Neuer BMW iX5: Datenblatt enthüllt 150-kWh-Akku beim 60xDrive für XXL-Reichweiten

Neuer BMW iX5 (2027)
150-kWh-Akku, erste Details zum BMW iX5 enthüllt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.04.2026
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Ein auf der US-Website der Environmental Protection Agency (EPA) veröffentlichtes Dokument dürfte aktuell für schlechte Stimmung in den Chefetagen von BMW sorgen. Denn noch geheime technische Daten sind über ein konkretes Datenblatt ins Internet gelangt. Es handelt sich um den sogenannten "Common Section"-Teil, der allgemeine Informationen zu Testgruppen, Fahrzeugparametern und technischen Spezifikationen für die Zulassung bei den US-Behörden (EPA und CARB) enthält. Darin finden sich zahlreiche technische Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellten Elektromodellen von BMW. Besonders detaillierte Einblicke liefert die Tabelle auf Seite 9 des Dokuments, in der der iX5 60 xDrive aufgeführt ist.

Leistungsdaten und Antrieb

Demnach setzt BMW beim elektrischen X5 auf einen Dual-Motor-Allradantrieb mit 184 kW an der Vorderachse und 240 kW hinten. Zusammen ergibt sich eine Systemleistung von bis zu 424 kW (rund 577 PS). Das maximale Drehmoment liegt bei über 800 Newtonmetern, verteilt auf 305 Nm vorne und 500 Nm hinten. Zum Vergleich: Der ebenfalls gelistete iX3 50 xDrive kommt auf 123 kW vorne und 240 kW hinten, weist jedoch geringere Drehmomentwerte auf. Daraus lässt sich schließen, dass es sich trotz ähnlicher Leistungsdaten um unterschiedliche Motoren handelt.

Batterie mit enormer Kapazität

Besonders bemerkenswert sind die Angaben zur Batterie des kommenden BMW iX5. Laut Dokument beträgt die Bruttokapazität gigantische 147,8 kWh. Zieht man – wie bei anderen BMW-Modellen üblich – etwa vier Prozent ab, ergibt sich eine geschätzte Nettokapazität von rund 142 kWh. Damit würde der iX5 über den bislang größten Energiespeicher in einem BMW-Elektroauto verfügen. Das ist vor allem deswegen erstaunlich, weil BMW beim Generationswechsel des X5 weiter die flexible CLAR-Architektur setzt, die auch Diesel-, Benzin- oder Plug-in-Antriebe möglich macht.

Die Informationen im Dokument gehen sogar noch tiefer in die Technik. Die Batterie besteht demnach aus 960 zylindrischen Zellen und arbeitet mit einer Spannung von rund 704 Volt. Bei einer Kapazität von 210 Amperestunden ergibt sich auch rechnerisch die genannte Energiemenge. Anders als bei i5 oder i7 setzt BMW beim kommenden iX5 also auf ein perfomanteres 800-Volt-System, das auch bei den Ladeleistungen mit dem iX3 (bis 400 kW) mithalten dürfte.

Auffällig ist zudem, dass kein klassischer Modulaufbau mehr verwendet wird – stattdessen setzt BMW offenbar auf ein sogenanntes Cell-to-Pack-Konzept, wie es bereits für die "Neue Klasse" angekündigt wurde – und das, obwohl der X5 keinesfalls als reines Elektroauto konstruiert ist. Ein Vergleich mit dem iX3 50 xDrive zeigt: Auch dort kommen 960 Zellen zum Einsatz, allerdings mit geringerer Kapazität pro Zelle. Das deutet darauf hin, dass im iX5 eine neue Zellgeneration mit deutlich höherer Energiedichte verwendet wird.

Reichweite und Einordnung

Konkrete Angaben zur Reichweite enthält das EPA-Dokument nicht. Angesichts der enormen Batteriekapazität dürfte der iX5 jedoch sehr große Distanzen ermöglichen. Selbst unter Berücksichtigung der größeren Bauform und des höheren Gewichts könnte die Reichweite mindestens auf dem Niveau des iX3 50 xDrive liegen, der rund 800 Kilometer erreicht. Erstmals könnte im BMW-Kosmos mit einer solchen XXL-Batterie theoretisch auch die 1.000er-Kilometer-Marke geknackt werden.

Weitere Modelle geleakt

Neben dem iX5 nennt das Dokument auch weitere bislang nicht offiziell bestätigte Fahrzeuge. Dazu zählen unter anderem neue 40-xDrive-Varianten von i3, iX3 und iX4, die mit 123 kW vorne und 195 kW hinten sowie einer Batterie mit rund 97 kWh ausgestattet sein sollen. Auch ein neuer BMW iX4 wird erwähnt, der als sportlichere Alternative zum iX3 positioniert sein dürfte. Zusätzlich taucht ein i3 40 xDrive mit reduzierter Batteriekapazität auf, der unterhalb der stärkeren Version eingeordnet werden soll.

Nicht alle Daten im Dokument erscheinen jedoch vollständig plausibel. So werden etwa einige Verbrennermodelle mit offensichtlich fehlerhaften Angaben zu Zylinderanordnung und Hubraum aufgeführt. Entsprechend sollten einzelne Werte mit Vorsicht interpretiert werden.

Fazit