Im Gegensatz zu gestickten oder gedruckten Logos besteht das betreffende Emblem aus massivem Metall. Dieses Material nimmt laut der Berichterstattung von autoblog.com die Wärme der Sonneneinstrahlung auf und speichert sie. Wer im Sommer schon einmal einen Schlüssel aus Metall in der Sonne vergessen hat und dann angefasst hat, kennt dieses Problem.
Auf den AMG-Sitzen entsteht ein lokaler Hitzepunkt, der eine deutlich höhere Temperatur, als das umliegende Leder oder Alcantara erreicht. Eine der Klägerinnen gibt an, das Emblem habe einen brandmalartigen Abdruck in Form des Logos auf ihrer Haut hinterlassen.
Hersteller soll von Risiko gewusst haben
Die Klageschrift wirft Mercedes-Benz vor, von der potenziellen Gefahr gewusst zu haben. Dennoch habe der Hersteller das Design beibehalten und die Fahrzeuge weiterhin mit den metallischen Emblemen ausgestattet. Die Kläger fordern Schadensersatz und streben den Status einer Sammelklage an. Noch sind die Vorwürfe gerichtlich nicht bestätigt.
Der Fall rückt ein kleines Detail im Innenraum in den Fokus, das im Kontrast zum hohen Entwicklungsaufwand für AMG-Antriebe und Fahrwerke steht. Laut des Berichts von autoblog wirft der Rechtsstreit die Frage auf, wie scheinbar kosmetische Bauteile auf ihre Sicherheit geprüft werden. Die Kläger fordern Schadensersatz. Mercedes wird im weiteren Verlauf des Verfahrens die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten.












