Neuer Caracal 6x6: Dieser Mercedes kann auch fliegen

Neuer Caracal 6x6
Dieser Mercedes kann auch fliegen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.06.2026
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Der neue Caracal 6x6 erhält eine zusätzliche Achse, kann deutlich mehr Material transportieren und soll das Einsatzspektrum der bisherigen Plattform erweitern. Entwickelt wurde das Fahrzeug gemeinsam mit Mercedes-Benz und Magna auf Basis des militärischen G-Klasse-Fahrgestells W464.

Der neue Caracal richtet sich vor allem an Luftlande- und Spezialkräfte. Neben Personal sollen sich mit dem Fahrzeug auch größere Mengen an Ausrüstung, Munition und Versorgungsgütern transportieren lassen.

Deutlich mehr Nutzlast als beim 4x4

Der auffälligste Unterschied zum bisherigen Caracal 4x4 ist die zusätzliche Achse. Dadurch steigt die maximale Nutzlast von bisher bis zu zwei Tonnen auf bis zu 3.200 Kilogramm.

Rheinmetall setzt dabei auf einen offenen Ladebereich hinter der Fahrerkabine. Dort können je nach Aufgabe unterschiedliche Aufbauten oder Ausrüstungspakete aufgenommen werden. Vorgesehen sind unter anderem Transportaufgaben, Versorgungsmissionen oder Einsätze von Spezialkräften. Der Hersteller nennt außerdem mögliche Varianten für Aufklärungsaufgaben, Feuerunterstützung und die Abwehr von Drohnen.

Transport in Flugzeugen und Hubschraubern

Trotz der größeren Abmessungen bleibt der Caracal 6x6 für den Lufttransport ausgelegt. Nach Angaben von Rheinmetall kann das Fahrzeug weiterhin in Transportflugzeugen des Typs A400M verlegt werden. Auch ein Transport in schweren Hubschraubern wie der CH-47F Chinook oder der CH-53 ist vorgesehen. Zusätzlich ist es möglich, das Fahrzeug als Außenlast unter Hubschraubern zu transportieren.

Gerade für Luftlandeverbände ist diese Fähigkeit entscheidend. Fahrzeuge und Material müssen häufig innerhalb kurzer Zeit in Einsatzgebiete gebracht werden können.

Die technische Basis

Wie Rheinmetall mitteilt, nutzt die neue Version zahlreiche Komponenten des bereits eingeführten Caracal 4x4. Auch Wartung, Ausbildung und Ersatzteilversorgung sind gleich. Für Streitkräfte, die den Caracal bereits nutzen, könnte eine Einführung des 6x6 daher vergleichsweise einfach ausfallen.

Was ist ein Caracal?Die Caracal ist eine mittelgroße Wildkatze, die in Afrika, im Nahen Osten sowie in Teilen Asiens lebt. Auffällig sind ihre langen schwarzen Ohrpinsel, die ihr ein ähnliches Aussehen wie einem Luchs verleihen, obwohl sie nicht eng mit ihm verwandt ist. Karakale sind ausgezeichnete Jäger und können aus dem Stand mehrere Meter hoch springen, um Vögel in der Luft zu fangen. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa 40 bis 50 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu rund 20 Kilogramm

Deutschland verfügt zudem bereits über einen Rahmenvertrag für die Caracal-Familie. Dieser enthält nach Unternehmensangaben auch Möglichkeiten zur späteren Beschaffung weiterer Varianten, wie Gruppentransportfahrzeuge und Materialtransporter.

Technische Grundlage des Fahrzeugs ist weiterhin die militärische Version der Mercedes-Benz G-Klasse vom Typ W464. Anders als die zivile G-Klasse verfügt sie weiterhin über Starrachsen. Beim bisherigen Caracal 4x4 kommt ein Dreiliter-Dieselmotor mit 249 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment zum Einsatz. Geschaltet wird über eine Neungang-Automatik. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h.

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