Tesla meldet Quartalszahlen: Trotz Rekordverkäufen Ziel verfehlt

Tesla meldet Quartalszahlen
Trotz Rekordverkäufen Ziel verfehlt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.07.2026
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03/2024 Tesla Fabrik Gigafactory Produktion Texas
Foto: Tesla

Tesla hat im zweiten Quartal 2026 zwar so viele Fahrzeuge ausgeliefert wie nie zuvor, die Erwartungen der Finanzmärkte beim Gewinn jedoch deutlich verfehlt. Gleichzeitig meldete der US-Elektroautohersteller erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder einen negativen freien Cashflow. Trotz eines profitablen Quartals floss unter dem Strich mehr Geld aus dem Unternehmen ab, als durch das laufende Geschäft hereinkam. Ursache waren vor allem die deutlich gestiegenen Investitionen in den Ausbau von KI-, Robotik- und Rechenzentrumskapazitäten. Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen geriet die Aktie im nachbörslichen Handel unter Druck. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Rekordabsatz im zweiten Quartal

Zwischen April und Juni lieferte Tesla weltweit 480.126 Fahrzeuge aus. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten und steigerte die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahresquartal mit 384.122 Fahrzeugen deutlich. Auch der Umsatz legte kräftig zu und erreichte 28,24 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 25,71 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Beim Ergebnis blieb Tesla jedoch hinter den Prognosen zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 33 Cent, während Analysten im Durchschnitt 51 Cent erwartet hatten. Auch die Bruttomarge im Automobilgeschäft fiel mit 16,3 Prozent niedriger aus als prognostiziert. Reuters führt dies unter anderem auf höhere Betriebskosten, niedrigere durchschnittliche Verkaufspreise und sinkende Einnahmen aus Emissionszertifikaten zurück.

Weniger Erlös pro Auto

Die durchschnittlichen Erlöse pro verkauftem Fahrzeug gingen von 45.345 auf 42.730 US-Dollar zurück. Dazu trugen laut Unternehmen unter anderem Verkaufsanreize zur Stimulierung der Nachfrage sowie das Auslaufen der größeren und teureren Modelle Model S und Model X bei. Gleichzeitig gingen die Einnahmen aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten zurück, nachdem sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen speziell in den USA verändert hatten.

Besonders stark stiegen die Investitionen. Tesla gab im zweiten Quartal 5,8 Milliarden US-Dollar für Sachinvestitionen aus und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal sowie im ersten Quartal 2026. Hintergrund der hohen Ausgaben ist die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Vorstandschef Elon Musk treibt den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und Robotik voran. Für das Gesamtjahr plant Tesla Investitionen von mehr als 25 Milliarden US-Dollar – nahezu dreimal so viel wie im Vorjahr. Ein großer Teil der Mittel fließt in Rechenzentren, Fertigungskapazitäten sowie die Entwicklung von Robotaxis und humanoiden Robotern.

Speichergeschäft wächst

Das klassische Automobilgeschäft bleibt trotzdem die wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck vor allem durch chinesische Hersteller. Um die Nachfrage zu stützen, bietet Tesla inzwischen preisgünstigere Varianten von Model 3 und Model Y an. In den USA kam zudem eine sechssitzige Version des Model Y hinzu.

Positiv entwickelte sich erneut das Energiegeschäft. Tesla installierte im zweiten Quartal Energiespeicher mit einer Gesamtkapazität von 13,5 Gigawattstunden. Im Vorjahresquartal waren es 9,6 Gigawattstunden, im ersten Quartal 2026 8,8 Gigawattstunden. Die Nachfrage nach stationären Batteriespeichern wird unter anderem durch den Ausbau erneuerbarer Energien, Rechenzentren und Stromnetze gestützt.

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