Renault Geely Korea SUV Coupé RKM

Renault nutzt Geelys CMA-Baukasten in Korea

Renault kooperiert mit Geely Erster Geely-Renault kommt 2024

Die koreanische Renault-Tochter Renault Samsung Motors wird künftig Autos auf Basis der von Geely aus China lizensierten CMA-Plattform als Verbrenner und Hybride entwickeln und bauen. Zudem kauft sich Geely mit 34,02 Prozent bei den Koreanern ein. Der erste Geely-Renault soll 2024 kommen.

Wer an koreanische Automarken denkt, hat Hyundai und Kia im Kopf. Manche Menschen denken auch an den kleineren SUV-Spezialisten SsangYong. Was außerhalb des asiatischen Landes kaum jemand weiß: Auch Samsung baut Autos.

Der Autohersteller hat mit dem Unterhaltungselektronikkonzern, der vor allem für seine Fernseher und Smartphones bekannt ist, nichts zu tun. Vielmehr ist das Unternehmen seit mehreren Jahren Teil der Renault-Gruppe und firmiert offiziell unter dem Namen Renault Samsung Motors. Auch bei uns bekannte Modelle im Renault-Programm sind Fahrzeuge, die in Korea entwickelt wurden und auch dort vom Band laufen: Der Koleos und der Arkana.

Geely spendiert den CMA-Baukasten

Um das Geschäft von Renault Samsung Motors in Südkorea zu stärken, ist die französische Konzernmutter bereits im Januar 2022 eine neue Kooperation mit Geely aus China eingegangen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird Renault Samsung Motors die von Geely entwickelte CMA-Plattform (Compact Modular Architecture) für eigene Fahrzeuge nutzen. Die sollen ab 2024 im koreanischen Busan mit Hybridantrieben und Verbrennungsmotoren nicht nur für Südkorea, sondern auch für den Export in andere Märkte gebaut werden.

Das erste Modell aus dieser Kooperation wurde jetzt mit einem dunklen Teaserbild angekündigt. Es zeigt ein typisches SUV Coupé, das von seinen Abmessungen größer anmutet als der Arkana. Das soll aber zunächst nur auf dem koreanischen Markt angeboten werden. Ein späterer Export wird aber nicht ausgeschlossen.

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Die CMA-Architektur ist bereits heute in einer Vielzahl von Modellen der einzelnen Geely-Marken im Einsatz, darunter der Lynk & Co. 01, der Polestar 2 und der SUV Volvo XC40 mit seinem Coupé-Bruder C40. Entwickelt wurde der Baukasten in Schweden.

Die gemeinsame Sache in Südkorea ist nicht die erste Zusammenarbeit von Renault und Geely. Bereits im letzten Sommer wurde angekündigt, dass Geely in China Hybridautos bauen wird, die dann dort unter der Marke Renault verkauft werden (wir berichteten). Außerdem soll das Exportgeschäft von Lynk & Co. auf Südkorea ausgeweitet werden.

Im Mai 2022 teilt Geely mit, dass man sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit einem Anteil von 34,02 Prozent an der koreanischen Renault-Tochter beteiligt. Der Deal unterliegt aber noch der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Die Renault-Gruppe bleibt weiterhin Mehrheitsaktionär.

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In Europa konzentriert sich Renault künftig auf die Entwicklung neuer Elektroautos. Die Hintertür steht in Südkorea. Dort wird man mit Geely-Hilfe neue Verbrenner und Hybride bauen, die dann auch hier als Renault auf den Markt kommen könnten. Die japanischen Allianzpartner Nissan und Mitsubishi dürften angesichts der Partnerschaft von Renault mit Geely mindestens irritiert sein, zumal sich die Chinesen auch noch mit 34 Prozent bei der Renault-Tochter eingekauft haben.

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