Nach Citroën-Aus jetzt auch Peugeot-Stopp: Ende für Peugeot-Verkauf

Nach Citroën-Aus jetzt auch Peugeot auf der Kippe
Importeur beendet den Peugeot-Vertrieb

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.07.2026
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Peugeot 408, Logo
Foto: Dani Heyne, Peugeot

Die Zukunft von Peugeot in Australien steht auf der Kippe. Der bisherige Vertriebspartner Inchcape und der Stellantis-Konzern wollen ihre langjährige Zusammenarbeit beim Import und Vertrieb der französischen Marke beenden. Nach einer noch nicht näher terminierten Übergangsphase wird der Importeur den Peugeot-Vertrieb in Australien einstellen. Gleichzeitig betont Stellantis, dass Peugeot auf dem australischen Markt präsent bleiben soll. Nach Unternehmensangaben wurden die ersten Peugeot-Fahrzeuge vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach Australien geliefert.

Kaum noch Verkäufe

Hintergrund der Entscheidung sind die seit Jahren rückläufigen Verkaufszahlen der Marke. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 setzte Peugeot in Australien lediglich 373 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Rückgang von rund 35 Prozent gegenüber dem ohnehin schwachen Vorjahreszeitraum. Hochgerechnet könnte die Marke 2026 erstmals seit Jahrzehnten unter der Marke von 1.000 Neuzulassungen bleiben.

Dabei gehörte Peugeot in Australien einst zu den etablierten europäischen Herstellern. Mitte der 2000er-Jahre lagen die Jahresverkäufe regelmäßig über 5.000 Fahrzeugen. Den bisherigen Höchststand erreichte die Marke 2007 mit 8.807 Einheiten, wobei der damalige Kompaktwagen 307 einen wesentlichen Anteil daran hatte. Seither gingen die Zulassungszahlen kontinuierlich zurück. 2025 wurden noch 1.350 Fahrzeuge verkauft.

Grund für den Rückgang ist auch der enorme Zuwachs an chinesischen Pkw auf dem australischen Markt. 2025 wurden in Australien 221.699 in China produzierte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge neu zugelassen, in China gebaute Tesla-Modelle nicht eingerechnet. Das entsprach rund 18 Prozent des Gesamtmarktes.

Während der Übergangsphase sollen bestehende Kunden weiterhin uneingeschränkt betreut werden. Dazu gehören Garantieansprüche, Wartung, Rückrufaktionen, Originalersatzteile sowie Software- und Diagnosedienstleistungen. Neue Bestellungen für Fahrzeuge nimmt der jetzige Importeur allerdings nicht mehr entgegen. Verkauft werden zunächst noch Fahrzeuge aus den vorhandenen Lagerbeständen.

Wie geht es weiter?

Wie der Vertrieb künftig organisiert wird, ist bislang offen. Stellantis hat lediglich angekündigt, den Vertrieb sicherstellen zu wollen und zu einem späteren Zeitpunkt über eine neue Struktur zu informieren. Denkbar wäre sowohl eine direkte Betreuung durch Stellantis Australien als auch die Zusammenarbeit mit einem neuen externen Importeur.

Für Peugeot-Importeur Inchcape ist es bereits die zweite Trennung von einer französischen Stellantis-Marke innerhalb kurzer Zeit. Bereits 2024 stellte das Unternehmen den Vertrieb von Citroën in Australien ein. Das Portfolio des Importeurs umfasst inzwischen auch die chinesischen Marken Deepal und Foton.

Fazit