Wie aus Unterlagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hervorgeht, betrifft die Aktion Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum November 2019 bis November 2025. Im Fokus stehen Befestigungsschrauben, die im Werk möglicherweise nicht korrekt angezogen wurden. Im schlimmsten Fall können sie sich während der Fahrt lösen. Für die Mitfahrer auf der Rücksitzbank würde das bedeuten, dass die Sicherheitsgurte im Ernstfall ihre Schutzwirkung nicht voll entfalten.
Zusätzlich besteht das Risiko, dass sich die Rücksitzlehne bei einem Aufprall durch nachrutschendes Gepäck im Kofferraum nach vorn bewegt. Deshalb rät Rolls-Royce seinen Kunden, bis zur Überprüfung weder die Rücksitze noch den Kofferraum zu nutzen. Auto motor und sport hat bei Rolls-Royce angefragt, ob der Rückruf auch Fahrzeuge in Deutschland betrifft. Bis jetzt spricht der Hersteller von insgesamt 102 Exemplaren.
Aufgefallen durch ein Klappern
Die Entdeckung des Mangels passierte eher zufällig. Bei einer Testfahrt fiel ein ungewöhnliches Klappergeräusch im Bereich der hinteren C-Säule auf. Die anschließende technische Analyse führte zu einer losen Schraube am Gurtmechanismus. In der Folge überprüfte Rolls-Royce weitere Fahrzeuge und Produktionsdaten – mit dem Ergebnis, dass auch andere Cullinan aus dem genannten Zeitraum betroffen sein könnten.
Rückruf startet im Mai
Die Lösung ist vergleichsweise simpel: In der Werkstatt werden die betroffenen Verschraubungen überprüft und gegebenenfalls nachgezogen oder ersetzt. Auch die Sicherheitsgurte selbst werden kontrolliert und bei Bedarf getauscht.
Für die Kunden ist die Maßnahme kostenlos. Die Benachrichtigung der Halter soll ab Mai 2026 starten. Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem sind bislang nicht bekannt.





