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VW Polo wegen Euro 7 am Ende

VW Polo vor dem Aus Euro 7 killt Kleinwagen

Volkswagen untersucht derzeit, ob der Kleinwagen VW Polo angesichts der kommenden Euro 7-Abgasnorm noch wirtschaftlich rentabel ist.

Die EU-Kommission hatte Anfang November 2022 die neue Abgasnorm Euro 7 vorgelegt, sie soll ab Mitte 2025 gelten und Pkw zwischen 90 und 150 Euro teurer machen.

Polo könnte 5.000 Euro teurer werden

Diese Preise sieht VW-Boss Thomas Schäfer indes nicht. Gegenüber Autocar prognostiziert er vielmehr, dass Fahrzeuge, insbesondere Kleinst- und Kleinwagen um bis zu 5.000 Euro im Endkundenpreis ansteigen könnten. Und das hat auch Auswirkungen auf das aktuelle Modellportfolio, genauer, auf den VW Polo. Der kostet aktuell (Stand: November 2022) ab 19.925 Euro.

Aktuell prüfen VW-Ingenieure die Vorschriften der neuen Abgasnorm, so Schäfer. "Wir benötigen noch rund zwei Wochen", sagt der VW-Chef. Sollten sich die Erwartungen jedoch bestätigen, "werden wir definitiv nicht mehr investieren." Zwischenzeitlich hatte es wohl so ausgesehen, dass eine weit weniger strenge Auslegung der EU7-Norm, solche Modelle wie den Polo am Leben erhalten könnte. Das hätte "uns beim Übergang ein wenig geholfen", sagte Schäfer, ändere jedoch nichts an den VW-Plänen zur Elektrifizierung.

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VW will ID-Modell unter 20.000 Euro

In dem Kleinwagenbereich hat Volkswagen bereits zwei kleine, rein elektrische Modelle von 2025 an angekündigt. Der Einstiegspreis sollen unter 25.000 Euro liegen, wobei der ID.2 ein Crossoverableger des ID.1 sein könnte. "Wir müssen aber auch noch etwas unter 20.000 Euro bringen", ergänzt Schäfer. Das Team arbeite noch an Ideen, man habe aber noch keine Lösung für die Batteriekosten gefunden. "Ich persönlich glaube, dass es machbar ist, aber man muss wahrscheinlich über die Reichweite sprechen. Natürlich muss man wissen, was in einem solchen Fahrzeug wirklich notwendig ist, man muss darüber reden, wie viele Varianten wir brauchen oder wie viele man bringen kann, aber im Moment sind die Batteriekosten der entscheidende Faktor", sagte der CEO.

Und was wird aus der Marke "Polo"? Schäfer hatte bereits "Polo" und natürlich "Golf" als besonders wertvolle Marken identifiziert, die auch nach ihrem Ende als Modelle mit Verbrennermotoren existieren sollten. Der Golf – vielmehr der rein elektrische ID.Golf – soll künftig zwischen ID.2 und ID.3 positioniert werden. Der Polo könnte als ID. Polo dann unterhalb des ID.2 firmieren. Vielleicht als Ersatz für den ID.1?

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VW Polo nicht mehr top

Den VW Polo hat Volkswagen seit 1975 im Programm und war zunächst die Basis-Version des besser ausgestatteten Audi 50. Das Modell gibt es seit 2017 in der sechsten Generation. Der einstige Bestseller in dem Segment muss 2022 allerdings massiv Federn lassen. In den ersten zehn Monaten des Jahres kommt der Polo auf 22.623 Neuzulassungen nur noch in dem Segment auf Rang vier. Davor sind Toyota Yaris, Mini und der Spitzenreiter Opel Corsa platziert.

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Fazit

Mit der neuen Euro-7-Abgasnorm werden Kleinwagen zu teuer. Das trifft bei VW auf den Polo zu, der nach Aussage von VW-CEO Schäfer um bis zu 5.000 Euro teurer wird. Aktuell startet die Preisliste für den Kleinen bei 19.925 Euro. Damit ist die Umrüstung des Polo für Volkswagen nicht mehr wirtschaftlich, entsprechend will das Unternehmen hier nicht mehr investieren. Das bedeutet das Aus für den Polo als Verbrenner-Modell ab Gültigkeit der Euro-7-Abgasnorm für Neuwagen. Das könnte mindestens bis zum regulären Laufzeitende des Polo VI (2024) dauern, aber danach wäre dann Schluss.

Dafür plant das Unternehmen mit dem ID.1 und dem ID.2 mit zwei rein elektrisch angetriebenen Kleinwagen, die ab 2026 auf den Markt kommen und unter 25.000 Euro kosten sollen, wobei VW auch ein Modell unterhalb von 20.000 Euro anbieten will. Hier gibt es aber bislang noch keine Lösung für die aktuell hohen Akku-Kosten. Gut möglich, dass eine Einstiegsvariante mit einer überschaubaren Reichweite auskommen muss.

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