Im Mittelpunkt stehen geringere Absatzmengen, Kostensenkungen und die mögliche Neuausrichtung einzelner Standorte. Das sagte er ...
… zur Transformation des Konzerns
Volkswagen sieht sich weiterhin in einem grundlegenden Umbau. Für Blume ist dieser Prozess nicht abgeschlossen, sondern dauerhaft angelegt. "Diese Transformation ist kein Projekt mit einem Beginn und einem Ende, sondern … ein dauerhafter Prozess", sagt er. Der hohe Wettbewerbsdruck und die Innovationsdynamik würden bestehen bleiben und das Unternehmen "zwingen, immer besser zu werden".
Nach einem bereits umgesetzten Maßnahmenpaket gehe es nun in die nächste Phase. Die Entwicklung sei dabei nicht als abgeschlossener Umbau zu verstehen, sondern als fortlaufende Anpassung.
… zur aktuellen Lage und Planung
Die Situation beschreibt Blume als anspruchsvoll. "Es gibt sehr viele Probleme", sagt er, verbindet das aber direkt mit der strategischen Planung: "Wir haben einen klaren Plan entwickelt, wie es in Zukunft weitergehen soll."
Die Risiken würden aus seiner Sicht nicht zurückgehen. Volkswagen stelle sich darauf ein, unter dauerhaft hohem Wettbewerbsdruck zu arbeiten, sehe aber eine stabilere Ausgangsbasis als zuvor.
… zu Absatz, Kapazitäten und Struktur
Ein zentraler Punkt ist die Auslastung der Produktion. Volkswagen war ursprünglich auf deutlich höhere Stückzahlen ausgelegt. "Wir halten es für realistisch, in den nächsten Jahren rund 9 Millionen Fahrzeuge verkaufen zu können", so Blume.
Damit bleibt ein struktureller Überhang. "Wir haben weiterhin 1 Million an Überkapazitäten." Daraus ergibt sich Anpassungsbedarf im System. Konkrete Maßnahmen nennt Blume nicht, betont aber, dass nach Lösungen gesucht werde und "intelligente Lösungen" bevorzugt würden.
… zum Standort Osnabrück
Für das Werk Osnabrück steht eine grundlegende Veränderung an. "Wir werden in Osnabrück ab 2027 keine Produkte des Volkswagenkonzerns mehr produzieren", kündigt Blume an. Parallel dazu führt Volkswagen Gespräche mit Unternehmen aus der Verteidigungsbranche. Man sei "in intensiven Gesprächen" und prüfe neue Nutzungsmöglichkeiten für den Standort. Eine direkte Waffenproduktion schließt er aus: "Wir werden keine Waffen produzieren."
Als mögliche Richtung nennt Blume Anwendungen im militärischen Umfeld. "Fahrzeuge für den militärischen Transport könnten eine Richtung sein." Darüber hinaus spricht er allgemein von Verteidigungssystemen und ordnet das auch politisch ein: Sicherheit sei ein zentrales Thema, und es gebe "einen klaren Auftrag der Bundesregierung", die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
… zu Kosten, Preisen und Wettbewerb
Der wirtschaftliche Druck zeigt sich vor allem bei den Kosten. "Wir haben im Volkswagenkonzern ein großes Kostenproblem", sagt Blume. Ziel sei es, die Kosten insgesamt zu senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Diese Maßnahmen könnten sich auch auf die Preise auswirken. "Das kommt dann … auch dem Preis zugute." Gleichzeitig betont er, dass die Qualität nicht reduziert werden soll: "Wir werden nicht bei der Qualität sparen." Mit Blick auf den Wettbewerb verweist Blume auf Hersteller aus China, die vor allem auf der Kostenseite Vorteile hätten und entsprechend günstiger anbieten könnten.
… zur Modellstrategie
Volkswagen will sein Angebot straffen. "Wir werden unser Produktportfolio fokussieren", sagt Blume. Geplant seien weniger Modelle, die stärker auf konkrete Kundengruppen zugeschnitten sind.
Zudem soll die Komplexität reduziert werden. "Wir werden … die Zubehör-Optionen etwas heruntersetzen." Das soll Entwicklung und Produktion vereinfachen und Kosten senken.
… zur Rolle von China
China bleibt ein zentraler Markt und Entwicklungsstandort. Volkswagen setzt dort stärker auf lokale Strukturen. "Mehr in China entwickeln für China", beschreibt Blume die Strategie.
Gleichzeitig plant der Konzern eine hohe Zahl neuer Modelle. "Wir werden in diesem Jahr noch 20 Produkte in den Markt bringen … bis 2030 50 Produkte." Ziel ist es, Entwicklungszeiten zu verkürzen und Kosten zu reduzieren, während Stärken bei Qualität und Sicherheit erhalten bleiben.





