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Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic Mercedes
Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic
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Neuer Mercedes-AMG EQS (2022) kommt mit 761 PS

Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic (2022) auf der IAA Sportlich-elektrisch mit mehr als 700 PS

IAA

Mercedes bringt 2022 den EQS auch als besonders starke AMG-Version auf den Markt. Jetzt feiert der Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic auf der IAA seine Premiere.

Die elektrische S-Klasse EQS wurde eben erst präsentiert, da stehen schon die Derivate in den Startlöchern. Neben der luxuriösen Maybach-Version des EQS gesellt sich auch eine AMG-Ausführung dazu, die mit 761 PS das Performance-Modell darstellt. Dazu hat AMG das Modell in Sachen Antrieb, Fahrwerk, Bremse und Sound angepasst.

Antrieb

Auf der EVA2-Plattform treiben je ein permanent erregter E-Motor die vordere beziehungsweise hintere Achse an. Die Grundleistung von 484 kW (658 PS) sowie 900 Nm Drehmoment steigt mit "AMG Dynamic Plus" im "Race Start"-Modus mit Boostfunktion auf 560 kW (761 PS).

Bloch erklärt Mercedes EQS
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Für die Leistung der E-Motoren sind unter anderem neue Wicklungen, stärkere Ströme sowie eine modifizierte Ansteuerung via Inverter und eine selbst entwickelte Software verantwortlich. Darüber hinaus passt AMG die Kühlung an und verbaut einen zusätzlichen Getriebeölkühler, der zudem bei Kaltfahrt das Getriebeöl erwärmt.

Fahrleistungen

Der Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic beschleunigt seine 2.655 Kilogramm in 3,8 Sekunden auf Tempo 100, mit Dynamic Plus sind es sogar 3,4 Sekunden. Top-Speed ist bei 220 bzw. 250 km/h erreicht. Die Reichweite des Stromsportwagens beträgt zwischen 526 und 580 Kilometer nach WLTP.

Technische Daten Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic

E-Maschinen Zwei permanenterregte Synchronmaschinen (PSM)
Max. Antriebsleistung* 484 kW / 560 kW
Max. Abtriebsmoment Getriebeausgang* 950 Nm / 1.020 Nm
Antrieb Vollvariabler Allradantrieb AMG Performance 4-Matic +
Beschleunigung 0-100 km/h* 3,8 s / 3,4 s
Höchstgeschwindigkeit* 220 km/h / 250 km/h
Akku-Energieinhalt, nutzbar (WLTP) 107,8 kWh
Nennspannung 396 V
Max. Rekuperationsleistung 300 kW
Onboard-Lader (Serie/Option) 11/22 kW
Max. DC-Ladeleistung 200 kW
Stromverbrauch kombiniert (WLTP) 23,9-21,5 kWh/100 km
CO2-Emissionen (WLTP) 0 g/km
Effizienzklasse A+
Reichweite (WLTP) 526 - 580 km
Gewicht fahrfertig5 2.655 kg
cw-Wert ab6 0,23
* (ohne / mit AMG-Dynamic-Plus-Paket)

Batterie

Der 400-Volt-Akku verfügt wie beim EQS 580 über einen Energiegehalt von 107,8 kWh. Allerdings hat AMG den Leitungssatz sowie das Batteriemanagementsystem für eine bessere Effizienz angepasst. An Schnellladestationen lädt der EQS-AMG mit bis zu 200 kW Gleichstrom, nach 15 Minuten ist Saft für 300 Kilometer nachgefüllt. An öffentlichen Ladestationen oder zuhause kann mit bis zu 22 kW Wechselstrom getankt werden (optional).

Ein Batteriezertifikat bescheinigt dem Akku eine Lebensdauer von zehn Jahren oder bis zu 250.000 Kilometer. Um den Alterungsprozess der Batterie zu verlangsamen ist unter anderem die Funktion "Ladeunterbrechung" implementiert. Sie erlaubt es in frei wählbaren Zeiträumen das Laden zu unterbrechen oder zu aktivieren (z.B. bei günstigerem Nachtstromtarif).

Mercedes EQS SPERRFRIST 15.04.21 18 Uhr Collage Aufmacher
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Über drei Stufen kann der Mercedes-AMG EQS 53 Energie über das Bremsen zurückgewinnen. Die Fahrerin oder der Fahrer stellt die Stufen am Lenkrad ein und ruft bis zu 300 kW Rekuperationsleistung (EQS 580: 290 kW) ab.

Übrigens: Im Akku ist der Kobalt-Anteil auf zehn Prozent reduziert, Nickel, Kobalt und Mangan kommen im Verhältnis 8:1:1 vor.

Fahrwerk

Wie beim zivilen EQS ist auch der AMG mit einer Vierlenker-Achse vorne sowie einer Raumlenkerachse hinten ausgerüstet. Das AMG Ride Control+-Fahrwerk beinhaltet eine Luftfederung, verbunden mit einer adaptiven, elektronisch angesteuerten Verstelldämpfung. Und auch hier haben die AMG-Ingenieure und Ingenieurinnen Hand angelegt und alle Komponenten, die für die Fahrdynamik wichtig sind, überarbeitet. Zudem wurde die Technik der Druckbegrenzungsventile aus dem AMG GT4-Türer übernommen.

