Carlos Sainz - GP Austalien 2022 Wilhelm
Nicholas Latifi - Williams - Formel 1 - GP Australien 2022
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Nicholas Latifi - Williams - Formel 1 - GP Australien 2022 36 Bilder

Melbourne-Quali: Pech und Frust bei Sainz & Alonso

Alonso und Sainz schieben Frust Desaster statt Kampf um Pole

GP Australien 2022

Carlos Sainz und Fernando Alonso hätte in Melbourne um die vorderen Startplätze kämpfen können. Nach einem viel Pech im Qualifying müssen sich die beiden Spanier die fünfte Reihe teilen. Anschließend machten beide ihrem Ärger Luft.

Obwohl Ferrari wieder wieder mit guten Leistungen glänzt, ist es aktuell noch nicht die Saison von Carlos Sainz. In Bahrain und Jeddah kam der Madrilene nicht an das Niveau von Teamkollege Charles Leclerc heran. Erst in Australien hatte er den Dreh mit dem F1-75 endlich raus. In den Freien Trainings lieferten sich die beiden Werksfahrer stets ein enges Duell um die Spitzenplätze.

Doch beim Rennstart am Sonntag liegen plötzlich sieben Konkurrenten zwischen den beiden roten Rennwagen. Der Grund dafür, dass Sainz im Qualifying nur auf Rang neun landete, war gleich ein doppeltes Pech in der letzten K.O.-Runde. Der erste Versuch kam nicht in die Wertung, weil die Rennleitung nur Sekunden vor dem Überqueren der Ziellinie die roten Flaggen schwenken ließ. Damit waren keine Zeietnverbesserungen mehr möglich.

Carlos Sainz - Ferrari - Formel 1 - GP Australien 2022
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Carlos Sainz war nach dem Qualifying äußerst angepisst.

Sainz-Renner will nicht starten

Beim zweiten Anlauf spielte dann die Technik nicht mit. "Wir haben ein Problem mit dem Anlassen des Autos in der Garage gehabt. Ich bin erst drei Minuten später auf die Strecke gekommen als geplant. Dadurch wurde alles sehr hektisch. Ich musste meinen Lauf mit eiskalten Reifen starten. Ich bin sicher, dass ich sonst um die Pole Position gekämpft hätte. Da dürfte mein Ärger nachvollziehbar sein. Dieses Ergebnis ist ein Desaster", schimpfte Sainz.

Einsatzleiter Laurent Mekies entschuldigte sich bei seinem Schützling: "Durch das Problem mussten wir den Plan ändern. Eigentlich sollte Carlos zwei Aufwärmrunden drehen. Weil dafür aber keine Zeit blieb, musste er direkt mit der schnellen Runde beginnen. Wenn man sich auf einen anderen Ablauf eingestellt hat, kann man schnell aus dem Rhythmus kommen. Das ist schade, denn der Speed war eigentlich da."

Sainz verlor schon direkt im ersten Sektor viel Zeit. Am Ende fehlten anderthalb Sekunden auf die Pole-Marke von Teamkollege Leclerc. Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Rennen droht der 27-Jährige im internen Duell nun weiteren Boden zu verlieren. Damit droht Sainz auch schon früh in der Saison zur Nummer zwei im Ferrari-Stall degradiert zu werden.

Fernando Alonso - Alpine - Formel 1 - GP Australien 2022
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Fernando Alonso ist überzeugt, dass er um die ersten Plätze gekämpft hätte.

Alpine auf Pole-Niveau

Auch beim zweiten Spanier im Feld saß der Frust nach dem Qualifying tief. Fernando Alonso war mit seinem Crash in Kurve 11 der Auslöser für die roten Flaggen, die Carlos Sainz den ersten Versuch kosteten. Zunächst sah der Unfall wie ein einfacher Fahrfehler aus. Doch der zweifache Weltmeister rapportierte noch im Cockpit über Funk, dass die Hydraulik nicht mehr mitgespielt hat.

Dadurch gab es plötzlich keine Servo-Unterstützung in der Lenkung mehr und das Getriebe blieb im vierten Gang stecken. Eigentlich hätte Kurve 11 die dritte Schaltstufe verlangt, was beim Verzögerungsprozess geholfen hätte. So rutschte der hellblaue Werksrenner über die Streckenbegrenzung hinaus durch das Kiesbett in die Bande, was eine Bruch des Frontflügels und der linken Vorderradaufhängung nach sich zog.

"Das war wirklich extrem unglücklich. Wäre das Problem 20 Sekunden später in Kurve 1 statt in Kurve 11 aufgetreten, würden wir vielleicht auf Pole Position stehen", ärgerte sich Alonso. Auf die Frage, ob ihm die Technikprobleme Sorgen machen, antwortete der Asturier schnippig: "Es ist nur eine Sorge bei meinem Auto. Das andere scheint okay zu sein."

Fernando Alonso - Alpine - Formel 1 - GP Australien 2022
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Alonso und Sainz müssen aus dem Mittelfeld eine Aufholjagd starten.

Alonso-Pech nur Zufall

Schon in Jeddah war Alonso von der Technik ausgebremst worden. Auf dem Weg zum sechsten Platz versagte eine Wasserpumpe ihren Dienst. In Australien, dem dritten Rennwochenende des Jahres, mussten die Mechaniker nun schon das dritte Motorenpaket auspacken. Strafen zu einem späteren Zeitpunkt der Saison sind damit unausweichlich.

"Es ist schon ein Zufall, dass es immer mein Auto trifft. Und ausgerechnet immer dann, wenn ich gut unterwegs bin. In Bahrain waren wir auf P9 oder P10. Da wäre es egal gewesen, weil es nur einen Punkt gekostet hätte. Aber in Jeddah lief es schon gut und heute wäre mindestens Platz zwei oder drei garantiert gewesen. Deshalb tut es weh. Das war das beste Wochenende seit Jahren für mich. Es ist frustrierend, dass wir es am Ende nicht hinbekommen haben."

Tatsächlich gab es bisher an Ocons Auto keine größeren Technik-Probleme. Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer wollte von den Verschwörungstheorien seines Starpiloten aber nichts hören: "Das erinnert mich an meine Zeit bei Honda. Da hatten wir eine Saison (2004), in der bei Takuma Sato immer die Motoren hochgingen. Aber nicht bei seinem Teamkollegen. So läuft es manchmal. Das ist einfach Pech."

Zum Ärger mit der Technik kommt nun auch noch dazu, dass die FIA im Rennen eine der vier DRS-Zonen entfernen ließ, was die Aufholjagd am Sonntag erschweren dürfte. Verantwortlich für die Aktion war ausgerechnet Fernando Alonso, der nach dem Training Sicherheitsbedenken geäußert hatte. Manchmal läuft es eben einfach nicht.

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