Seit 1996 war Mercedes der alleinige Lieferant von Safety- und Medical-Cars in der Formel 1. Mit dem Einstieg von Aston Martin im Jahr 2021 begann eine neue Ära, in der sich beide Marken die Aufgaben teilten. Während Mercedes mit dem AMG GT Black Series ein leistungsstarkes Modell stellte, hatte Aston Martin mit dem Vantage F1 Edition zu kämpfen. Der Vantage war nicht nur schwerer, sondern auch leistungsschwächer, was zu Kritik von Fahrern wie Max Verstappen führte, der das Fahrzeug als "Grüne Schildkröte" bezeichnete.
Technische Herausforderungen und Verbesserungen
Aston Martin reagierte auf die Kritik und führte mehrere Updates durch. Der Vantage erhielt größere Turbolader, verbesserte Kühlung und neue Nockenwellen, wodurch die Leistung auf 656 PS gesteigert wurde. 2025 folgte mit dem Vantage S eine weitere Evolutionsstufe mit 670 PS und aerodynamischen Modifikationen. Trotz dieser Verbesserungen konnte Aston Martin die Performance-Lücke zu Mercedes nicht vollständig schließen.
Der Rückzug von Aston Martin
Offiziell nennt Aston Martin keine Gründe für den Rückzug. Experten vermuten jedoch wirtschaftliche Überlegungen. Die Rolle als Safety-Car-Lieferant ist mit hohen Kosten verbunden, die sich nicht immer direkt in Markenwert umwandeln lassen. Zudem steht Aston Martin vor großen Herausforderungen, darunter die Entwicklung eines neuen Fahrzeugs in Zusammenarbeit mit Honda für die Saison 2026.
Mercedes übernimmt wieder exklusiv
Ab 2026 wird Mercedes wieder alleiniger Lieferant. Der AMG GT Black Series bleibt das Safety-Car, während der AMG GT 63 S als Medical-Car dient. Bernd Mayländer, der seit 2000 als Safety-Car-Fahrer im Einsatz ist, wird weiterhin hinter dem Steuer sitzen. Mercedes feierte zuletzt beim Grand Prix der USA 2025 seinen 500. Einsatz als Safety-Car-Partner.
Auswirkungen auf die Formel 1
Der Rückzug von Aston Martin könnte die Dynamik in der Formel 1 verändern. Mercedes hat sich als zuverlässiger Partner etabliert, während Aston Martin sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Für die Fans bedeutet dies eine Rückkehr zu einem vertrauten Bild auf der Strecke.












