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VW-Dieselskandal

Kanada verhängt Millionenstrafe

In der Affäre um manipulierte Abgase bei Dieselfahrzeugen hat Kanada jetzt wegen Verstößen gegen Umweltgesetze und Importvorschriften Geldbußen in Höhe von 196,5 Millionen kanadischen Dollar (135 Millionen Euro) gegen VW verhängt.

Wie die Tagesschau meldet, habe sich VW vorher schuldig bekannt, Autos importiert zu haben, die nicht den zulässigen Abgasstandards entsprachen. Der Hersteller habe zugegeben, gegen Umweltgesetze verstoßen und irreführende Angaben gemacht zu haben. Volkswagen teilte in einem Statement mit, dass das Unternehmen bei der Untersuchung der Behörden umfassend kooperiert habe.

Alle Klagepunkte beigelegt

Mit dem Schuldeingeständnis und der Einigung mit der Staatsanwaltschaft seien alle Klagepunkte beigelegt. Der Beschluss erkenne die umfassenden Maßnahmen an, die Volkswagen in Kanada zur Wiedergutmachung und zur Stärkung seiner weltweiten Compliance-Richtlinien ergriffen habe. Mit dem von VW bezahlten Bußgeld sollen in Kanada verschiedene Umweltprojekte unterstützt werden.

Kanada hatte im Dezember 2019 Klage gegen VW erhoben, weil der Autobauer zwischen Anfang 2008 und Ende 2015 fast 128.000 Fahrzeuge mit illegaler Abgastechnik zur Manipulation von Emissionswerten nach Kanada eingeführt haben soll. VW war in dem Land in den vergangenen Jahren schon mit Klagen von Dieselbesitzern konfrontiert gewesen und hat dort bereits mehr als zwei Milliarden kanadische Dollar für Entschädigungen aufgewandt. Bislang hat der Dieselgate-Skandal den VW-Konzern insgesamt schon über 30 Milliarden Euro gekostet.

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Ein entsprechendes Bußgeld hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängt.

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