1.050 PS im Ferrari Luce: Der erste vollelektrische Maranello-Star

Ferrari Luce: Preis, Zielgruppe und Folgen
Luce für 550.000 Euro - Marktchance oder Risiko?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.06.2026
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Tesla Model S Plaid und Ferrari Luce
Foto: Hans-Dieter Seufert, Ferrari, Collage: KI-generiert / Gregor Hebermehl

Der Ferrari Luce beeindruckt mit einer modernen 800-Volt-Architektur und vier Elektromotoren, die zusammen 772 kW (1.050 PS) leisten. Damit erreicht das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h und beschleunigt in nur 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Batterie verfügt über eine Kapazität von 122 kWh (brutto), was eine Reichweite von bis zu 530 Kilometern nach WLTP ermöglicht. Besonders hervorzuheben ist die Schnellladefähigkeit: Mit bis zu 350 kW kann der Akku in nur 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden.

Vergleich mit Tesla Model S Plaid

Im direkten Vergleich zum Tesla Model S Plaid zeigt sich der Ferrari Luce als technisches Meisterwerk, jedoch zu einem deutlich höheren Preis. Während das Model S Plaid mit drei Motoren (750 kW/1.020 PS) ausgestattet ist und eine Reichweite von etwa 600 Kilometern bietet, punktet es vor allem durch seinen Einstiegspreis von rund 110.000 Euro – ein Bruchteil dessen, was Ferrari für den Luce verlangt. Auch beim Gewicht liegen beide Fahrzeuge nah beieinander: Der Luce wiegt 2.260 kg, das Model S Plaid kommt auf ähnliche Werte.

Innenraum und Bedienkonzept

Im Innenraum setzt Ferrari auf eine Kombination aus digitalen Anzeigen und haptischen Bedienelementen, um den sportlichen Charakter zu bewahren. Im Gegensatz dazu verfolgt Tesla einen minimalistischen Ansatz mit einem zentralen Touchscreen als Hauptbedienelement. Diese unterschiedlichen Philosophien spiegeln sich auch in der Zielgruppe wider: Während Tesla eher technikaffine Käufer anspricht, bleibt Ferrari seiner Tradition treu und bietet ein Fahrerlebnis, das an klassische Sportwagen erinnert.

Marktstrategie und Zielgruppe

Mit einem Grundpreis von etwa 550.000 Euro positioniert sich der Luce klar im Luxussegment. Ferrari verfolgt dabei eine sogenannte Multi-Energy-Strategie: Bis zum Jahr 2030 sollen Elektroautos nur einen Anteil von etwa 20 Prozent an der Modellpalette ausmachen, während Verbrenner und Hybride weiterhin dominieren werden. Der Luce soll dabei keine bestehenden Modelle ersetzen, sondern neue Kunden ansprechen, die Wert auf Luxus und Performance legen.

Kritik und öffentliche Wahrnehmung

Die Einführung des Luce hat sowohl Lob als auch Kritik hervorgerufen. Während einige Fans das futuristische Design feiern, bemängeln andere den Verlust des typischen Ferrari-Sounds und die Abkehr von traditionellen Werten wie dem V12-Motor. Auch in sozialen Medien sorgte das Modell für hitzige Diskussionen – einige sehen im Luce ein mutiges Statement für die Zukunft, andere bezeichnen ihn als Fehltritt.

Bedeutung für den deutschen Markt

Für deutsche Käufer spielt neben der Performance auch die Alltagstauglichkeit eine wichtige Rolle. Mit einer Reichweite von über 500 Kilometern und schnellen Ladezeiten erfüllt der Luce diese Anforderungen weitgehend. Dennoch bleibt abzuwarten, ob sich das Modell gegen etablierte Konkurrenten wie Porsche Taycan oder Tesla Model S durchsetzen kann.

Fazit