Formel 1 Team - Scuderia Alpha Tauri

Formel 1 Team Scuderia Alpha Tauri

Alpha Tauri ging nach der Saison 2019 aus der Scuderia Toro Rosso hervor. Das Red-Bull-Schwesterteam kopierte zu Beginn stets die Technik des großen Bruders, wurde dann aber immer eigenständiger. Zuletzt wurde wieder verstärkt kooperiert.

WM-Punkte

Berichte

Aktuell Kampf um die F1-Mittelfeldkrone Wer ist die dritte Kraft?

Hinter Mercedes und Red Bull suchen sechs Team noch ihre Reihenfolge. Das Rennwochenende in Bahrain zeigte noch kein festes Kräfteverhältnis.

Aktuell Kilometer-Meister Alpha Tauri „Ein sehr gutes Mittelfeld-Auto“

Alpha Tauri könnte die Überraschung der Saison werden. Nach gelungenen Tests ist das Team vorsichtig optimistisch. McLaren dürfte aber schneller sein.

Aktuell Bahrain-Test Longrun-Vergleich Red Bull schon in Top-Form

Die ersten Rennsimulationen in Bahrain lassen eine erste Zwischenbilanz zu. Red Bull gibt das Tempo vor. Ferrari muss dagegen noch Zeit finden.

Aktuell Geheimnisse der neuen F1-Autos Neue Rennwagen unter der Lupe

Es lassen sich bereits einige Trends und Detailänderungen an den Formel 1-Autos für 2021 erkennen. Wir nehmen sie in der Analyse unter die Lupe.

Aktuell Technik-Analyse Alpha Tauri AT02 Neue Nase bei Shakedown enthüllt

Auf den ersten Blick ist am Alpha Tauri AT02 nicht viel Neues zu erkennen. Technikchef Jodie Egginton verrät, wo die Ingenieure Hand angelegt haben.

Aktuell Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost im Interview „Liegen 2022 am Limit“

Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost spricht im Interview mit auto motor und sport über die Ziele für 2021 und die Herausforderungen für 2022.

Aktuell Alpha Tauri AT02 für 2021 Neuer Look für Junior-Renner

Alpha Tauri hat sein neues Auto für die Saison 2021 vorgestellt. Vor der neuen Technik wurde aber zunächst nur eine neue Lackierung enthüllt.

Aktuell Großer Formel 1-Teamcheck Wer hat welche Erwartungen an 2021?

Mercedes ist der Favorit, Red Bull der erste Herausforderer. Ferrari will an die Spitze des Mittelfelds. Alle haben die Regelrevolution im Hinterkopf.

Aktuell Der Fünfkampf im Mittelfeld McLarens Trumpf war Ausgeglichenheit

Das wahre Rennen in der Formel 1 fand ab Platz drei statt: Racing Point, McLaren, Renault, Ferrari und Alpha Tauri kämpften um die Bronzemedaille.

Aktuell Exklusiver GPS-Vergleich in Portimao Warum war der Mercedes am schnellsten?

Wo genau gewann Mercedes seine Zeit, und wo verloren die Gegner? Wir durften die GPS-Messungen für die Qualifikationsrunden in Portimão einsehen.

Aktuell Pierre Gasly im Interview „Ich hätte eine Chance gegen Max“

Pierre Gasly über den Monza-Sieg, einen verpassten Anruf vom Präsident, seine Entwicklung als Fahrer und mit dem Team - und die Ziele für 2021.

Aktuell Alpha Tauri zieht Tsunoda hoch Honda hat seinen Japaner

Daniil Kvyat muss sein Cockpit abtreten. Dafür steigt Yuki Tsunoda zu Alpha Tauri auf. Er wird neuer Teamkollege von Pierre Gasly.

Aktuell McLaren und Renault straucheln Materialschlacht im Rennen

Ferrari überraschte die Konkurrenz im Mittelfeld. McLaren und Renault fragten sich nach der Qualifikation zum GP Sakhir, wo ihr Speed geblieben ist.

Aktuell Mittelfeld-Kampf immer enger 0,22 Sekunden entscheiden in Bahrain

Perez erkämpfte sich die Pole im Mittelfeld. Es hätte auch anders ausgehen können. Racing Point, Renault, McLaren und Alpha Tauri sind eng zusammen.

Aktuell Analyse Formel 1-Mittelfeld Verlorene Punkte entscheiden

Racing Point, McLaren, Renault, Ferrari und Alpha Tauri kämpfen um die Bronzemedaille. Was sind die Stärken und Schwächen der fünf Kandidaten?

