Autounfall Jeffrey Coolidge via Getty IMages

Unfallstatistik für Deutschland 2022

Unfallstatistik für Deutschland 2022 Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Die Unfallstatistik für 2021 schloss mit einem absoluten Tiefststand. In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 steigt die Zahl der Verkehrstoten allerdings wieder spürbar an.

Im September 2022 sind in Deutschland 252 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 19 Personen weniger als im September 2021. Die Zahl der Verletzten ist im September 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um fünf Prozent auf rund 34.100 gesunken. Auch im Vergleich zum von der Pandemie unbeeinflussten September 2019 gab es 23 Verkehrstote und 1.900 Verletzte (- 5 %) weniger.

Von Januar bis September 2022 erfasste die Polizei insgesamt rund 1,8 Millionen Straßenverkehrsunfälle. Das waren fünf Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darunter waren rund 216.800 Unfälle mit Personenschaden (+12 %), bei denen 2.111 Menschen getötet wurden. Damit ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2021 um elf Prozent beziehungsweise 214 Personen gestiegen. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr stieg um 13 Prozent auf 269.400.

Unfallstatistik September 2022
Destatis

Mehr Verkehr ohne Corona-Auflagen

Auf die Bevölkerungszahl bezogen starben im 2022 in Deutschland durchschnittlich 25 Menschen je eine Million Einwohnerinnen und Einwohner im Straßenverkehr. Am höchsten war diese Zahl in Sachsen-Anhalt mit 54 Verkehrstoten je eine Million Einwohnerinnen und Einwohner, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit 40 bzw. 35 Verkehrstoten je eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Mit sechs beziehungsweise neun und zehn lag dieser Wert in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Ebenfalls niedrig war das Verhältnis im Saarland und in Nordrhein-Westfalen mit 19 Verkehrstoten je eine Million Einwohnerinnen und Einwohner.

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Gegenüber dem Vorjahr legen die Unfallzahlen zu. Der Tiefststand war aber eine Folge der extremen Corona-Auflagen. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2020 zeigt sich dennoch weiter ein Abwärtstrend.

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