Sie liefert Echtzeitinformationen zu Staus, Wartezeiten und Verkehrsbehinderungen. Dahinter steht ein neues Transitmanagement, das mit Drohnen, Verkehrssteuerung und weiteren Maßnahmen den Reiseverkehr entzerren soll.
Drive Austria liefert aktuelle Informationen für die Reiseplanung
Im Mittelpunkt der ersten Ausbaustufe steht die neue Internetplattform driveaustria.info. Nach Eingabe des Reiseziels erhalten Autofahrer aktuelle Informationen über Staus, Wartezeiten und Behinderungen entlang ihrer Route. Zusätzlich gibt das System Prognosen zur weiteren Verkehrsentwicklung sowie Hinweise auf geeignete Rastmöglichkeiten. Ziel ist es, den günstigsten Reisezeitpunkt zu finden und lange Wartezeiten möglichst zu vermeiden.
Das Portal ist Teil eines neuen Transitmanagements von Asfinag, dem Land Salzburg und dem österreichischen Verkehrsministerium, das bis Sommer 2027 vollständig umgesetzt werden soll. Bereits in diesem Sommer werden erste Funktionen eingeführt.
Fünf Maßnahmen gegen das Stauchaos
Die neue Website ist nur ein Baustein des Gesamtkonzepts. Hinzu kommen mehrere Maßnahmen entlang der A10:
- Echtzeitinformationen über Drive Austria mit Staus, Wartezeiten, Prognosen und Rastempfehlungen.
- Drohnen liefern Livebilder von besonders staugefährdeten Bereichen direkt an die Verkehrsleitstelle, damit schneller auf Behinderungen reagiert werden kann.
- Vorausschauende Temporegelung zwischen Walserberg und Golling soll den Verkehr vor der Tunnelkette gleichmäßiger fließen lassen.
- Temporäre Sperrungen von Anschlussstellen und Pförtnerampeln sollen verhindern, dass Autofahrer Ausweichrouten durch Ortschaften nutzen. Die Maßnahmen sind an Wochenenden zwischen 1.8.2026 und 9.9.2026 vorgesehen.
- Neue Regeln für den Schwerverkehr sollen Reise- und Güterverkehr besser voneinander trennen. Dafür wird unter anderem ein Lkw-Fahrverbot an besonders starken Reisetagen vorbereitet
Ausbau bis Sommer 2027 geplant
In den kommenden Monaten soll das System weiter ausgebaut werden. Vorgesehen sind zusätzliche Sensoren, neue Blockabfertigungsanlagen vor der Tunnelkette, weitere digitale Verkehrsanzeigen sowie eine Section-Control-Anlage. Das Ziel besteht darin, den Verkehr früher zu erkennen und gleichmäßiger durch die Engstellen der Tauernautobahn zu führen.
Nach Angaben der Asfinag sollen sich Staus bei sehr hohem Verkehrsaufkommen zwar nicht vollständig vermeiden lassen. Ein gleichmäßigerer Verkehrsfluss könne jedoch die Reisezeiten stabilisieren und die Verkehrssicherheit erhöhen.