Aktuell Pierre Gasly in Hochform Perfekte Runde reicht Ricciardo nicht

Pierre Gasly raste in der Imola-Qualifikation auf den vierten Startplatz. Das riecht nach fetten Punkten im Rennen. Ferrari muss in der WM aufpassen.

Aktuell Gasly ist Alpha Tauris Quotenbringer Urteil über Albon am Saisonende

Pierre Gasly ist der Weg zu Red Bull im nächsten Jahr verbaut, weil er für Alpha Tauri der Quotenbringer ist. Alexander Albon muss dagegen zittern.

Aktuell Gasly bleibt bei Alpha Tauri Keine Chance auf Red Bull-Aufstieg

Alpha Tauri bestätigt Pierre Gasly für 2021. Der Franzose soll Red Bulls Schwesterteam auch in Zukunft führen.

Aktuell Der Fünfkampf im F1-Mittelfeld Es geht um 31 Millionen Dollar

Der moderne Fünfkampf im F1-Mittelfeld zwischen McLaren, Racing Point, Renault, Ferrari und Alpha Tauri spitzt sich zu. Wir analysieren die Zahlen.

Aktuell Power Ranking GP Italien 2020 Alpha Tauri trotz Sieg auf sechs

Die Mittelfeld-Teams waren die Stars beim Klassiker in Monza. Wie wirkt sich das verrückte Rennen auf die Reihenfolge in unserem F1 Power Ranking aus?

Aktuell Sensationssieg für Gasly Ein Anruf von Präsident Macron

Pierre Gasly hatte beim GP Italien das Glück des Tüchtigen auf der Seite. Der 24-jährige Franzose bescherte seinem Team den zweiten Sieg überhaupt.

Aktuell Trainingsanalyse GP 70 Jahre F1 Renault greift Red Bull an

Mercedes ist auch in der Hitze schnell. Die Überraschung des ersten Trainingstages waren die Renault, die auf dem Niveau von Red Bull unterwegs waren.

Aktuell Kvyats Silverstone-Crash aufgeklärt Reifen-Problem schon vor Abflug

Der Crash von Daniil Kvyat hatte seinen Ursprung nicht in einem Fahrfehler. Die Onboard-Kameras zeigen ein Reifen-Problem direkt vor dem Abflug.

Aktuell Verstoß gegen Funkverbot-Regel Hat Alpha Tauri Haas verpfiffen?

Wer gab der FIA den Tipp, der zur Strafe gegen Magnussen und Grosjean in Ungarn führte. Haas glaubt, dass man von Alpha Tauri verpetzt wurde.

Aktuell Imola wirbt für Formel 1-Rückkehr Erste Upgrades am Red Bull

Red Bull stimmt sich in Silverstone auf den Saisonstart ein. Alpha Tauri war in Imola unterwegs. Die Rennstrecke wirbt für einen Grand Prix.

1 2 3 ... 4 ... 5

Alpha Tauri muss in der Formel 1 kleine Brötchen backen. Als Talentschmiede für das große Red-Bull-Team ist der Rennstall aus Faenza traditionell mit begrenzten finanziellen und materiellen Ressourcen ausgestattet. Dennoch konnte der kleine italienische Ableger schon einige Achtungserfolge erzielen.

Unter dem alten Namen Toro Rosso fuhr das Team 2006 seine Premieren-Saison. Es handelte sich damals nicht um einen komplett neuen Rennstall. Nach 20 mehrheitlich erfolglosen Jahren im Minardi-Gewand krempelten die beiden Teamchefs Franz Tost und Gerhard Berger den Laden mit Hilfe von Landsmann und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz um. Gegen den Protest zahlreicher Minardi-Fans wurde das Team in Toro Rosso umbenannt. Quasi als Entschädigung wurde der Rennstall dafür endlich konkurrenzfähig.

Der ganz schnelle Erfolg blieb allerdings aus, was unter anderem am nicht konkurrenzfähigen V10-Cosworth Motor lag, dessen Defizit gegenüber den modernen V8 der anderen Teams im Laufe der Saison immer größer wurde. So schloss die Toro Rosso-Teamleitung für das zweite Jahr einen Deal mit Ferrari über die Lieferung von Kundenmotoren ab.

Doch technische Defekte und Fahrfehler der Piloten standen ersten Erfolgen immer im Weg. Und auch die Teamführung geriet allmählich unter Druck. So entschied man sich zur Saisonmitte 2007 einem jungen deutschen Nachwuchs-Piloten eine Chance zu geben: Ein gewisser Sebastian Vettel ersetzte ab dem Grand Prix von Ungarn den in Ungnade gefallenen Scott Speed.

GP Italien 2008 Vettel
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Sebastian Vettel schaffte 2008 die Sensation. In Monza wurde der Heppenheimer jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten.