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Serienmäßig verfügt das Modell über eine Hinterachslenkung mit einem Lenkwinkel von bis zu 9 Grad. Bei Tempi unter 60 km/h lenken die hinteren Räder entgegengesetzt, darüber in die gleiche Richtung wie die Vorderräder.

Fahrprogramme

Fünf Fahrstufen stehen zur Auswahl, um den AMG EQS je nach Vorliebe zu konfigurieren. "Glätte", "Comfort", "Sport", "Sport+" und "Individual" beeinflussen Antriebs- und Leistungscharakteristik, Fahrwerkseinstellung, Lenkung aber auch das AMG Dynamics und den AMG Sound Experience. Wobei die Fahrstufen "Sport" und "Sport +" für Performance ausgelegt sind, "Comfort" auf Reichweite getrimmt ist.

Bremse

Für eine adäquate negative Beschleunigung sorgen eine Verbundbremsanlage mit Sechskolben-Bremssätteln und Bremsscheiben der Dimension 415 x 33 Millimeter an der Vorderachse sowie Einkolben-Bremssätteln und Scheiben der Größe 378 x 22 Millimeter an der Hinterachse. Optional gibt es eine Keramik-Verbundbremsanlage vorn mit Bremsscheiben im Format 440 x 40 Millimeter.

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Sound

Um ein AMG-Feeling außen und innen im ansonsten fast geräuschlosen AMG-EQS zu bieten, sorgen ein Soundsystem mit speziellen Lautsprechern, Shakern und ein Soundgenerator für die richtige Geräuschkulisse – und zwar in den Arten "Authentic" oder "Performance".

Exterieur

AMG hat den EQS in seinem Sinn umgestaltet. Der Black Panel-Grill kommt mit chromfarbenen Querstreben daher und zeigt sich neben dem integrierten Mercedes-Stern mit einem AMG-Schriftzug. Der vordere Stoßfänger ist in Wagenfarbe lackiert. Der Frontsplitter ist in Chrom ausgeführt, Flics und Finnen leiten die Luft in die expressiv gezeichneten Luftöffnungen.

An der Seite fallen die neuen Schwellerverkleidungen auf, die in Schwarz ausgeführt sind. Dazu zieren Leichtmetallräder im Aero- oder Heritage-Design die Radhäuser. Sie gibt es in 21 oder 22 Zoll Größe. Das Heck zeigt sich mit einem aerodynamisch optimierten Diffusor mit sechs Finnen und einem im Vergleich zur AMG Line größeren Heckspoiler.

Interieur

Innen bleibt es bei dem Hyperscreen mit dem Infotainmentsystem MBUX wie bei den anderen EQS-Modellen. AMG-spezifisch sind Anzeigen im Kombiinstrument sowie auf dem Multimedia- und dem Head-up-Display. Für den direkten Zugriff auf die Fahrprogramme gibt es in der Mittelkonsole eine entsprechende Taste. Ansonsten macht AMG beim EQS das, was AMG auch bei den konventionell angetriebenen Fahrzeugen macht. Es gibt spezielle Sportsitze mit eigenen Bezügen und Kontrastziernähten. Instrumententräger und Bordkanten sind in Imitat-Leder mit Narbung und roter Ziernaht gehalten.

Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic
Mercedes
Der Hyperscreen ist aus dem EQS bekannt, in der AMG-Version gibt es spezifische Anzeigen.

Des Weiteren verbaut AMG schwarze Mikrofaser ebenfalls mit roten Nähten zum Beispiel an den Türfeldern. Die Fahrerin oder der Fahrer greifen in ein Sportlenkrad in Leder mit perforierten Griffbereichen und unten abgeflachtem Kranz. Silberfarbene Alu-Paddles steuern die Rekuperationsstufen zusätzlich zu dem Lenkradtasten. Die Füße arbeiten auf Sportpedalen und ruhen auf Fußmatten mit AMG-Logo. Die Einstiegsleisten weisen ebenfalls den beleuchteten Schriftzug auf, die Cover können gewechselt werden.

Optionen

Zahlt der Kunde für das AMG Dynamic Plus-Paket, so erhält er für seinen AMG-EQS den kraftvollen Boost und die Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h (siehe technische Daten in der Tabelle oben). Außerdem rennt der Stromer schneller von Null auf 100 Sachen. In Sachen Sound gibt es im Programm "Performance" drei Geräusch-Einstellungen.

Das Night Paket Dark Chrom hält zusätzlich rote Bremssättel, AMG-Zierelemente und Sitzbezüge in Leder mit anderer Sitzgrafik bereit. Außerdem ist die Keramik-Bremsanlage gegen Aufpreis verfügbar. Der optionale "Track Pace" ist eine Art virtuellen Renningenieur, der die Fahrt auf der Rennstrecke erfasst und im Multimedia-Display, im Head-up-Display und im Kombiinstrument anzeigt.

Umfrage

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Ist der EQS die bessere S-Klasse?
Ja, weil moderner und emotionaler.
Nein, für eine S-Klasse viel zu polarisierend.

Fazit

Mercedes bringt nicht nur die elektrische S-Klasse auf den Markt. Nein, sie diversifiziern auch noch den EQS so, wie man es von den konventionell angetriebenen Modellen kennt. Heißt: Neben einer Maybach-Version darf auch AMG seine Interpretation des EQS an den Start bringen. Und zwar mit ordentlich AMG-Chichi und fetter Leistung.

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