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GP Aserbaidschan: Schumacher im Ersatz-Chassis

Schumacher im Ersatz-Chassis „Risiko im Mittelfeld nötig“

GP Aserbaidschan 2022

Mick Schumacher erlebte in Monaco den zweiten schweren Unfall der Saison. Der Schaden betrug mehr als eine Million US-Dollar. Das Chassis kann zwar repariert werden, in Baku sitzt Schumacher aber erstmal im Ersatz-Monocoque. Der 23-jährige Deutsche rechtfertigt sein Risiko.

Eigentlich sollte in der zweiten Saison seiner Formel-1-Karriere alles besser werden. Wie das auch in der Formel 3 und der Formel 2 der Fall war. Da holte sich Mick Schumacher jeweils im zweiten Jahr den Meistertitel. So weit konnte man in der Formel 1 nicht gehen. Doch es sollten regelmäßig Punkte herausspringen, was schon wie kleine Siege wären. Haas hat sein Versprechen dazu eingelöst. Der US-Rennstall hat ein Auto gebaut, das schnell genug fürs Q3 und die Top 10 im Rennen ist.

Schumacher kann das Potenzial jedoch nicht umsetzen. In sechs Rennen gab es nichts Zählbares. Einen Grand Prix erlebte er von der Seitenlinie. In Jeddah hatte er seinen Haas im zweiten Teil der Qualifikation unsanft abgelegt. Der Pilot pausierte, die Mechaniker reparierten.

Unfall ohne große Vorwarnung

Es war nicht der einzige Unfall. In Miami kollidierte Schumacher auf dem Weg zu den ersten WM-Punkten mit Landsmann Sebastian Vettel. In Monaco verunfallte er ausgangs der Schwimmbadschikane. Sein Haas zerschellte in zwei Teile. "Der Unfall selbst und das Ergebnis waren seltsam. Es kam wie aus dem Nichts, ohne große Vorwarnung", meint Schumacher.

"Der Unfall selbst passierte, weil ich in Kurve zwölf ein bisschen weit gekommen bin. Durch die nasse Stelle sind mir die Reifen rechts abgekühlt. In der Schikane habe ich das Auto darauf falsch platziert. Ich war vielleicht zehn Zentimeter neben der Linie, bekomme durchdrehende Räder, drehe mich halb weg, versuche zu retten und fliege ab." Ein paar Zentimeter: Das ist in der Formel 1 der feine Unterschied zwischen "Durchkommen und Abfliegen".

Für die Haas-Mechaniker bedeutete der Abflug die nächste Extra-Schicht. Unter anderem die Aufhängungen und Flügel, das Bodywork, der Unterboden und das Getriebegehäuse nahmen Schaden. Der US-Rennstall beziffert die Summe auf über eine Million US-Dollar. Wenigstens konnte das Chassis gerettet werden. Es war dasselbe, das der 23-Jährige bereits in Jeddah an den Rand des Totalschadens gebracht hatte. In Baku sitzt er vorerst im Ersatz-Chassis. Das Jeddah-Monaco-Monocoque soll dann wieder in England zurückkehren.

Haas - GP Aserbaidschan - Baku - Formel 1 - Donnerstag - 9.6.2022
ams
Mick Schumacher fährt in Baku im Ersatz-Chassis. Das kaputte Monocoque von Monaco kann repariert werden.

Schumacher nicht gestresst

Eine Entschuldigung, gerichtet an seine Haas-Mannschaft, kam Schumacher in seiner Medien-Runde am Donnerstag in Baku nicht über die Lippen. Der Pilot rechtfertigte sich vielmehr. "Um zu punkten, muss man immer ein gewisses Risiko eingehen. Im Mittelfeld geht es so eng zu, da entscheidet jedes Zehntel. Wenn du da kein Risiko eingehst, bist du auf Platz 15. Wenn es sich auszahlt, kannst du das Mittelfeld anführen."

Nach dem verkorksten Rennwochenende gab es natürlich Gespräche bei Haas. "So kann er jedenfalls nicht weitermachen", mahnt Teamchef Guenther Steiner. "Das weiß er auch. In der Mauer zu landen, ist auch nicht gesund." Gleichzeitig zeigt der Südtiroler Verständnis. "In diesem Sport gibt es starken Wettbewerb. Und es ist leicht, ein bisschen über das Limit zu schießen und viel Kleinholz zu produzieren – gerade auf Strecken wie Jeddah, Monaco oder hier in Baku."

Jeder Unfall und jedes weitere Wochenende erhöht den Druck auf den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher. Sohn Mick lässt ihn sich zumindest äußerlich nicht anmerken. "Klar habe ich Druck. Und ich starte, ihn auf andere Weise umzusetzen." Er will den Druck ins Positive drehen. So wie zu Zeiten der Formel 3 und Formel 2.

Schumacher erinnert sich selbst daran, dass er auch damals Zeit brauchte, bis er ins Rollen kam. Bis es Klick machte. So spielt er den Punktevorteil des Teamkollegen herunter. Kevin Magnussen liegt mit 15:0 vorn. "In der Formel 2 hatte mein Teamkollege ebenfalls einen guten Saisonstart. Dort habe ich es im Lauf der Saison auch zu meinen Gunsten gedreht." Damit bezieht er sich auf das Prema-Duell gegen Robert Shwartzman. Nachsatz: "Ich bin nicht gestresst."

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