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Ford flexible Elektro-Plattformen
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Ford Maverick Lightning: Kleiner Elektro-Pick-up

Ford Maverick Lightning Wann kommt der kleine Elektro-Pick-up?

Die E-Version des F-150 ist noch nicht auf der Straße, da geistert schon der nächste E-Pick-up durchs Netz. Der Elektro-Maverick kommt. Aber wann? Und wie?

Die Orderbücher des flammneuen Ford F-150 Lightning sind knallvoll. Jetzt müssen die Amerikaner den ersten elektrischen Großserien-Pick-up nur noch gebaut bekommen. Das wird, vor dem Hintergrund von knappen Batterie-Ressourcen und schwer verfügbaren Halbleitern, ganz sicher kein Spaziergang. Glaubt man aber Ford-Chef Jim Farley, führt an elektrischen Pick-ups kein Weg vorbei. Da überrascht es kaum, dass Farley in einem Interview mit der New York Times bereits den nächsten Elektro-Pritschenwagen angekündigt hat: den elektrischen Ford Maverick. Der kleine Bruder des auch bei uns angebotenen Ford Explorer solle, so Farley, zu einer ganzen Modellfamilie ausgebaut werden. E-Variante inklusive.

Der Maverick wird in Mexiko gebaut

Also ein Ford Maverick Lightning? Das mag man bei Ford nicht weiter kommentieren. Und auch zu weiteren Details gibt es keinerlei Informationen. Aber mit Blick aufs aktuelle und künftige Technik-Setup von Ford lohnen sich ein paar Spekulationen. Spannend ist vor allem die Frage, welchen technologischen Unterbau Ford für einen Elektro-Maverick nutzen könnte. Die Verbrenner-Variante, die grundsätzlich nur als Hybrid zu haben ist, steht auf der globalen Plattform C2, die für Kompakt-Modelle entwickelt wurde. Auf ihr bauen unter anderem der Ford Escape (hierzulande als Ford Kuga bekannt), unser Ford Focus oder der Ford Bronco Sport auf. Zusammen mit dem Letztgenannten rollt der Maverick im mexikanischen Werk Hermosillo vom Band. Die Plattform ist ausgelegt für Front- und Allradantrieb. Aber eben nicht für einen batterieelektrischen Antrieb. Was nicht heißt, dass die C2 kein Elektro kann. Das zeigt der Elektro-Mustang Ford Mach-E, der auf einer massiv umgebauten C2-Plattform basiert.

Ford flexible Elektro-Plattform
Ford
Zwei neue Elektro-Plattformen sollen bei Ford künftig die gesamte Angebotspalette (in den USA) abdecken. In Europa nutzt man auch den Elektro-Baukasten MEB von Volkswagen.

Pick-up auf Mach-E-Basis?

Also, Option 1: Ein Elektro-Maverick basiert auf der für den Mustang Mach-E umgebauten Plattform C2. Das Problem: der Preis. So ein Maverick kostet als Verbrenner unter 20.000 Dollar. Die E-Variante darf maximal 30.000 Dollar kosten, weil es ab rund 40.000 Dollar ja schon den dramatisch größeren F-150 Lightning zu kaufen gibt. Für einen Kampfpreis ist die umgebaute C2-Plattform wahrscheinlich schlicht zu teuer.

2022 Ford Maverick Kompakt-Pickup
Larry Chen
Der neue Ford Maverick sortiert sich unterhalb des auch bei uns angebotenen Pick-ups Raptor ein und kostet in den USA weniger als 20.000 Dollar.

Pick-up auf der neue GE2-Plattform?

Dann: Plattformwechsel. Vor wenigen Wochen hat Ford angekündigt, dass alle künftigen E-Modelle auf zwei Plattformen aufbauen werden: der GE2 und der TE1. Letztere orientiert sich am Nachfolger des Ford F-150 Lightning und den ganzen Fullsize-Trucks und -SUV, die es in Europa nicht zu kaufen gibt. GE2 dient als Unterbau für die Midsize-Modelle, zu denen auch der Ford Raptor gehört. Option 2: Der Elektro-Maverick basiert auf der neuen Ford-Elektro-Plattform GE2. Klingt logisch, hat aber einen Haken: Für den Maverick ist die GE2 theoretisch zu groß.

Ford Kompakt EV
Alternative Antriebe

Pick-up mit VW-Unterbau?

Bleibt eine 3. Option. Ford nutzt für den Maverick Lightning gar keine eigene Plattform, sondern setzt auf den bei Volkswagen eingekauften Modularen Elektro-Baukasten (MEB), auf dem in Köln als erstes Projekt ein kompakter Elektro-Crossover entstehen soll. Dass der kein Einzelkind bleiben soll, haben die Kölner von Anfang an betont. Außerdem wird der Standort Köln in den nächsten Jahren für viel Geld zu einem Elektromobilitäts-Standort umgebaut. Dort könnten dann auch locker Elektro-Pick-ups für den Weltmarkt vom Band rollen.

Fazit

Dass sich Ford früh darauf festlegt, auch den Maverick als Elektro-Version ins Rennen schicken zu wollen, zeigt, wie konsequent die Amerikaner versuchen, sich ein starkes Elektro-Standbein aufzubauen. Dennoch werden die nächsten zwei, drei Jahre nicht ganz so einfach. Weil die neuen Plattformen noch nicht ganz fertig sind und die alten Verbrenner-Plattformen nur mit großem Aufwand umgerüstet werden können. Das kostet Entwicklungsgeld. Und Marge. Mal sehen, für welche Option sich Ford beim Maverick mit E-Antrieb entscheidet.

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