Vettel sorgt für ersten F1-Sieg

Schon im fünften Rennen in Japan fuhr der Heppenheimer bis auf Rang drei, crashte in einer Safety-Car-Phase kurz vor dem Ende allerdings in den vor ihm fahrenden Red Bull von Mark Webber. Beide Autos schieden aus. Nur ein Rennen später machte Vettel den Fauxpas wieder gut und erreichte im regnerischen Shanghai auf Rang vier.

2008 sollte dann der ganz große Durchbruch für Toro Rosso folgen. Die ersten fünf Rennen musste das Red Bull-Schwesterteam noch mit dem Vorjahresauto antreten. Erst zum GP Monaco durften das B-Team den neuen von Adrian Newey entwickelten Red Bull einsetzen.Mit dem neuen Auto kam der Erfolg. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Kombination aus neuem Auto, starkem Ferrari-V8-Triebwerk und Sebastian Vettel eine echte Erfolgsformel ist.

Die große Sensation feierte die Truppe aus Faenza ausgerechnet beim Heimrennen in Monza. Nach der ersten Pole-Position für Toro Rosso blieb Vettel auch im verregneten Rennen cool und fuhr als damals jüngster Pilot aller Zeiten zum ersten GP-Sieg des Teams. So viel schon mal vorneweg. Es sollte für die nächsten 12 Jahre der einzige Sieg bleiben.

Max Verstappen & Franz Tost - GP Belgien 2014
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Das kleine Schwesterteam ist die Ausbildungsstätte für Red Bull. Auch Max Verstappen verdiente sich unter Teamchef Franz Tost die ersten Sporen in der Formel 1.

Berger und Vettel verlassen Toro Rosso

Nach dem Abgang von Vettel zum großen Bruder Red Bull verließ auch Gerhard Berger die Kommandobrücke. Seitdem führt Franz Tost die Geschicke des Teams in Eigenregie. Der Tiroler musste 2010 seine Mannschaft ganz neu aufstellen. Nach einer Änderung im Reglement musste der Rennstall sein Auto erstmals selbst konstruieren.

Weil man aber stets im hinteren Mittelfeld herumdümpelte wurde Technikchef Giorgio Ascanelli 2012 durch den ehemaligen Sauber- und Force India-Mann James Key ersetzt. Die große Wende blieb aber auch im Anschluss aus. Trotz starken Piloten wie Jean-Eric Vergne, Sebastien Buemi, Daniel Ricciardo oder Max Verstappen wurde Toro Rosso nie zum regelmäßigen Punktelieferanten oder Podiumskandidaten.

Nach der Umstellung auf die V6-Turbo-Hybrid-Antriebe im Jahr 2016 lagen die Probleme von Toro Rosso oft in der Zuverlässigkeit des Renault-Motors. So entschieden sich die Verantwortlichen den Vertrag mit Renault nach der Saison 2017 zu kündigen und zu Honda zu wechseln. Weil Red Bull nur ein Jahr später den gleichen Schritt vollzog, konnte Toro Rosso wieder von vielen Entwicklungen des Schwesterteams profitieren.

Pierre Gasly - GP Italien 2020
Red Bull
Zwölf Jahre nach Sebastian Vettel feierte Pierre Gasly ebenfalls in Monza den zweiten Sieg für das Team, das mittleweile unter dem Namen Alpha Tauri antrat.

Erfolgreicher Start als Alpha Tauri

2020 entschied die Marketing-Abteilung den Namen Toro Rosso ganz sterben zu lassen. Seitdem tritt der Rennstall unter dem hauseigenen Fashion-Label Alpha Tauri an. Dass es plötzlich auf der Rennstrecke voranging, lag aber vor allem an der neuen Unterstützung aus Milton Keynes. Pierre Gasly und Daniil Kvyat geigten mit den Red-Bull-Teilen regelmäßig im vorderen Mittelfeld herum.

Das große Highlight setzte Gasly beim Rennen in Monza, zwölf Jahre nach dem ersten Sieg des Teams durch Vettel an gleicher Stelle. Mit etwas Safety-Car-Glück feierte der Franzose sensationell den zweiten Erfolg für die Truppe in Faenza. Leider fehlte über das ganze Jahr etwas die Konstanz. Sonst wäre am Ende wohl mehr rausgesprungen als der siebte Platz in der Konstrukteurswertung.

Für 2021 wurde die Kooperation mit Red Bull noch einmal vertieft. Kvyat wurde durch den schnellen Japaner Yuki Tsunoda ersetzt. Kann das kleine Red Bull weiter ganz groß rauskommen?