Noch verstecken Folien nahezu die komplette Karosserie. Die Proportionen des Serienmodells lassen sich jedoch bereits erkennen. Auffällig sind die flach gezeichneten Scheinwerfer, die kurze Front und die insgesamt deutlich reduzierte Formensprache der Neuen Klasse. Der Erlkönig trägt noch provisorische Front- und Heckleuchten. Deren endgültiges Design dürfte BMW erst in einer späteren Phase der Erprobung zeigen. Bereits seriennah wirken dagegen die Karosserie sowie die aerodynamisch gestalteten Räder, die bereits von anderen Neue-Klasse-Prototypen bekannt sind.
Das neue i4 Cabrio bleibt ein klassischer Zweitürer mit vier Sitzplätzen im 2+2-Layout und setzt wie das heutige 4er-Cabrio auf ein Stoffverdeck. Die Türen fallen entsprechend länger aus, das Verdeck zeichnet natürlich eine leicht andere Dachlinie nach und präsentiert sich mit einer breiten "C-Säule". Gen Heck läuft es sanft aus und verfügt über ein schmales Fenster. Der Heckabschluss zeigt eine deutlich größere Kofferraumklappe als bei der Limousine, darunter wird neben dem Gepäck auch das elektrische Verdeck platziert.
Stoffverdeck spart Gewicht
Gegenüber einem versenkbaren Hardtop spart diese Bauweise Gewicht, benötigt weniger Platz und lässt mehr Kofferraumvolumen übrig. Gerade bei einem Elektroauto spielt jedes Kilogramm eine Rolle. Der Hochvoltakku im Fahrzeugboden erhöht das Fahrzeuggewicht bereits deutlich. Ein Stoffverdeck hilft, zusätzliche Masse zu vermeiden.
Mit dem Modell baut BMW die Neue-Klasse-Familie weiter aus. Nach dem iX3 folgen die i3 Limousine, der i3 Touring sowie der bereits angekündigte elektrische M3. Das i4 Cabrio gehört wie der iX4 als SUV-Coupé zu den nächsten Derivaten der neuen Elektroplattform.
Kaum Konkurrenz für das neue BMW Cabrio
Das Angebot an vollelektrischen Cabriolets ist nach wie vor klein. Zu den wenigen Serienmodellen gehören derzeit der MG Cyberster und das Maserati GranCabrio Folgore.
Gleichzeitig bleibt BMW seiner offenen 4er-Baureihe treu. Während zahlreiche Hersteller Cabrios in den vergangenen Jahren aus Kostengründen aus dem Programm genommen haben, setzen die Münchener die Baureihe künftig auch mit Elektroantrieb fort.
Technik kommt aus der Neuen Klasse
Technisch dürfte sich das i4 Cabrio eng am neuen i3 orientieren. Die Neue-Klasse-Plattform setzt auf eine 800-Volt-Architektur und Rundzellen-Batterien der sechsten Generation. Zum Marktstart des i3 bietet BMW zunächst den 50 xDrive mit zwei Elektromotoren, 345 kW (469 PS) und bis zu 645 Nm Drehmoment an. Die Batterie speichert rund 109 kWh und ermöglicht nach WLTP eine Reichweite von bis zu 900 Kilometern.
Dank der 800-Volt-Technik sind Ladeleistungen von bis zu 400 kW möglich, wodurch sich in zehn Minuten Energie für bis zu 400 Kilometer nachladen lässt. Für das i4 Cabrio sind zudem weitere Antriebsvarianten zu erwarten. BMW wird dem Vernehmen nach das i4 Cabrio Ende 2027 vorstellen. Der Marktstart wird im Laufe des Jahres 2028 erwartet.












