Die aktuelle Generation der Mercedes-Benz E-Klasse (BR 214) ist seit 2023 auf dem Markt, das CLE Coupé und Cabriolet (BR 236) lösten 2024 offiziell die C- und E-Klasse Coupés sowie das Cabriolet ab. Nun müssen beide Baureihen in die Werkstatt, genauer gesagt brauchen sie eine digitale Nachrüstung. Mercedes-Benz hat einen Rückruf gestartet, weil eine fehlerhafte Software im MBUX-Multimediasystem sicherheitsrelevante Assistenzfunktionen außer Gefecht setzen kann. Weltweit sind 17.412 Fahrzeuge betroffen, davon 3.696 Exemplare in Deutschland.
Was ist das Problem?
Nach Angaben des Herstellers entspricht die im Fahrzeug installierte Software des MBUX-Systems in bestimmten Konfigurationen nicht der Spezifikation. Dadurch kann es zu einer dauerhaften Deaktivierung von Assistenzsystemen kommen. Betroffen ist unter anderem der Querverkehrs-Assistent, der Fahrer beim Ausparken oder Rangieren vor herannahendem Verkehr warnt. Fällt diese Funktion aus, kann das insbesondere in unübersichtlichen Situationen das Unfallrisiko erhöhen. Auto motor und sport hat für weitere Informationen angefragt, aber noch keine Rückmeldung erhalten.
Welche Modelle sind betroffen?
Der Rückruf umfasst Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum vom 10. November 2021 bis 29. Januar 2024. Konkret geht es um:
- Mercedes-Benz E-Klasse (BR 214)
- Mercedes-Benz CLE Coupé und Cabriolet (BR 236)
Das Kraftfahrt-Bundesamt führt die Maßnahme unter der KBA-Referenznummer 14299R, Mercedes selbst unter den Rückrufcodes 5496233 und 5496238. Bekannte Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Softwarefehler gibt es bislang nicht.
Was unternimmt Mercedes?
Mercedes-Benz behebt das Problem mit einem Software-Update des MBUX-Multimediasystems. Zusätzlich werden die Einstellungen des Parksteuergeräts zurückgesetzt, um die korrekte Funktion der Assistenzsysteme sicherzustellen.
Laut Kraftfahrt-Bundesamt erfolgt das Update in der Regel over-the-air (OTA). Ein Werkstattaufenthalt ist somit meist nicht erforderlich. Nur in Einzelfällen kann ein klassischer Rückruf in die Werkstatt notwendig werden, betroffene Halter sollen schriftlich informiert werden.
Was sollten Halter jetzt tun?
Zunächst müssen Fahrzeughalter nichts unternehmen. Das Update wird automatisch aufgespielt. Wer Zweifel hat oder keine OTA-Aktualisierung erhält, kann sich mit Angabe der Rückrufcodes an eine Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt oder direkt an den Hersteller wenden.












