Untergang der "Felicity Ace": Porsche muss keinen Schadenersatz zahlen

Untergang der Felicity Ace
30-Millionen-Klage gegen Porsche abgewiesen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.05.2026
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Felicity Ace Autotransporter
Foto: Anadolu Agency via Getty Images

Nach dem Untergang des Autotransportschiffs "Felicity Ace" am 1. März 2022 südlich der Azoren hatten der Eigentümer und fünf Schiffskaskoversicherer gegen Porsche geklagt und vor dem Stuttgarter Landgericht Schadenersatzansprüche in Höhe von knapp 30 Millionen Euro geltend gemacht.

30-Millionen-Klage gegen Porsche abgewiesen

Die Klage hat die 26. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart am 21. Mai 2026 abgewiesen (Aktenzeichen 26 O 30/23). Die Kläger haben laut Gericht behauptet, dass "eine sich selbst entzündende Lithium-Ionen-Batterie in einem Porsche Taycan Ursache des Brandes gewesen sei". Die Kläger sahen Porsche in der Produzentenhaftung und forderten Schadenersatz: 30 Millionen Euro sollte der Sportwagenhersteller bezahlen.

Porsche war der Ansicht, dass der Brand eine andere Ursache habe. Das Gericht sah dies ähnlich und war nach der Beweisaufnahme "nicht davon überzeugt, dass ein Porsche Taycan Ursache des Brandes am 16. Februar 2022 auf dem Autotransportschiff gewesen ist". Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Felicity Ace sank auf 3.000 Meter Meerestiefe

Das Schiff war am 10. Februar 2022 aus dem Hafen Emden ausgelaufen. An Bord befanden sich fast 4.000 Neuwagen mehrerer Hersteller, darunter auch Elektroautos. Die Autos sollten in die USA geliefert werden. Auf dem Weg nach Davisville brach auf dem Schiff am 16. Februar 2022 ein Brand aus. Die 22 Besatzungsmitglieder konnten evakuiert und vollständig gerettet werden.

Ein Patrouillenschiff der portugiesischen Marine, die NRP Setubal, war zufällig in der Nähe und fuhr zum havarierten Transportschiff. Löschversuche scheiterten, das Schiff glühte schließlich aus und sank südlich der Azoren auf eine Wassertiefe von 3.000 Metern.

Mit dem Schiff sanken rund 4.000 Autos

Nach dem Unglück war unklar, ob die Lithium-Akkus der Elektro- und Hybridautos an Bord den Brand verursacht haben. Der Gesamtschaden wurde auf über 400 Millionen Euro geschätzt. Etwa die Hälfte davon, rund 200 Millionen, entfällt auf die untergegangenen Autos. An Bord waren mehr als 1.000 Porsche und rund 3.000 Autos weiterer Marken aus dem Volkswagen-Konzern.

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