Audi, Haas und Williams verärgern Fans: Das sollte so nicht erlaubt sein!

Audi, Haas und Williams verärgern Fans
Das sollte so nicht erlaubt sein!

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.02.2026
Als Favorit speichern

Bis die Lackierung eines neuen Formel-1-Autos abgesegnet ist, vergehen mehrere Monate. Viele verschiedene Interessen müssen beim Design berücksichtigt werden. In den letzten Jahren waren es vor allem die Ingenieure, die aus Gewichtsgründen nachdrücklich auf eine Lack-Diät gepocht haben. Die Folge waren große dunkle Sichtcarbon-Flächen an den Autos.

Hier ist die FIA mittlerweile eingeschritten. 55 Prozent der Außenhaut müssen laut dem 2026er-Reglement mit Farbe oder Aufklebern bedeckt sein. Wegen der radikalen Reduzierung des Mindestgewichts um 30 Kilogramm ist davon auszugehen, dass alle Autos genau am Limit der neuen Design-Vorschriften liegen.

Nach dem ersten Blick quer durch das Feld kann man die Maßnahme durchaus als Erfolg werten. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist wieder deutlich mehr Farbe im Spiel. Die Autos lassen sich dadurch besser unterscheiden. Vor allem an den Flügel-Elementen ist nun wieder mehr Lack zu erkennen.

Ferrari SF-26 - Präsentation - Formel 1 - 2026
Ferrari

Ferrari ändert das Farbdesign

Wie genau die einzelnen Flächen bemalt werden, entscheidet am Ende meist die Marketing-Abteilung. Verschiedene Töne werden bei unterschiedlichen Lichtbedingungen aus allen möglichen Perspektiven gegeneinander getestet. Wichtig ist hier nicht nur, dass die Farben im Fernsehen möglichst immer gleich rüberkommen, sondern dass die Kontraste stimmen.

Neben dem hohen Wiedererkennungswert ist ein weiterer entscheidender Punkt die Lesbarkeit der Sponsoren-Logos. Hier sind in der Regel möglichst hohe Kontraste gewünscht. Deshalb tragen die Autos meistens auch einen sehr hellen oder einen sehr dunklen Grundton.

Für einen klaren Look sollten möglichst wenig verschiedene Farbtöne zum Einsatz kommen. Vor der Saison machte der Marketing-Chef von Audi-Hauptsponsor Revolut mit der Aussage Schlagzeilen, dass das blaue HP-Logo aus Designaspekten nicht gut zur roten Grundfarbe des Ferrari passt. Offenbar hat man das auch in Maranello erkannt. Das HP-Logo an der Motorhaube wurde jetzt beim SF-26 auf eine große weiße Fläche gepinselt.

Audi R26 - Airbox-Finne - Formel 1 - 2026
Audi

Grünes Logo stört das Bild

Bei Audi sollte man sich mit derartiger Kritik vielleicht besser zurückhalten. Für den cleanen Look, mit den flächig verteilten Farbtönen Schwarz, Titan und Rot gab es bei der ersten Vorstellung vergangenen November viel Beifall. Doch in die Präsentation des fertigen Designs mit den Sponsorenlogos Ende Januar in Berlin mischten sich auch kritische Töne. Das grün-gelbe BP-Logo auf der Airbox-Finne störte das Bild.

Beim BP-Logo waren die Farben aber nicht der einzige Aspekt, der in den sozialen Medien zu negativen Reaktionen führte. Die meisten anderen Teams nutzen die breiten Airbox-Segel dazu, die Startnummern der Piloten gut lesbar für das Publikum abzubilden. Das war in der Vergangenheit sogar eine offizielle Vorschrift, damit die Fans an der Strecke die einzelnen Fahrer leichter identifizieren können.

Williams FW48 - Airbox-Finne - Formel 1 - 2026
Williams

Aston zeigt Design noch nicht

Aktuell müssen die Startnummern aber nur auf der Frontpartie angebracht werden. Also haben sich einige Teams dafür entschieden, die prominenten Flächen hinten an der Motorhaube an Sponsoren zu verkaufen. Bei Audi bekommt wie erwähnt Benzin-Partner BP den Platz, bei Williams klebt hier das Logo von Wilkinson und bei Haas zieht sich der Gazoo-Racing-Schriftzug von der Airbox bis zum hinteren Rand der Verkleidung.

Im Fall von Haas ergibt sich wenigstens noch ein stimmiger Look. Bei Williams wirkt das kleine Logo auf der Finne etwas verloren, auch wenn wenigstens die Farbe nicht negativ ins Auge springt. Bei Audi passt gar nichts. Noch nicht gesehen haben wir die Lösung von Aston Martin. Der Newey-Renner war bisher nur im nackten Carbonkleid komplett ohne Sponsorenaufkleber und Startnummern unterwegs.

Fazit