Die Erfolgsgeschichte des Dacia Duster startete 2010. Als "Statussymbol für alle, die kein Statussymbol brauchen" fand er mit einem Konzept, das auf Understatement, Pragmatismus und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis setzt, in 15 Jahren über 2,2 Millionen Käufer weltweit. Bereits von Anfang an wurde der Duster in verschiedenen globalen Märkten unter den Markenlabeln von Dacia oder Renault angeboten.
Auch heute noch ist der Duster ein echtes Weltauto. Allerdings mit einem mittlerweile stärker differenzierten Angebot. Wurde früher nur das Design an das jeweilige Marken-Label angepasst, die Technik aber beibehalten, so buhlt der Duster heutzutage auch mit verschiedenen Technologien um Kundschaft.
In Europa als Renault und Dacia
Die dritte Generation des Duster wurde im November 2023 vorgestellt und im Frühjahr 2024 in den Markt eingeführt. In Zentraleuropa blieb es beim Dacia Duster. Auf Märkten außerhalb Europas (beispielsweise Australien) sowie in der Türkei läuft die neue Modellgeneration als Renault Duster, mit leicht angepasstem Design und klarer Renault-Zuordnung (großer Renault-Schriftzug im Kühlergrill und Renault-Logo auf dem Heck), aber identischer Technik.
Aufgefrischter Vorgänger für Südamerika
In Südamerika hingegen hält der Renault-Konzern weiter an der 2017 eingeführten zweiten Duster-Generation fest. Die trägt weiterhin das Renault-Label, bekam aber Anfang 2025 ein kleines Facelift mit LED-Scheinwerfern und einem schwarz lackierten Kühlergrill verpasst. Die Antriebspalette für Brasilien umfasst einen 120 PS starken 1,6-Liter-Saugbenziner und einen 170 PS starken 1,3 Liter großen Turbobenziner. Beide Motoren sind auf Flex-Fuel-Betrieb ausgelegt und treiben ausschließlich die Vorderräder an. Neben einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe für das Basismodell sind auch CVT-Getriebe mit sechs und acht einprogrammierten Fahrstufen zu haben.
Der Indien-Duster
Für den Subkontinent Indien hat der Renault-Konzern im Januar 2026 ebenfalls einen eigenständigen Duster vorgestellt, der hier als Renault angeboten wird. Der leitet sich zwar vom europäischen Modell ab, setzt aber auf eine für lokale Kundenansprüche hin weiterentwickelte und verstärkte CMF-B-Plattform. Zudem präsentiert der Indien-Duster ein eigenständiges Design – außen und im Innenraum. Anders ala andere Duster-Versionen, die als Renault vermarktet werden, setzt Renault Indien nicht auf das Renault-Label als Eyecatcher, sondern rückt ganz bewusst die Modellbezeichnung Duster in den Vordergrund. Die zieht sich dann auch in großen Lettern über den Kühlergrill. Lediglich am Heck sitzt ein kleiner Renault-Rhombus.
Weil der Duster in Indien als Premium-Angebot gilt, spendiert Renault ihm auch eine größere Kabine. Bei nahezu deckungsgleichen Grundabmessungen bietet der Innenraum vier Zentimeter mehr Höhe. Die sorgt zusammen mit einem Panoramaglasschiebedach für ein extrem luftiges Ambiente.
Auf der Antriebsseite rüstet Renault den Indien-Duster mit drei Benzinern aus. Das Antriebsportfolio startet im Turbo TCe 100 mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbomotor mit 100 PS und 160 Nm Drehmoment, der mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist. Im Turbo TCe 160 arbeitet ein 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 160 PS und 280 Nm Drehmoment. Er ist wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) erhältlich. Top-Motorisierung ist der Vollhybrid-Antrieb im E-Tech 160. Der kombiniert einen 1,8-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit Atkinson-Zyklus mit zwei Elektromotoren, einem intelligenten Multimode-Automatikgetriebe und einer 1,4-kWh-Batterie. Die Systemleistung beträgt 160 PS. In Europa kennen wir den Vollhybrid aus Modellen wie dem Captur oder dem Symbioz. Den Allradantrieb des Vorgängers hat Renault hingegen komplett gestrichen. Alle Antriebe befeuern ausschließlich die Vorderräder.
Der in Indien produzierte Duster soll später auch auf Märkte im Nahen Osten und in Afrika exportiert werden.
Noch ein Duster von Nissan
Der Renault Duster wird aber nicht die einzige Duster-Variante für Indien bleiben. Renault-Allianz-Partner Nissan hat mit dem Texton ebenfalls einen neuen SUV für Indien angekündigt, der wiederum nur ein umgelabelter Renault Duster ist und ebenfalls im Renault-Werk im indischen Chennai produziert werden soll.












