Formel 1 Team - Scuderia Alpha Tauri

Formel 1 Team Scuderia Alpha Tauri

Alpha Tauri ging nach der Saison 2019 aus der Scuderia Toro Rosso hervor. Das Red-Bull-Schwesterteam kopierte zu Beginn stets die Technik des großen Bruders, wurde dann aber immer eigenständiger. Zuletzt wurde wieder verstärkt kooperiert.

WM-Punkte

Berichte

Aktuell F1-Speed-Vergleich 2020 zu 2021 Größte Steigerung bei Alpha Tauri

Wie hat sich der Speed der zehn Teams im Vergleich zur Vorsaison verändert? Wir haben die Zahlen aus den Qualifyings genauer unter die Lupe genommen.

Aktuell Power Ranking GP Türkei 2021 Kampfansage von Ferrari

Ferrari setzt große Hoffnungen in sein neues Hybridsystem. In Istanbul brachte der Antrieb die Scuderia im Power Ranking wieder auf den dritten Platz.

Aktuell Power Ranking GP Russland 2021 Mercedes baut Führung aus

Lange Geraden und langsame Kurven sind das Revier der Silberpfeile. Damit konnte das Weltmeister-Team Platz 1 unseres F1 Power Rankings festigen.

Aktuell Power Ranking GP Italien 2021 Mercedes schlägt wieder zurück

Es geht hin und her ganz vorn im Kräfteverhältnis. Zandvoort ging an Red Bull, Monza wieder an Mercedes. Auch für McLaren ging es aufwärts.

Aktuell Gasly über seinen Highspeed-Crash „Kein schönes Gefühl“

Pierre Gasly flog nach einem Frontflügelbruch spektakulär in der Curva Grande von der Strecke und startet das Rennen jetzt aus der letzten Reihe.

Aktuell F1 Team-Check GP Italien 2021 „George bringt frisches Blut“

Wir haben die zehn Teams am Donnerstag in Monza auf Neuigkeiten abgecheckt. Thema waren vor allem die Fahrerwechsel, die zuletzt bestätigt wurden.

Aktuell Power Ranking GP Niederlande 2021 Red Bull schafft den Konter

Die zweite Saisonhälfte begann mit zwei unterschiedlichen Strecken. Red Bull holte sich in Spa und Zandvoort die Spitze im Power Ranking zurück.

Aktuell Alpha-Tauri-Paarung für 2022 Honda drückt Tsunoda durch

Alpha Tauri geht mit Pierre Gasly und Yuki Tsunoda in die Saison 2022. Während sich Gasly darüber enttäuscht ist, muss Tsunoda damit zufrieden sein.

Aktuell F1-Entwicklung für 2022 Große Reform zur falschen Zeit?

Die F1-Bosse versprechen 2022 noch mehr Action. Doch was kommt auf die Ingenieure zu? Wir haben bei Alpha-Tauri-Technikchef Jody Egginton nachgefragt.

Aktuell Neuer Windkanal für Alpha Tauri Umzug mit Hindernissen

Alpha Tauri hat gerade erst den Windkanal gewechselt. Um verlässliche Ergebnisse zu erhalten, haben sich die Ingenieure einen cleveren Plan überlegt.

Aktuell Power Ranking GP Ungarn 2021 Mercedes wieder die Nummer 1

Kurz vor der Sommerpause hat sich Mercedes wieder an die Spitze unseres Power Rankings gesetzt. Aber nur mit hauchdünnem Vorsprung.

Power Ranking GP England 2021 Mercedes macht Boden gut GP Großbritannien

Mercedes hat in Silverstone aufgeholt, aber Red Bull nicht eingeholt. Der WM-Spitzenreiter hat die Nase auch in unserem Power Ranking immer noch vorn.

Aktuell Neue F1-Generation mit Team-Lackierungen Rennställe zeigen 2022er Autos

Die F1-Teams haben offizielle Bilder des 2022er Autos in den aktuellen Farb-Designs vorgestellt. Wir zeigen Ihnen die nächstjährige Startaufstellung.

Aktuell Das Geheimnis des Honda-Wunders Zwei Jahre Entwicklung in neun Monaten

Honda hat Mercedes in Sachen Motoren-Power überholt. Doch wie war dieser große Leistungssprung möglich? Wir blicken hinter das Honda-Geheimnis.

Aktuell Freud und Leid bei Alpha Tauri Punktediät trotz gutem Auto

Trotz eines starken Autos sind die Verantwortlichen bei Alpha Tauri nicht zufrieden mit dem Saisonstart. Und für 2022 gibt es neue Fragezeichen.

