Mini Electric im Fahrbericht

Ab 2020 mit lokal emissionsfreiem Fahrspaß

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Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört: Mini elektrifiziert den Zweitürer unter freundlicher Mithilfe der BMW-i3-Antriebstechnik – allerdings mit Vorderradantrieb.

Alles schon mal dagewesen – auch ein elektrischer Mini: 2008 startete eine Flotte aus 600 Autos zur großflächigen Praxiserprobung der Technik des BMW i3. So richtig seriennah war die Chose nicht, der Akku zum Beispiel thronte hinter den Vordersitzen und verdrängte damit die Rückbank.

Beim Serienmodell, das ab November 2019 in Oxford produziert wird und Anfang 2020 zu den Kunden kommt, sieht das anders aus, obwohl der Mini erneut i3-Technik nutzt. Diesmal steckt der t-förmige flüssiggekühlte Akku mit rund 38 kWh Nettokapazität im Unterboden. Also in etwa dort, wo bei den Verbrennern die Abgasanlage verläuft. Da die Zellen sowohl stehen als auch liegen, baut der E-Mini etwas höher als seine Geschwister. Um die nötige Bodenfreiheit zu erhalten, legte man die Karosserie 1,5 Zentimeter höher. Optisch kaschieren das modifizierte Front- und Heckteile sowie leicht veränderte Radläufe.

Fahreindrücke vom elektrifizierten Mini 47 Sek.

Der Fahrspaß? Ziemlich elektrisierend

Und technisch? Da passten die Ingenieure das Fahrwerk mit der aufwendigen Multilenker- Hinterachse in der Kinematik an und justierten es zudem auf das um circa 130 Kilogramm höhere Gewicht. Vorteil: der niedrige Schwerpunkt und die nunmehr fast gleichmäßige Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Weiterer Pluspunkt: die erhöhte Steifigkeit, unter anderem wegen der verstärkten A-Säulen. Man hat ja schließlich einen Handling-Ruf zu verlieren, zumal der E-Mini im direkten Vergleich zum Cooper S steht. Auch leistungsmäßig, denn dessen 192 PS sowie 280 Newtonmeter aus dem Zweiliter-Turbo stehen rund 184 PS und 270 Newtonmeter des Hybrid-Synchronmotors im E gegenüber – allerdings vom Start weg und stufenlos.

Das ergibt ein ziemlich saftiges Beschleunigungserlebnis. Wuchtig zieht er los, Traktionsprobleme oder Antriebseinflüsse verhindert eine neue elektronische Regelung namens ARB. Sie kann die E-Maschine viel schneller regeln, als das bei Verbrennern möglich ist. So zieht der Mini mit Schmackes aus der Kurve, lenkt auch unter Last noch präzise mit dem markentypischen Lenkgefühl.

Im Gegensatz zum Organspender i3 ist die Rekuperation zweistufig wählbar. Entweder funktioniert sie über das Fahrpedal mit deutlicher Verzögerung beim „Gaswegnehmen“ oder lässt den 1.350-Kilo-Mini eher rollen. Gerade für Novizen ist Letzteres angenehmer. Die Verzögerung übernimmt ansonsten die aus dem Cooper S bekannte Bremsanlage. Neu ist dagegen das volldigitale Anzeigeinstrument im Cockpit, das bei unserer ersten Fahrt jedoch noch unter einer Filzmatte verborgen blieb. Nicht verborgen blieb uns dagegen der markentypische Handlingspaß.

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Fazit

Wenn der Mini doch eh meistens in der Stadt gefahren wird, warum nicht gleich elektrisch? Also: Ab 2020 liefert der Zweitürer Fahrspaß auf Wunsch auch lokal emissionsfrei. Spannend!

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Technische Daten
Mini Cooper S E
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3850 x 1727 x 1564 mm
KofferraumvolumenVDA 211 bis 731 l
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h
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