Der deutsche Automarkt startet mit Bremsspuren ins neue Jahr. Im Januar wurden 193.981 Pkw neu zugelassen, ein Minus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Doch die eigentliche Nachricht steckt nicht in der Gesamtzahl, sondern im Ranking. An der Spitze des Marktes verschieben sich die Kräfteverhältnisse.
VW stürzt ab, Skoda prescht vor
Während VW mit einem Minus von 17,5 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Monat kräftig abgewatscht wird, stürmt die Konzernmarke Skoda vor. Mit 18.550 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 9,6 Prozent belegt die Marke im Januar den zweiten Platz im deutschen Gesamtmarkt. Skoda zieht damit außerdem erstmals an Mercedes-Benz (-6,5 %) vorbei und positioniert sich unmittelbar hinter der Kernmarke des eigenen Konzerns. In einem Monat, in dem viele Hersteller zweistellige Verluste verbuchen, legt Skoda um gut zwölf Prozent zu.
Neben Skoda rückt eine zweite Marke ins Blickfeld, wenn auch aus einer ganz anderen Richtung: BYD. Der chinesische Hersteller kommt im Januar auf 2.629 Neuzulassungen und überschreitet damit erstmals deutlich die Ein-Prozent-Marke beim Marktanteil. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 1.000 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Absolut bleibt BYD noch ein kleinerer Player, doch das Wachstum ist im Marktvergleich außergewöhnlich.
BYD überholt Nissan
Während viele etablierte Hersteller mit rückläufigen Zahlen kämpfen, baut BYD seine Präsenz kontinuierlich aus. Bemerkenswert dabei ist eine recht gleichmäßige Verteilung über das BYD-Modellprogramm. Besonders gut verkaufen sich die Limousine Seal, der SUV Seal U und der preisgünstige Elektro-Kleinwagen Dolphin Surf. Ebenfalls bemerkenswert: BYD hat sich bereits auf Platz 21 der insgesamt 60 vom KBA erfassten Automarken vorgeackert und etablierte Importeure wie Nissan, Mitsubishi und Suzuki hinter sich gelassen.
Ohne Strom läuft bei den Neuwagen kaum noch etwas. Knapp 80.000 Hybride (41% Marktanteil) kamen im Januar auf die Straße, davon 21.790 Plug-in-Hybride. Die Elektroautos legten mit 42.692 Neuzulassungen um 24 Prozent zu. Damit ziehen sie fast an den Benzinern (43.695 Fahrzeuge, minus 30 Prozent). An den Diesel-Autos sind die Stromer längst vorbeigezogen, deren Marktanteil fällt immer weiter, liegt mit 27.309 Neuzulassungen nur noch bei 14 Prozent.
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die zehn meistverkauften Pkw in Deutschland im Januar.












