Facelift Audi Q4 E-Tron Sportback: 2026er Modellpflege im ersten Test

Audi Q4 E-Tron Facelift im Fahrbericht
Elektro-SUV mit neuen inneren Werten

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 25.06.2026
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Ein paar kleinere Updates hat der Q4 e-tron seit seiner Premiere vor fünf Jahren bereits hinter sich, jetzt gibt es mit der Modellpflege für 2026 eine umfangreiche Auffrischung. Die spiegelt sich aber vor allem bei den inneren Werten, denn außen ändert sich optisch nicht sehr viel. Dafür liefert Audi ein komplett neues Cockpit, Feintuning beim Antrieb und neue Strom-Funktionen.

Nach wie vor wird der SUV Q4 E-Tron vom SUV-Coupé Sportback begleitet, den wir in der heckgetriebenen Performance-Variante zum ersten Rendezvous ausgeführt haben. Bedeutet: An der Hinterachse wirkt hier die neueste Version des APP550-Motors aus dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB), der 545 Newtonmeter und 210 kW Antriebsleistung verwaltet. Als Effizienz-Doping wurde die Leistungselektronik (rund 10 Prozent Effizienz-Zuwachs) und das Antriebsgetriebe (neues Leichtlauföl) überarbeitet, das soll laut Audi ein Reichweiten-Plus von bis zu 32 Kilometer je nach Ausführung bringen.

Umgestaltete Front

Kurz noch tief ins Gesicht geschaut: Der Einsatz des Single-Frame-Grills ist ab sofort in Wagenfarbe (drei neue gibt es) lackiert, die Lichtsignatur der LED-Tagfahrlichter lässt sich über das MMI in vier verschiedenen Varianten individualisieren. Neue Schürzen vorne wie hinten gibt es obendrauf, diese machen die Neuauflage um 15 Millimeter länger.

Viel mehr getan hat sich vor dem Lenkrad. Das leicht zerklüftete Cockpit-Layout des Vorgängers weicht einem cleanen Look mit Instrumenten- und Multimedia-Display in einem gemeinsamen, leicht gebogenen Gehäuse und als Nettigkeit für längere Touren gibt es jetzt ein optionales Touch-Display auf der Beifahrerseite.

In der neu gestalteten Mittelkonsole ist die Schalteinheit nach hinten gewandert und macht so Platz für gleich zwei Smartphone-Ladeplätze, die nicht nur gekühlt, sondern auch serienmäßig sind. An Ablagen geizt Audi ohnehin nicht, rund 25 Liter Volumen bieten die zahlreichen Staufächer. Besonders clever dabei sind die Fächer für Trinkflaschen in den Türen auf Höhe der Armlehnen, eine tolle Lösung.

Display-Landschaft

Die Instrumentenanzeige im "MMI Panoramic Display" ist als einteilige quere Fläche mit (teils sehr klein) eingeblendeten Infos ausgeführt, in der Hauptfläche des Displays lässt sich bei der Navigation auch eine komplette Kartendarstellung einblenden. Das MMI-System mit seinen Funktionen ist in kürzester Zeit verinnerlicht und logisch aufgebaut, lediglich die kleinen Piktogramme zur Funktionsauswahl verlangen nach genauem Blick. Dass mit dem Facelift auch die komplette Klima-Bedienung ins Display wanderte, ist nicht unbedingt ein Fortschritt. Eine gesonderte Erwähnung verdient das optionale Head-up-Display mit "Augmented Reality", das beispielsweise dynamisch animierte Richtungspfeile in die Scheibe spiegelt; sehr fesch.

Mit den 285 PS im Heck geht es erfrischend, aber nicht brutal nach vorne, die Leistung ist im positiven Sinne ausreichend. Druck gibt es reichlich, Überholmanöver schnupft der Performance-Q4 lässig weg, auf der Autobahn fällt bei 180 km/h die elektronische Schranke. Mit seinem guten Fahrkomfort und dem geringen Innengeräusch empfiehlt sich der Q4 als Reisewagen und zuvorkommender Partner im Tagesgeschäft, die supersportliche Gangart überlässt er lieber anderen.

Q4 als Powerbank

Eine neue Funktion gibt es obendrauf, die Nutzung der Traktionsbatterie als Stromquelle. Als erster Elektro-Audi beherrscht der neue Q4 E-Tron bidirektionales Laden. Über eine Steckdose im Kofferraum oder einen Adapter für die Ladesteckdose lässt sich 230-Volt-Wechselstrom mit bis zu 3,6 kW bereitstellen und damit Lade- oder Arbeitsgeräte betreiben. Damit taugt der Q4 auch als Powerbank für die heimische Immobilie.

Selbst lädt der Q4 E-Tron unterschiedlich. Je nach Akkugröße und Motor-Performance fließt der Strom mit zwischen 160 kW (Basismodell) und 185 kW (Q4 E-Tron Quattro Performance) durch das Schnellladekabel. Der gefahrene Performance mit Heckantrieb tankt mit maximal 165 kW.

Marktstart und Preis

Der neue Q4 E-Tron kann bereits bestellt werden. Preislich geht es bei 47.500 Euro für das Basismodell mit Heckmotor los, den Performance-Hecktriebler gibt es ab 53.500 Euro, mit dem 220 kW starken Quattro darf man ab 55.900 Euro fahren und 59.900 Euro ist der Startpreis für den Quattro Performance mit 250 kW und 5,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Für die Sportback-Variante werden jeweils 1.950 Euro Aufpreis fällig.

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