San Giorgio-Brücke Genua Getty Images

Neue Autobahnbrücke in Genua: San Giorgio-Viadukt eingeweiht

Neue Autobahnbrücke in Genua San Giorgio-Viadukt eingeweiht

Zwei Jahre nach dem verheerenden Brückeneinsturz in Genua wurde jetzt eine neue Autobahnbrücke eingeweiht. Das Viadukt entstand in Rekordzeit.

Am 14. August 2018 war die Autobahnbrücke Ponte Morandi in Genua eingestürzt. 43 Menschen verloren dabei ihr Leben, Hunderte wurden verletzt. Kurz nach dem Unglück kam heraus, dass die Betreiber wohl jahrelang Hinweise auf eine Einsturzgefahr ignoriert hatten. Die Schuldfrage ist allerdings bis heute ungeklärt.

Nur zehn Monate Bauzeit

In nur zehn Monaten Bauzeit wurde eine neue Autobahnbrücke über die Häuserschluchten des Polcevera-Tals gezogen. Am 3. August 2020 wurde das San Giorgio-Viadukt eingeweiht. Die kurze Bauzeit konnte nur realisiert werden, weil rund 1.000 Arbeiter im Schichtbetrieb rund um die Uhr sieben Tage die Woche – auch während des Corona-Lockdowns – gearbeitet haben.

Die neue San Giorgio-Brücke ist 1.067 Meter lang, 31 Meter breit und etwa 45 Meter hoch. Die Kosten für den Neubau werden mit rund 200 Millionen Euro angegeben. Der Brückenname leitet sich vom Schutzpatron der Stadt ab. Bereits am 23. Juli hatte die neue Brücke einen Belastungstest mit 56 Lastwagen mit fast 2.500 Tonnen Gewicht bestanden. Die Brücke ist Teil der Küstenautobahn SS1. Für den Verkehr soll die neue Brücke am 5. August 2020 freigegeben werden.

Fazit

Der Brückeneinsturz von 2018 gilt vielen als ein Sinnbild für das, was in Italien schiefläuft. Die Regierung reagiert mit einem Brückenneubau in Rekordzeit. Die Schuldfrage am Einsturz ist aber bis heute ungeklärt.