Pfingstferien-Ende und Fronleichnam: Stau-Hölle Autobahn

Pfingstferien-Ende und Fronleichnam
Stau-Hölle Autobahn

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.06.2026
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Personen Stau
Foto: Martin Barraud via Getty Images

Besonders kritisch dürfte die Verkehrslage am Mittwoch (3.6.) werden. Dieser Tag gehörte in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den staureichsten Tagen des Jahres. Auch am Samstag (6.6.), müssen Autofahrer mit erheblichen Verzögerungen rechnen, wenn die Rückreise aus den Pfingstferien ihren Höhepunkt erreicht. Rund 1.000 Baustellen auf deutschen Autobahnen verschärfen die Situation zusätzlich.

Die Verkehrslage im Überblick

Bereits am Mittwochnachmittag nimmt der Reiseverkehr deutlich zu. Viele Menschen nutzen den Feiertag Fronleichnam am Donnerstag für einen Kurzurlaub und starten schon vor dem eigentlichen Feiertag in Richtung Küsten, Mittelgebirge oder Alpen. Am Freitag dürfte sich die Verkehrslage vorübergehend entspannen. Ab Samstag setzt dann der starke Rückreiseverkehr aus Bayern und Baden-Württemberg ein. Vor allem die Strecken aus dem Süden Deutschlands in Richtung Norden werden stark belastet sein.

Auch am Sonntagnachmittag sind zahlreiche Kurzurlauber auf dem Heimweg. Besonders betroffen bleiben die süddeutschen Fernstraßen sowie die Autobahnen rund um die großen Ballungsräume.

Staugefährdete Autobahnen

Auf folgenden Strecken ist in beiden Fahrtrichtungen mit längeren Verzögerungen und Staus zu rechnen:

  • A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
  • A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt sowie Passau – Linz
  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe sowie Chemnitz – Dresden – Görlitz
  • A5 Karlsruhe – Basel sowie Kassel – Frankfurt
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Pilsen
  • A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Halle/Leipzig
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark
  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
  • A13 Dresden – Schönefelder Kreuz
  • A23 Hamburg – Heide
  • A24 Pritzwalk – Berliner Ring
  • A27 Bremen – Bremerhaven
  • A99 Autobahnring München

Vollsperrungen und Baustellen

Zusätzlich zum hohen Reiseverkehr sorgen mehrere Vollsperrungen und zahlreiche Baustellen für Behinderungen. Besonders betroffen ist die A1 zwischen Münster und Osnabrück. Dort wird die Autobahn zwischen Ladbergen und Lengerich von Freitagabend bis Sonntagmorgen in beiden Richtungen gesperrt.

Auf der A96 Richtung München kommt es zwischen München-Blumenau und München-Laim von Mittwochabend bis Sonntagmittag zu einer Sperrung. Auch auf der A39 zwischen Lüneburg-Nord und Handorf bestehen weiterhin Einschränkungen.

Darüber hinaus bleiben mehrere langfristige Baustellen bestehen, darunter auf der A7 südlich von Hamburg, der A44 im Ruhrgebiet, der A59 zwischen Düsseldorf und Köln sowie der A66 bei Wiesbaden. Umleitungen sind ausgeschildert, dennoch müssen Verkehrsteilnehmer zusätzliche Fahrzeiten einplanen.

Lkw-Fahrverbot und Verkehrsmaßnahmen

Um den Reiseverkehr zu entlasten, gilt am Donnerstag, 4. Juni, in den Bundesländern mit Fronleichnam ein Lkw-Fahrverbot. Lastwagen über 7,5 Tonnen dürfen dort zwischen 0 und 22 Uhr nicht auf Autobahnen unterwegs sein.

Zusätzlich findet auf der Inntalautobahn A93/A12 am Freitag erneut eine Blockabfertigung für den Schwerverkehr statt. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich gelten an mehreren besonders belasteten Reiserouten zudem Abfahrtssperren, um Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern.

Staugefahr auch im Ausland

Nicht nur in Deutschland müssen Reisende Geduld mitbringen. Da Fronleichnam auch in Österreich und Teilen der Schweiz gefeiert wird, ist auf den klassischen Urlaubsrouten ebenfalls mit starkem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Besonders belastet werden die Brennerroute, die Tauern- und Inntalautobahn, die Fernpass-Route, die Rheintal-Autobahn sowie die Gotthard-Strecke in der Schweiz sein. Auch auf den Zufahrten nach Norditalien drohen längere Wartezeiten.

In der Schweiz soll eine neue Sonderspur am Gotthard helfen, Staus im Bereich des Tunnels besser zu verteilen. Dennoch bleibt die Route eines der größten Nadelöhre im europäischen Ferienverkehr.

Grenzkontrollen sorgen für zusätzliche Wartezeiten

Seit Mai 2025 werden an allen deutschen Grenzen verstärkte Einreisekontrollen durchgeführt. Dadurch kann es insbesondere an stark frequentierten Autobahnübergängen zu Verzögerungen kommen.

Betroffen sind vor allem die Grenzübergänge Suben auf der A3, Walserberg auf der A8 und Kiefersfelden auf der A93. Auch an den Übergängen Ludwigsdorf auf der A4, Frankfurt (Oder) auf der A12 und Forst auf der A15 müssen Reisende mit zusätzlichen Wartezeiten rechnen.

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