Der britische Sportwagenbauer Lotus, der zum chinesischen Geely-Imperium gehört, stellt sich komplett neu auf. Wohin die Reise in der nahen Zukunft geht, haben die Briten in der neuen Strategie "Focus 2030 for Lotus" jetzt vorgestellt.
Die Strategie basiert auf vier Kernsäulen: Stärkung der Marke, einer Multi-Antriebsstrang-Strategie, enger Zusammenarbeit mit Partnern und finanzieller Disziplin. Sie markiert einen bedeutenden Neustart für die Marke.
Vom E-Antrieb zum V8-Hybrid
Ebenfalls Teil dieser Strategie ist die Rückkehr ins Supersportwagensegment, das man mit dem Ende des Lotus Esprit vor langer Zeit verlassen hat. Möglich machen soll das Comeback die Serienversion des Type 135, der bei Lotus schon lange in der Entwicklung ist. Bislang sollte der allerdings als reines Elektromodell kommen. Einen Ausblick auf das angedachte Serienmodell lieferte das Konzept Theory 1, das im Herbst 2024 vorgestellt wurde. Vorgesehen war seinerzeit ein rein elektrischer Allradantrieb mit gut 735 kW (1.000 PS) Leistung.
Vom rein elektrischen Konzept hat man sich aber nun verabschiedet. Vielmehr soll die Hauptpower aus einem klassischen V8-Verbrenner kommen, der im Type 135 mit Elektrokomponenten zu einem Hybrid kombiniert wird. Nähere Angaben zur Umsetzung macht Lotus noch nicht, verspricht aber mehr als 1.000 PS. Die Produktion des Supersportwagens soll in Europa erfolgen; weitere Details werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben. In den Markt starten soll die Serienversion des Type 135 dann bereits 2028.
Motor von AMG oder Horse
Da im ganzen Geely-Konzernverbund derzeit kein V8-Triebwerk im Einsatz ist, darf über dessen Herkunft spekuliert werden. Denkbar sind zwei Ansätze. Lotus könnte, wie für den Emira bereits kolportiert, den AMG-V8 adaptieren. Zu AMG haben die Briten über den im Emira verbauten Turbo-Vierzylinder bereits einen guten Draht. Alternativ könnte aber auch der gerade erst vorgestellte Horse-V6-Motor als Basis dienen. Der ließe sich konzeptionell leicht um zwei weitere Zylinder strecken. Für den Einsatz als Hybridantrieb ist der V-Motor bereits ausgelegt.
Mit einem entsprechenden Supersportwagen würde sich Lotus sofort zurück in die Liga von Ferrari, Lamborghini, Aston Martin und Co katapultieren.












