Power Ranking GP Australien 2022: Ferrari zu stark

Power Ranking GP Australien 2022 Ferrari in einer eigenen Liga

GP Australien 2022

Bis zum Samstag des GP Australien war die WM noch ein Zweikampf. Im Rennen fuhr Charles Leclerc in einer eigenen Liga. Der Ferrari-Pilot konnte machen was er wollte. Sein Ferrari streichelte die Reifen und war trotzdem Red Bull haushoch überlegen.

Nach der Qualifikation stellten sich alle auf das dritte Duell Charles Leclerc gegen Max Verstappen ein. Der Ferrari-Pilot hatte sich zwar mit 0,286 Sekunden Vorsprung recht deutlich die Pole Position geholt, doch in seinem Windschatten standen beide Red Bull und weit und breit kein zweiter Ferrari. Am Sonntag sorgte Leclerc schnell für klare Verhältnisse. Auf den Medium-Reifen fuhr er seinen Verfolgern um 8,3 Sekunden davon, auf den harten Sohlen bis zu Verstappens Ausfall um 7,2 Sekunden.

Leclerc und sein Ferrari waren in einer eigenen Liga unterwegs. Sie schonten die Reifen besser als die Konkurrenz, sie brachten sie aber auch schneller auf Temperatur. Die Red Bull wirkten von Anfang an verwundbar, auch wenn Verstappen am Freitag noch den besten Longrun gefahren war. Die Ingenieure bauten immer wieder die Fahrzeugbalance um, was in vielen kleinen Fehlern der Fahrer mündete. Ferrari blieb sich immer treu. Und der F1-75 scheint kugelsicher zu sein. Verstappen verzeichnete schon den zweiten Ausfall im dritten Rennen.

George Russell - GP Australien 2022
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Mercedes treibt erfolgreich Schadensbegrenzung. Das Ergebnis ist der zweite Platz in der Weltmeisterschaft.

Mercedes schlägt schnellere Autos

Auf eine Runde hatte Mercedes Mühe. Die Reifen wollten erst nach vier Runden in ihr Arbeitsfenster kommen. Deshalb spulten Lewis Hamilton und George Russell in der Qualifikation Longruns ab, um es ins Q3 zu schaffen. Trotzdem stand ein McLaren vor den Mercedes-Piloten. Und Fernando Alonso wäre vor den Silberpfeilen gestartet, hätte ihn nicht ein Defekt im Q3 in die Reifenstapel geschickt.

Was in der Qualifikation eine Schwäche war, wurde für Mercedes am Renntag zur Trumpfkarte. Das Setup war auf Reifenschonen ausgelegt. Der linke Vorderreifen blieb am Leben. Das konnte sonst nur Ferrari. Die McLaren-Piloten absolvierten ein solides Rennen und räumten 18 Punkte ab. Die hatte sich auch Alpine erträumt, doch die Franzosen verschenkten erneut eine Chance, mit beiden Autos zu punkten. Alonso wurde vom zehnten Startplatz mit einer Risikostrategie ins Rennen geschickt, die in dem Moment zerplatzte als das Safety-Car in der 23. Runde auf die Strecke ging. Aus Alonsos Sicht mindestens 15 Runden zu früh.

Alfa-Sauber und Alpha Tauri schafften es wieder in die Top Ten, aus denen Haas überraschend herausfiel. Die Ingenieure fanden kein Setup, das die Reifen anheizt und trotzdem schont. Man entschied sich fürs Schonen und war langsam. Williams feierte einen Punkt mit einer Alles-oder-Nichts-Strategie und erstaunlich schnellen Rundenzeiten auf alten harten Reifen. Damit rutscht Aston Martin auf den letzten Platz. Gewonnen hat die britische Marke nur die Unfall-Wertung.

Sebastian Vettel - GP Australien 2022
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Aston Martin erlebte ein desaströses Rennwochenende in Australien.

Power Ranking GP Australien 2022

Hier unser Power Ranking zum Melbourne-Rennen im Kurzüberblick. Den detaillierten Formcheck zu allen zehn Teams finden Sie wie immer in der Galerie.

  1. Ferrari (1)
  2. Red Bull (2)
  3. Mercedes (3)
  4. Alpine (4)
  5. McLaren (8)
  6. Alfa Romeo (6)
  7. Alpha Tauri (7)
  8. Haas (5)
  9. Williams (10)
  10. Aston Martin (9)

*Position nach dem GP Saudi-Arabien

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