In Europa ist MG derzeit gleich mit zwei MG4-Versionen am Start, die sich technisch deutlich voneinander unterscheiden. In China ergänzt der Hersteller das MG4-Portfolio jetzt um eine weitere Variante. Der MG4X wandelt die MG4-Formel in ein Crossover-Format um. Damit soll der Kompakte auch im beliebten SUV-Segment wildern.
Klassisches Kompakt-Format
Die Abmessungen bewegen sich entsprechend im Konkurrenzumfeld von BYD Atto und Kia EV3, aber auch VW ID.4. Der MG4X kommt auf eine Länge von knapp 4,40 Meter, eine Breite von 1,84 Meter und eine Höhe von 1,55 Meter. Der Radstand wird mit 2.750 Millimeter angegeben. Das Gewicht soll bei rund 1,5 Tonnen liegen.
Beim Design, das auf klassische SUV-Elemente setzt, hebt sich der MG4X deutlich von seinen Steilheckbrüdern ab. Die Frontpartie ziert das markentypische beleuchtete Logo, ergänzt durch ein neues durchgehendes Lichtband zwischen den LED-Scheinwerfern. Große seitliche Belüftungsöffnungen, die über einen schmalen Gittersteg verbunden werden, rahmen ein trapezförmiges unteres Kühlermaul ein. In der Seitenansicht verbindet eine markante Sicke entlang der Gürtellinie die ausgestellten Radläufe vorne und hinten. Die Flanken zeigen deutliche Einzüge, eine ansteigende Linie in den Türen sorgt für Dynamik. Die Überhänge fallen knackig aus. Am Heck, von dem es noch keine Bilder gibt, sind durchgehende Rückleuchten im Design des aktuellen MG4-Schrägheckmodells zu erwarten.
Der Innenraum bleibt bislang noch verborgen. MG spricht aber von einem smarten Cockpit mit umfangreicher Vernetzung und einem großen Touchscreen. Die Assistenzsysteme, die in Zusammenarbeit mit Horizon Robotics entwickelt werden, sollen in dieser Klasse neue Maßstäbe setzen.
Antrieb mit Feststoffbatterie
Beim vollelektrischen Antrieb zeigen sich die Chinesen ebenfalls noch zurückhaltend. Klar ist, dass der SUV auf der neuen E3-Plattform aufbaut, die bislang nur Vorderradantrieb bietet. Der MG4X soll, zumindest in der Basisversion, mit einer Semi-Solid-State-Batterie vom Typ Anxin ausgerüstet werden, die eine höhere thermische Stabilität bieten und vor allem bei kalten Temperaturen weniger Reichweite verlieren soll. Die maximale Reichweite des rund 54 kWh großen Energiespeichers prognostiziert MG mit 510 Kilometern nach dem chinesischen CLTC-Zyklus. Nach europäischen WLTP-Kriterien dürften davon knapp 420 Kilometer übrig bleiben.
Ob der MG4X nach seinem Marktstart in China auch den Sprung nach Europa schafft, ist bislang nicht bekannt. In der alten Welt würde er sich unterhalb des MGS5 EV einordnen. Hier haben die Chinesen bislang nur den MG ZS im Angebot, der allerdings nur mit Verbrenner respektive Hybridantrieben zu haben ist.







