Porsche plant anscheinend massiven Stellenabbau: 6.000 Jobs weg - Standortsicherung bis 2035

6.000 Jobs weg - Standortsicherung bis 2035
Porsche plant anscheinend massiven Stellenabbau

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.07.2026
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Foto: Porsche

Der Porsche-Aufsichtsrat unterstützt nach Angaben des Unternehmens den aktuellen Stand der Verhandlungen zum Zukunftspaket. Porsche nennt keine Details zu Umfang, Zeitplan oder einzelnen Maßnahmen. Mehrere Medien berichten, Porsche wolle bis 2035 zwischen 5.000 und 6.000 Stellen abbauen. Porsche kommentiert diese Größenordnung nicht. Eine Einigung zwischen Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall steht weiter aus.

Rund 9.000 Stellen könnten verschwinden

Das manager magazin zeichnet ein noch düstereres Bild: Demnach habe sich Porsche bereits 2025 mit dem Betriebsrat auf ein erstes Paket verständigt, bei dem 3.900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen sollen. Zusätzlich könnten nun rund 5.000 Jobs wegfallen – damit käme Porsche in der Summe auf rund 9.000 Stellen weniger.

Auch diese Zahlen führt das Magazin auf Insiderangaben zurück; Porsche bestätigt sie nicht.

Wen es treffen könnte

Das manager magazin berichtet außerdem über eine mögliche Verschiebung in der Verteilung des Abbaus. Demnach sollen mehr Beschäftigte aus indirekten Bereichen und aus dem Management gehen als Mitarbeitende aus den Werken. Porsche äußert sich dazu nicht.

Bisher schützt eine Beschäftigungssicherung die Beschäftigten in Deutschland nach früheren Angaben bis Mitte 2030 vor betriebsbedingten Kündigungen. Mehrere Medien bringen eine Verlängerung ins Spiel – teils bis 2035. Porsche bestätigt weder Laufzeit noch Bedingungen.

Kräftige Einschnitte bei Prämien und Weihnachtsgeld

Medien berichten auch über geplante Änderungen bei Sonderzahlungen und beim Weihnachtsgeld. Die jährliche Anerkennungsprämie soll auf maximal 1.500 Euro schmelzen – in vergangenen Jahren rangierte sie öfter im obersten vierstelligen Bereich. Porsche kommentiert diese Punkte bislang nicht, solange die Verhandlungen laufen.

Patent Porsche W18-Motor
Porsche/World Intellectual Property Organization

Warum Porsche überhaupt nachschärft

Das Fertigungsnetz habe Porsche einst auf rund 400.000 Autos pro Jahr ausgelegt, inzwischen ziele das Unternehmen eher auf 250.000 und weniger – betont das manager magazin. Ende 2025 arbeiteten 42.000 Menschen für Porsche, fast 36.000 davon in Deutschland. Im ersten Halbjahr lieferte Porsche laut mm 122.306 Fahrzeuge aus, ein Minus von 16 Prozent; Porsche-Chef Michael Leiters stellt für das laufende Jahr weiter eine operative Umsatzrendite von 5,5 bis 7,5 Prozent in Aussicht – deutlich unter den in den Jahren 2010 bis 2023 gewohnten 15 bis 20 Prozent.

Fazit