Racing Bulls zeigt den Look des VCARB03: Neuer Motor und neuer Fahrer für 2026

Präsentation Racing Bulls VCARB03
Im Schatten des großen Bruders

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.01.2026
Als Favorit speichern

Eine neue Ära in der Formel 1 beginnt 2026 nicht nur für das Red-Bull-Team, auch die Nachwuchsschmiede Racing Bulls steht vor einer neuen Zeitrechnung. Nach acht Jahren mit Honda-Power im Heck, gibt es für das Team aus Faenza ebenfalls den in Milton Keynes entwickelten Red-Bull-Antrieb.

Die Elektro-Unterstützung von Ford sorgte dafür, dass man wie Red Bull beim Ford-Saison-Launch in Detroit (15.1.) dabei sein durfte. Sowohl Red Bull als auch Racing Bulls zeigten ihre neue Lackierung für die kommende Spielzeit. Und als kleiner Bruder gehörte in Detroit die meiste Aufmerksamkeit logischerweise dem Top-Team aus England, das 2026 wieder den Titel holen will.

Seit 2024 tritt das B-Team offiziell unter dem Namen Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team an. Zuvor warb der zweite Rennstall des Energy-Drink-Herstellers für das Modelabel Alpha Tauri. Ursprünglich begann die Nachwuchstruppe aber als Scuderia Toro Rosso.

Neben einer Präsentation und den Zielen für 2026 gab es aber auf technischer Seite noch nicht viel zu sehen. Als Autos dienten sogenannte Show Cars, die nichts mit den Rennwagen gemeinsam haben werden. Auf den an die Pressevertreter verschickten Renderings waren schon mehr Details zu erkennen.

Bilder verraten erste Details

Die Aufnahmen aus dem Studio zeigen unter anderem eine breitere Airbox, als auf dem Show Car in Detroit. Bereits im letzten Jahr war diese eckig, diese Saison ist sie noch mehr in die Breite gewachsen. Auch die Schlitze der Seitenkästen fallen ins Auge. Sie sind schmaler als bei dem in den USA präsentierten Auto.

Die Nase und der Befestigungssteg beim Seitenspiegel unterscheiden sich ebenfalls. Interessant ist auch der deutlich sichtbare Verstellmechanismus am Frontflügel. Dennoch sollte man die Computerbilder mit Vorsicht genießen. Die vollständigen Technik-Ideen der Designer werden die Fans und Experten erst bei den Testfahrten zu sehen bekommen.

Im ersten Jahr als Racing Bulls erinnerte der Look an die ersten Formel-1-Jahre, die man als Toro Rosso bestritt. Das dunkelblaue Design mit roten und silbernen Akzenten kam bei den Fans gut an. 2025 wagte man etwas völlig anderes und lackierte den Wagen weiß. Das Risiko zahlte sich aus, der VCARB02 galt bei den Fans und im Fahrerlager als eines der schönsten Autos auf dem Grid.

Präsentation - Racing Bulls - Formel 1 - 2026
Red Bull

Optisches Design verändert

Für 2026 bleibt es beim weißen Design, das mit gelben, blauen und roten Akzenten versehen ist. Dabei sind aber vor allem die blauen Farbtupfer großflächiger auf dem Auto platziert. Vermutlich hat Ford mit seiner Unternehmensfarbe hier Einfluss auf den Look genommen.

Bei den Fahrern gibt es nur eine Neuerung. Arvid Lindblad steigt aus der Formel 2 auf. Der Brite gilt als eines der kommenden Talente im Formelsport. Lindblad selbst durchlief das Nachwuchsprogramm von Red Bull. Seit 2021 fördern ihn die Österreicher. "Dieser Moment ist ehrlich gesagt surreal. Als Formel-1-Fahrer bei einem Event wie diesem, an einem so ikonischen Ort, vorgestellt zu werden, ist etwas, das ich nie vergessen werde", freute sich der Teenager.

Der 18-Jährige tritt in große Fußstapfen. Isack Hadjar verließ nach einer starken Rookie-Saison den Rennstall und fährt fortan neben Max Verstappen bei Red Bull. Ein Weg, den auch Liam Lawson ging. Aber nur ganz kurz. Der Neuseeländer wurde für die Saison 2025 befördert, erhielt aber nur in zwei Rennen die Chance, im A-Team zu fahren. Dann musste er zurück zu den Racing Bulls.

Im Laufe des Jahres rehabilitierte sich Lawson und bekommt 2026 eine neue Chance. "Ich bin motivierter denn je, anzugreifen und dabei zu helfen, unser Projekt in Ergebnisse auf der Strecke umzusetzen", zeigte sich der Pilot angriffslustig. Dafür fiel sein alter Kollege Yuki Tsunoda dem Aufstieg Lindblads zum Opfer. Die vergangene Kampagne hatte Tsunoda noch beim Nachwuchsteam begonnen, dann Lawson bei Red Bull ersetzt, aber ebenfalls gegen Verstappen keinen Stich gemacht.

Präsentation - Racing Bulls - Formel 1 - 2026
Red Bull

Starkes Vorjahr legt die Latte hoch

Nach Platz acht in der Konstrukteurs-Wertung 2024 und 46 Punkten verdoppelten die Racing Bulls letztes Jahr ihr Ergebnis und holten den sechsten Platz. Nur Williams war im Mittelfeld zu gut für die kleine Truppe.

Das gute Ergebnis gelang trotz des Verlusts des Teamchefs Laurent Mekies. Die Verantwortlichen zogen den Franzosen während der Saison zu Red Bull hoch, nachdem man sein eigenes Urgestein Christian Horner rausgeworfen hatte.

Als Nachfolger rückte der Ingenieur Alan Permane nach. Mit dem Engländer an der Spitze des Teams wollen die Racing Bulls auch 2026 für Furore sorgen und für regelmäßige Überraschungen in den Top-Ten sorgen. "2026 stellt einen der größten technischen Neustarts dar, die die Formel 1 je erlebt hat, und die Partnerschaft mit Ford ganz am Anfang dieser Reise einzugehen, ist für uns sehr wichtig", ließ sich Permane zitieren.

Das F1-Urgestein bedankte sich auch beim großen Bruder, der die Power Unit mit Ford entwickelt hat: "Wir haben eng mit dem Team zusammengearbeitet und sind stolz auf das, was die Red-Bull-Familie entwickelt hat. Wir freuen uns, in den nächsten Wochen mit unserem Auto auf die Strecke zu gehen."

Fazit