Formel 1: Eklat in Suzuka - Verstappen schmeißt Reporter aus der Pressekonferenz!

Wegen provokanter Frage
Verstappen legt sich mit Reporter an

GP Japan 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.03.2026
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Max Verstappen - Red Bull - GP Japan 2026
Foto: xpb

Bei Max Verstappen ist die Laune gerade nicht besonders gut. Die neuen Regeln schmecken dem Niederländer bekanntlich nicht. Und sein neuer Red Bull präsentierte sich zuletzt weder von der Pace her konkurrenzfähig noch besonders zuverlässig. Dazu schwingt offenbar auch noch etwas Ärger über den knapp verpassten WM-Titel aus dem Vorjahr mit.

Bei seiner Presserunde am Donnerstag (26.3.) überraschte der vierfache Weltmeister direkt zu Beginn mit einer Ansage an die Medienvertreter. Während der erste Reporter eine Frage stellte, unterbrach der Pilot die Session und zeigte auf einen der anwesenden Journalisten: "Eine Sekunde. Ich werde nichts sagen, bevor er nicht gegangen ist."

Gemeint war Formel-1-Reporter Giles Richards, der für den renommierten britischen Guardian berichtet. Der Engländer fragte verdutzt zurück: "Ich? Wirklich?" Worauf Verstappen nickte. Richards fragte noch einmal ungläubig nach: "Wegen der Frage im letzten Jahr?" Was Verstappen erneut mit einem Nicken bestätigte. "Deswegen soll ich jetzt gehen? Wegen der Frage in Abu Dhabi. Da bist Du immer noch sauer?", fragte der Medienvertreter verdutzt. "Ja, geh raus!", lautete die klare Ansage von Verstappen.

Max Verstappen - Red Bull - GP Japan 2026
Red Bull

Verstappen zeigt sich nachtragend

Um die Session nicht länger aufzuhalten, verließ der angesprochene Reporter den Red-Bull-Pavillon, so wie es sich der Pilot gewünscht hatte. "So, jetzt können wir anfangen", richtete Verstappen sein Wort an die verbliebene Medienschar, die von dem Vorfall ebenfalls überrascht wurde.

Ursprung des Streits mit Richards war eine Frage in der offiziellen FIA-Pressekonferenz beim Saisonfinale 2025 in Abu Dhabi. Der Vertreter des Guardians hatte kritisch nachgehakt, ob Verstappen seine Kollision mit George Russell in Barcelona im Nachhinein bereue. Die Strafe für die Aktion hatte den Red-Bull-Piloten von Rang fünf auf Platz zehn geworfen. Die verlorenen WM-Punkte fehlten am Ende im Titelkampf.

Schon damals reagierte Verstappen sichtlich angesäuert. Der Niederländer fühlte sich provoziert: "Du vergisst die ganzen anderen Dinge während der Saison. Du sprichst nur Barcelona an. Und jetzt grinst Du auch noch doof", antwortete der Vizemeister damals. "Das ist Teil des Rennsports. Man lebt und lernt. Die Meisterschaft besteht aus 24 Rennen. Ich habe in der zweiten Hälfte auch einige Weihnachtsgeschenke bekommen. Darüber könnte man auch mal reden."

Max Verstappen - George Russell - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 1. Juni 2025
Sam Bloxham via GettyImages

Provokante Frage trifft einen Nerv

Verstappen hatte die Frage zur Kollision mit Russell während des Jahres schon mehrmals beantworten müssen. Dabei wiederholte er auch immer wieder, dass er darüber eigentlich nicht mehr reden wolle. Im Kontext der knappen WM-Entscheidung versuchte der Guardian-Reporter beim Finale aber dennoch, eine Reaktion zu provozieren und erreichte sein Ziel damit auch.

Dass zwischen Medienvertretern und Fahrern ab und zu mal die Fetzen fliegen, wenn kritisch oder provokant nachgefragt wird, ist keine Seltenheit. Dass ein Fahrer aber so nachtragend ist und Monate später noch sauer reagiert, kommt nicht so oft vor. Offenbar hatte der Reporter einen Nerv getroffen.

Fazit