In der vergangenen Saison war Fernando Alonso in der Formel 1 noch mit Mercedes-Motoren unterwegs. Doch das wird sich dieses Jahr ändern. Sein Aston-Martin-Team switcht 2026 auf Honda-Triebwerke um. Privat setzt der Spanier aber auch weiterhin auf die Stern-Marke aus Stuttgart. In der Winterpause hat sich Alonso einen besonders exklusiven Silberpfeil in die Garage gestellt – einen Mercedes CLK GTR.
In den sozialen Netzwerken sind natürlich sofort Bilder von der ersten Ausfahrt mit dem neuen Schmuckstück aufgetaucht. Die silberne Flunder schaffte es selbst im etwas verrückten Stadtbild von Monte Carlo schnell, die Blicke auf sich zu ziehen – und das lag nicht nur am prominenten Rennfahrer hinter dem Lenkrad. Die Passanten am Straßenrand zückten reihenweise ihre Handys, als das brachiale Hypercar grollend durchs Fürstentum rollte.
Dass es sich nicht nur um eine Probefahrt mit einem Leihwagen handelte, wurde beim Blick auf das Nummernschild klar. Fernando Alonso ließ sich bei der monegassischen Zulassungsstelle das Kennzeichen mit der Zahlenkombination "1414" für seinen Gebrauchtwagen reservieren. Formel-1-Fans wissen natürlich, dass der Pilot die "14" auch traditionell als Startnummer auf der Rennstrecke verwendet.
Mercedes baut nur 28 Exemplare vom CLK GTR
Für die engen Gassen von Monaco wurde der Mercedes CLK GTR Ende der 1990er Jahre eigentlich nicht entwickelt. Ursprünglich diente der nur 1,16 Meter hohe Straßensportwagen als Homologationsmodell für den Renn-Prototyp, der in der FIA-GT-Meisterschaft und damit auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum Einsatz kam. Am Ende entschieden sich die Mercedes-Verantwortlichen dazu, ein paar mehr Exemplare zu bauen, als eigentlich nötig waren.
Trotzdem gehört der CLK GTR zu den exklusivsten Sportwagen der Automobilgeschichte. Von der straßenzugelassenen Version wurden lediglich 28 Exemplare gefertigt: zwei Prototypen, 20 Coupés und sechs offene Cabrio-Versionen. Beim Auto von Alonso handelt es sich um die Version mit festem Dach über dem Kopf. Der Wert des seltenen Stücks wird auf bis zu zehn Millionen Euro geschätzt.

Mit dem Aston Martin Valkyrie hat Alonso noch einen weiteren V12-Straßensportler in der Garage stehen.
Le-Mans-Renner in der Monaco-Rush-Hour
Die Leistungsdaten können sich auch knapp 30 Jahre nach Fertigung noch sehen lassen. Unter der Haube des Carbon-Renners werkelt ein V12-Motor mit sieben Liter Hubraum. 612 PS wuchtet der Sauger auf die Hinterachse. Dank Kohlefaser-Monocoque bringt das Le-Mans-Geschoss lediglich 1.440 Kilogramm auf die Waage. Der Hunderter-Sprint soll damit in 3,8 Sekunden erledigt sein.
Die Höchstgeschwindigkeit wird offiziell mit "mehr als 320 km/h" angegeben. Das lässt sich in der Rush-Hour von Monte-Carlo aber wohl nur schwer verifizieren. Der CLK GTR ist übrigens nicht das einzige Hypercar in der Alonso-Garage. Wenn ihm der Mercedes mal zu langweilig wird, kann der Aston-Martin-Werkspilot einfach in seinen kaum weniger brachialen Valkyrie umsteigen. Der hat natürlich auch einen V12-Motor.





