch dort nimmt der Produktionsanlauf noch Zeit in Anspruch.

Für GLC-EQ-Kunden beuteten die Produktionsengpässe längere Lieferzeiten. Laut Handelsblatt sind die Auftragsbücher für den neuen GLC bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt. Bis Ende Mai wurden in Europa aber lediglich 3.300 GLC EQ neu zugelassen. Mercedes will dem Vernehmen nach den Produktionsrückstand beim GLC EQ bis Jahresende aufgeholt haben. Zur Überbrückung werden mehr Verbrenner-Modelle gebaut.

Der SUV GLC gilt in der Verbrennervariante als Bestseller im Konzern. Die neue Elektroversion, die besonders gegen den erfolgreichen BMW iX3 punkten soll, gilt als "Schicksalsmodell" für Konzernchef Ola Källenius.

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