Mercedes-Benz baut das Angebot für den neuen Elektro-Van VLE weiter aus. Nachdem der VLE 300 seit April 2026 bestellbar ist, ergänzen nun zwei neue Ausstattungslinien das Programm. Mit AMG Line und AMG Line Plus sowie zusätzlichen Sitz- und Ausstattungsoptionen will der Hersteller den VLE noch stärker auf unterschiedliche Einsatzbereiche zuschneiden – vom Familienfahrzeug bis zum exklusiven AMG-Shuttle.
Zwei neue AMG-Ausstattungslinien
Künftig steht der Mercedes VLE neben der Serienausstattung und der Linie Exclusive auch mit AMG Line und AMG Line Plus zur Verfügung. Beide Varianten setzen vor allem optische Akzente. Zur AMG Line gehören unter anderem ein eigenständiger AMG-Kühlergrill, sportlich gestaltete Stoßfänger, 20-Zoll-AMG-Leichtmetallräder sowie Aluminium-Zierelemente im Innenraum. Optional lässt sich die Ausstattung um ein Night-Paket mit zusätzlichen schwarzen Exterieurdetails ergänzen.
Die AMG Line Plus geht noch einen Schritt weiter. Sie kombiniert zahlreiche Designelemente in Hochglanzschwarz und Dark Chrome mit 21-Zoll-AMG-Rädern. Im Innenraum kommen unter anderem Sportsitze mit roten Kontrastnähten, rote Sicherheitsgurte sowie Zierelemente in Carbon-Optik zum Einsatz. Der Aufpreis beträgt 2.656,68 Euro für die AMG Line beziehungsweise 6.093,40 Euro für die AMG Line Plus (jeweils inklusive Mehrwertsteuer).
Mehr Freiheit bei der Konfiguration
Neben den neuen Designpaketen erweitert Mercedes auch die Individualisierungsmöglichkeiten. Die Ausstattungslinie Exclusive kann jetzt wahlweise mit Premium- oder Premium-Plus-Paket kombiniert werden. Letzteres ergänzt unter anderem ein Head-up-Display sowie den MBUX Superscreen. Auch das Panoramadach Sky View lässt sich nun unabhängig von bestimmten Ausstattungspaketen bestellen.
Neu im Programm sind außerdem elektrisch verstellbare Premium-Komfortsitze im Fond mit Sitzheizung und Armlehnen. Zusätzlich wächst das Angebot bei den Sitzkonfigurationen: Erstmals ist der VLE auch als Achtsitzer erhältlich. Damit deckt das Modell künftig Varianten mit fünf bis acht Sitzplätzen ab.
Pkw statt Transporter
Mit dem VLE verfolgt Mercedes-Benz einen anderen Ansatz als bei der bisherigen V-Klasse. Das Modell soll sich bewusst als Pkw positionieren und nicht als klassischer Transporter. Das Kürzel VLE steht dabei für ein Van-Modell auf E-Klasse-Niveau, während der künftig darüber positionierte VLS die Rolle einer elektrischen Großraumlimousine im S-Klasse-Segment übernimmt.
Dazu erhält der VLE einen eigenständigen Rohbau und eine vom Nutzfahrzeugprogramm unabhängige Designsprache. Auch der Innenraum orientiert sich deutlich stärker an den aktuellen Pkw-Modellen der Marke. Das Cockpit übernimmt das bekannte Display-Layout mit digitalem Kombiinstrument und großem Zentraldisplay. Je nach Ausstattung ist außerdem der MBUX Superscreen verfügbar, der sich über die gesamte Armaturentafel erstreckt.
VAN.EA-Plattform mit 800-Volt-Technik
Technisch basiert der VLE auf der neuen VAN.EA-Plattform (Van Electric Architecture), die ausschließlich für batterieelektrische Modelle entwickelt wurde. Das 800-Volt-System soll kurze Ladezeiten ermöglichen. Als Energiespeicher dient eine Batterie mit 115 kWh netto nutzbarer Kapazität.
Mercedes spricht von einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Für den Schnellladevorgang von zehn auf 80 Prozent sollen rund 20 Minuten ausreichen. In leistungsstärkeren Varianten sind zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von bis zu 400 kW (544 PS) vorgesehen. Zum Einsatz kommt dabei der neue eATS-2.0-Antrieb mit Zweiganggetriebe und Siliziumkarbid-Inverter.
Auch bei der Fahrdynamik setzt Mercedes auf Pkw-Technik. Optional ist eine Hinterachslenkung erhältlich, deren Hinterräder bis zu sieben Grad einschlagen können. Dadurch verkleinert sich der Wendekreis trotz einer Fahrzeuglänge von über fünf Metern auf 10,90 Meter. Der Mercedes VLE 300 startet unverändert bei 77.895,97 Euro.







