07/2021, Abarth F595 Stellantis Europe
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Abarth F595: Sondermodell mit Formel-4-Anleihen

Abarth F595 Sondermodell mit Formel-4-Anleihen

Der neue Abarth F595 feiert die Motorsport-Historie der Marke. Das Highlight ist die Auspuffanlage im extravaganten Stapel-Design.

Für ambitionierte Nachwuchs-Rennfahrer ist die Formel 4 als Bindeglied zwischen Kart- und Formelsport ein wichtiger Zwischenschritt auf der Monoposto-Karriereleiter. Wer hier erfolgreich ist, hat die Chance, weit nach oben zu kommen. Der heutige Haas-Formel-1-Pilot Mick Schumacher zum Beispiel fuhr 2015 und 2016 in der Rennserie. Im zweiten Jahr parallel im deutschen und italienischen Championat, wo er jeweils Vizemeister wurde. Titelsponsor der Formel-4-Wettbewerbe ist Abarth, und die Rennwagen werden von Motoren des italienischen Herstellers angetrieben.

Der 1,4 Liter große Turbobenziner wird von den Aggregaten der Abarth-Straßenmodelle abgeleitet. Oder umgekehrt, wie es die Stellantis-Marke nun beim neu eingeführten und als Limousine sowie Cabrio erhältlichen Sondermodell F595 propagiert. Doch an seine Grenzen treibt Abarth das Aggregat hier nicht: Mit 165 PS und maximal 230 Newtonmetern ist der Vierzylinder etwas schwächer als beispielsweise beim neuen limitierten Hardcore-Modell 695 Esseesse. Auch bei den Fahrleistungen (7,3 Sekunden von Null auf Hundert, 218 km/h Höchstgeschwindigkeit) hinkt der F595 dem stärkeren Bruder ein wenig hinterher.

Mit Automatik etwas langsamer

Die Kraftübertragung auf die Vorderräder besorgt normalerweise ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Optional bietet Abarth für den F595 auch eine sequenzielle Fünfgang-Automatik mit Schaltwippen an; allerdings verlangsamt das die Null-auf-Hundert-Beschleunigung um eine Zehntelsekunde. Ein Highlight ist die Record Monza "Sovrapposto"-Sportauspuffanlage: Ihre beiden Endrohr-Paare sind übereinander angeordnet. Ein Druck auf die entsprechende Taste öffnet ein aktives Auslassventil, das den "Gentleman Driver"-Sound in ein "dunkleres, typisches Abarth-Brüllen" verwandeln soll.

07/2021, Abarth F595
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Der Abarth F595 präsentiert eine ungewöhnliche Anordnung der Auspuff-Endrohre.

Das Fahrwerk verfügt an der Hinterachse über selektiv arbeitende Koni-Dämpfer. Zur Bremsanlage gehören vorne 284 und hinten 240 Millimeter große Scheiben, in die sich schwarz lackierten Bremssättel verbeißen. Per Wahlschalter kann die Fahrerin oder der Fahrer vom Cockpit aus Einfluss auf die Performance nehmen: Im Sportmodus zeigen sich die Servolenkung, Gasannahme und maximale Drehmomentabgabe geschärft und optimiert.

Außen blaue, innen schwarze Akzente

Das Design-Paket zeichnet sich durch blaue Akzente an den Außenspiegelkappen sowie den vorderen und hinteren Spoilerlippen aus. Als passende Lackierungen für den F595 sieht Abarth die Farbtöne Gara Weiß, Campovolo Grau, Pista Grau, Scorpione Schwarz, Record Grau und Asfalto Grau vor. Dazu passen die mattschwarzen Sport-Leichtmetallfelgen im 17-Zoll-Format. Die serienmäßigen Nebelscheinwerfer und die F595-Plakette am Heck runden die Sonder-Optik ab.

Formel 4 und Abarth 595C
Fahrberichte

Zu den inneren Merkmalen des Sondermodells gehören unter anderem ein Lederlenkrad und das mattschwarze Armaturenbrett, das zudem weitere schwarze Elemente aufweist. Zum Beispiel den Rahmen des Sieben-Zoll-Infotainment-Bildschirms, der die Integration von Smartphones über Android Auto und Apple Carplay erlaubt. Die serienmäßigen Sportsitze lassen sich auf Wunsch gegen Sabelt-Rennsportsitze tauschen. Für Unterhaltung sorgt das serienmäßige DAB+-Radio.

Grundpreis? 23.990 Euro!

Die Preise für den Abarth F595 starten bei 23.990 Euro. Den Preis für das Cabrio haben die Italiener bisher noch nicht offiziell kommuniziert. Da der Aufpreis jedoch bei jedem anderen 595er-Modell 2.600 Euro beträgt, dürfte sich der Tarif für das offene Sondermodell bei 26.590 Euro ansiedeln.

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Fazit

Die Abarth-Modellpalette besteht zwar lediglich aus einer Baureihe auf Fiat-500-Basis, dafür quillt sie aktuell vor Sonderserien fast schon über. Mit dem F595 kommt nun ein weiteres hinzu, das sich optisch und dynamisch ein wenig nachgeschärft präsentiert, ohne jedoch komplett ans Limit zu gehen.

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