Das Konzernergebnis nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang um 44 Prozent. Der Umsatz blieb dagegen nahezu stabil. Mit 321,9 Milliarden Euro lag er nur leicht unter dem Vorjahreswert von 324,7 Milliarden Euro. Trotz weiterhin hoher Erlöse verschlechterte sich die Profitabilität des Konzerns deutlich. Im Schlussquartal entwickelte sich das Geschäft jedoch wieder stabiler als in den ersten neun Monaten des Jahres.
Porsche als zentraler Belastungsfaktor
Besonders stark wirkte sich die Entwicklung der Porsche-Sparte auf das Konzernergebnis aus. In der Markengruppe "Sport Luxury", zu der Porsche gehört, brach das operative Ergebnis massiv ein. Im Jahr 2024 lag das operative Ergebnis dieser Sparte noch bei 5,3 Milliarden Euro. 2025 sank es auf nur noch rund 0,1 Milliarden (100 Millionen) Euro. Gleichzeitig gingen die Umsätze der Sparte deutlich zurück.
Mehrere Faktoren trafen hier zusammen. Dazu zählen ein schwächeres Geschäft in China, zusätzliche Kosten durch US-Zölle sowie strategische Anpassungen im Zusammenhang mit der Elektrifizierungsstrategie. Hinzu kamen Einmal- und Sondereffekte im Zuge der Neuausrichtung der Marke. Die Entwicklung bei Porsche gehört damit zu den wichtigsten Gründen für den starken Rückgang der Konzerngewinne.
Jobs in Gefahr
Volkswagen plant zudem weitere Stellenkürzungen in Deutschland. Konzernchef Oliver Blume erklärte in einem Schreiben an die Aktionäre, dass bis zum Jahr 2030 rund 50.000 Arbeitsplätze im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland wegfallen sollen. Die Zahl umfasst alle Konzernmarken und Standorte im Inland.
Bereits Ende 2024 hatte Volkswagen angekündigt, bei der Kernmarke VW bis zum Jahr 2030 etwa 35.000 Stellen abzubauen. Gleichzeitig sieht die mit der IG Metall vereinbarte Tarifeinigung vor, dass betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2030 ausgeschlossen sind.
Operatives Ergebnis mehr als halbiert
Neben der Porsche-Entwicklung belasteten auch geopolitische Spannungen, Währungseffekte und eine zunehmende Wettbewerbsintensität das Geschäft.
Das operative Ergebnis des Volkswagen-Konzerns sank von 19,1 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 8,9 Milliarden Euro im Jahr 2025. Damit ging der operative Gewinn um rund 53 Prozent zurück. Die operative Umsatzrendite lag nur noch bei 2,8 Prozent nach 5,9 Prozent im Jahr zuvor.
Absatz weltweit leicht rückläufig
Beim Fahrzeugabsatz blieb der Konzern knapp unter dem Vorjahresniveau. Weltweit wurden 2025 rund 9,0 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang um etwa 0,5 Prozent.
Europa und Südamerika entwickelten sich positiv. In Europa stieg der Absatz um fünf Prozent, in Südamerika um zehn Prozent. Dem standen Rückgänge in Nordamerika und China gegenüber. In Nordamerika sank der Absatz um zwölf Prozent, in China um sechs Prozent.
Auftragslage bei Elektroautos wächst
Während der Absatz insgesamt leicht zurückging, legte der Auftragseingang in Europa deutlich zu. Die Bestellungen stiegen um rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders stark wuchs die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen. Die Bestellungen für diese Modelle nahmen um etwa 55 Prozent zu. Ihr Anteil am gesamten Auftragsbestand liegt inzwischen bei rund 22 Prozent.
Finanzlage bleibt stabil
Trotz des Gewinneinbruchs blieb die Liquidität des Konzerns stabil. Der Netto-Cashflow im Automobilgeschäft stieg im Jahr 2025 auf 6,4 Milliarden Euro. Die Nettoliquidität lag zum Jahresende bei rund 34,5 Milliarden Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Dividende soll jedoch sinken. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Ausschüttung von 5,26 Euro je Vorzugsaktie vor. Das entspricht einem Rückgang von 17 Prozent.
Prognose für das Jahr 2026
Für das laufende Jahr rechnet Volkswagen mit einer moderaten Entwicklung. Der Umsatz soll zwischen null Prozent und drei Prozent wachsen. Die operative Rendite erwartet der Konzern in einer Bandbreite zwischen 4,0 und 5,5 Prozent. Der Netto-Cashflow im Automobilgeschäft wird für 2026 zwischen drei und sechs Milliarden Euro erwartet.
Volkswagen verweist dabei auf weiterhin unsichere Rahmenbedingungen. Dazu zählen geopolitische Spannungen, mögliche Handelsbeschränkungen, volatile Rohstoffpreise sowie zunehmende regulatorische Anforderungen.