Aktuell Taktik-Check GP Österreich 2021 Zwei Stopps waren ein Reinfall

Beim GP Österreich mussten sich die Strategen zwischen einem und zwei Stopps entscheiden. Im Taktik-Check analysieren wir, welche Variante besser war.

Gasly komplettiert Pokal-Sammlung Alpha Tauri neuer WM-Fünfter GP Aserbaidschan

Nur Red Bull sammelte in Baku mehr Punkte als Alpha Tauri. Durch die 21 Zähler ist das Team auf Kurs, das Saisonziel zu erreichen.

Aktuell F1 Power Ranking GP Monaco 2021 Mercedes verliert die Führung

Mercedes ist seine Führung in der WM los. Auch in unserem Power Ranking zieht Red Bull vorbei. Wir haben die Leistungen aller zehn Teams analysiert.

Aktuell Interview mit Alpha Tauri-Teamchef Franz Tost „Würde Track Limits ignorieren“

Franz Tost ist ein Mann klarer Worte. Im Interview plädiert der Österreicher für einen neuen Ansatz bei der Überwachung der Track Limits.

Aktuell Kampf um die F1-Mittelfeldkrone Wer ist die dritte Kraft?

Hinter Mercedes und Red Bull suchen sechs Team noch ihre Reihenfolge. Das Rennwochenende in Bahrain zeigte noch kein festes Kräfteverhältnis.

Aktuell Kilometer-Meister Alpha Tauri „Ein sehr gutes Mittelfeld-Auto“

Alpha Tauri könnte die Überraschung der Saison werden. Nach gelungenen Tests ist das Team vorsichtig optimistisch. McLaren dürfte aber schneller sein.

Aktuell Bahrain-Test Longrun-Vergleich Red Bull schon in Top-Form

Die ersten Rennsimulationen in Bahrain lassen eine erste Zwischenbilanz zu. Red Bull gibt das Tempo vor. Ferrari muss dagegen noch Zeit finden.

Aktuell Geheimnisse der neuen F1-Autos Neue Rennwagen unter der Lupe

Es lassen sich bereits einige Trends und Detailänderungen an den Formel 1-Autos für 2021 erkennen. Wir nehmen sie in der Analyse unter die Lupe.

Aktuell Technik-Analyse Alpha Tauri AT02 Neue Nase bei Shakedown enthüllt

Auf den ersten Blick ist am Alpha Tauri AT02 nicht viel Neues zu erkennen. Technikchef Jodie Egginton verrät, wo die Ingenieure Hand angelegt haben.

Aktuell Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost im Interview „Liegen 2022 am Limit“

Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost spricht im Interview mit auto motor und sport über die Ziele für 2021 und die Herausforderungen für 2022.

1 2 3 ... 4 ... 6

Alpha Tauri muss in der Formel 1 kleine Brötchen backen. Als Talentschmiede für das große Red-Bull-Team ist der Rennstall aus Faenza traditionell mit begrenzten finanziellen und materiellen Ressourcen ausgestattet. Dennoch konnte der kleine italienische Ableger schon einige Achtungserfolge erzielen.

Unter dem alten Namen Toro Rosso fuhr das Team 2006 seine Premieren-Saison. Es handelte sich damals nicht um einen komplett neuen Rennstall. Nach 20 mehrheitlich erfolglosen Jahren im Minardi-Gewand krempelten die beiden Teamchefs Franz Tost und Gerhard Berger den Laden mit Hilfe von Landsmann und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz um. Gegen den Protest zahlreicher Minardi-Fans wurde das Team in Toro Rosso umbenannt. Quasi als Entschädigung wurde der Rennstall dafür endlich konkurrenzfähig.

Der ganz schnelle Erfolg blieb allerdings aus, was unter anderem am nicht konkurrenzfähigen V10-Cosworth Motor lag, dessen Defizit gegenüber den modernen V8 der anderen Teams im Laufe der Saison immer größer wurde. So schloss die Toro Rosso-Teamleitung für das zweite Jahr einen Deal mit Ferrari über die Lieferung von Kundenmotoren ab.

Doch technische Defekte und Fahrfehler der Piloten standen ersten Erfolgen immer im Weg. Und auch die Teamführung geriet allmählich unter Druck. So entschied man sich zur Saisonmitte 2007 einem jungen deutschen Nachwuchs-Piloten eine Chance zu geben: Ein gewisser Sebastian Vettel ersetzte ab dem Grand Prix von Ungarn den in Ungnade gefallenen Scott Speed.

GP Italien 2008 Vettel
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Sebastian Vettel schaffte 2008 die Sensation. In Monza wurde der Heppenheimer jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten.

Vettel sorgt für ersten F1-Sieg

Schon im fünften Rennen in Japan fuhr der Heppenheimer bis auf Rang drei, crashte in einer Safety-Car-Phase kurz vor dem Ende allerdings in den vor ihm fahrenden Red Bull von Mark Webber. Beide Autos schieden aus. Nur ein Rennen später machte Vettel den Fauxpas wieder gut und erreichte im regnerischen Shanghai auf Rang vier.

2008 sollte dann der ganz große Durchbruch für Toro Rosso folgen. Die ersten fünf Rennen musste das Red Bull-Schwesterteam noch mit dem Vorjahresauto antreten. Erst zum GP Monaco durften das B-Team den neuen von Adrian Newey entwickelten Red Bull einsetzen.Mit dem neuen Auto kam der Erfolg. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Kombination aus neuem Auto, starkem Ferrari-V8-Triebwerk und Sebastian Vettel eine echte Erfolgsformel ist.

Die große Sensation feierte die Truppe aus Faenza ausgerechnet beim Heimrennen in Monza. Nach der ersten Pole-Position für Toro Rosso blieb Vettel auch im verregneten Rennen cool und fuhr als damals jüngster Pilot aller Zeiten zum ersten GP-Sieg des Teams. So viel schon mal vorneweg. Es sollte für die nächsten 12 Jahre der einzige Sieg bleiben.

Max Verstappen & Franz Tost - GP Belgien 2014
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Das kleine Schwesterteam ist die Ausbildungsstätte für Red Bull. Auch Max Verstappen verdiente sich unter Teamchef Franz Tost die ersten Sporen in der Formel 1.

Berger und Vettel verlassen Toro Rosso

Nach dem Abgang von Vettel zum großen Bruder Red Bull verließ auch Gerhard Berger die Kommandobrücke. Seitdem führt Franz Tost die Geschicke des Teams in Eigenregie. Der Tiroler musste 2010 seine Mannschaft ganz neu aufstellen. Nach einer Änderung im Reglement musste der Rennstall sein Auto erstmals selbst konstruieren.

Weil man aber stets im hinteren Mittelfeld herumdümpelte wurde Technikchef Giorgio Ascanelli 2012 durch den ehemaligen Sauber- und Force India-Mann James Key ersetzt. Die große Wende blieb aber auch im Anschluss aus. Trotz starken Piloten wie Jean-Eric Vergne, Sebastien Buemi, Daniel Ricciardo oder Max Verstappen wurde Toro Rosso nie zum regelmäßigen Punktelieferanten oder Podiumskandidaten.

Nach der Umstellung auf die V6-Turbo-Hybrid-Antriebe im Jahr 2016 lagen die Probleme von Toro Rosso oft in der Zuverlässigkeit des Renault-Motors. So entschieden sich die Verantwortlichen den Vertrag mit Renault nach der Saison 2017 zu kündigen und zu Honda zu wechseln. Weil Red Bull nur ein Jahr später den gleichen Schritt vollzog, konnte Toro Rosso wieder von vielen Entwicklungen des Schwesterteams profitieren.

Pierre Gasly - GP Italien 2020
Red Bull
Zwölf Jahre nach Sebastian Vettel feierte Pierre Gasly ebenfalls in Monza den zweiten Sieg für das Team, das mittleweile unter dem Namen Alpha Tauri antrat.

Erfolgreicher Start als Alpha Tauri

2020 entschied die Marketing-Abteilung den Namen Toro Rosso ganz sterben zu lassen. Seitdem tritt der Rennstall unter dem hauseigenen Fashion-Label Alpha Tauri an. Dass es plötzlich auf der Rennstrecke voranging, lag aber vor allem an der neuen Unterstützung aus Milton Keynes. Pierre Gasly und Daniil Kvyat geigten mit den Red-Bull-Teilen regelmäßig im vorderen Mittelfeld herum.

Das große Highlight setzte Gasly beim Rennen in Monza, zwölf Jahre nach dem ersten Sieg des Teams durch Vettel an gleicher Stelle. Mit etwas Safety-Car-Glück feierte der Franzose sensationell den zweiten Erfolg für die Truppe in Faenza. Leider fehlte über das ganze Jahr etwas die Konstanz. Sonst wäre am Ende wohl mehr rausgesprungen als der siebte Platz in der Konstrukteurswertung.

Für 2021 wurde die Kooperation mit Red Bull noch einmal vertieft. Kvyat wurde durch den schnellen Japaner Yuki Tsunoda ersetzt. Kann das kleine Red Bull weiter ganz groß rauskommen?