Wer Geld hat, kann sich vieles kaufen – bei Ferrari sogar ein maßgeschneidertes Einzelstück. Das jüngste Unikat aus dem Ferrari-Spezial-Programm wurde jetzt auf der Monterey Car Week in Kalifornien vorgestellt. Auftraggeber war ein US-Sammler. Als Basis diente der Hybrid-Supersportwagen Ferrari SF90.
Der CZ26 versteht sich als zeitgemäße Neuinterpretation einer Hochleistungs-Berlinetta, die Kraft, Präzision und formalen Purismus in einer stark technisch geprägten Gestaltung ausdrückt. Für die Umsetzung zeichnete erneut das Ferrari Design Studio unter Leitung von Flavio Manzoni verantwortlich.
Hybridtechnik bleibt unangetastet
Ausgangspunkt für den CZ26 war die technische Architektur des SF90 Stradale, wobei das komplette Plug-in-Hybrid-Layout mit Vierliter-V8-Turbomotor und drei Elektromotoren unverändert übernommen wurde. Der Verbrenner leistet entsprechend unverändert 797 PS und 804 Nm, dazu kommen noch 162 kW aus den E-Maschinen. Die Systemleistung liegt weiter bei 1.000 PS. Damit spurtet der CZ26 in 2,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 328 km/h. Rein elektrisch schafft der Hybrid bis zu 25 Kilometer.
Radikal neues Design
Optisch sollte der SF90 allerdings ganz anders werden als der SF90. Der Kunde wünschte eine ausgeprägt horizontale Gestaltung und eine markante Zwei-Box-Silhouette, die den Wagen optisch breit und tief erscheinen lässt. An der Front dominiert eine über die gesamte Breite reichende Maske mit integrierten, sehr flachen Leuchtenmodulen sowie funktionalen Elementen wie Bremsluftführungen und Sensorik. Am Heck setzt der CZ26 auf ein verkürztes Layout mit markant ausgestellten Rückleuchten und einen horizontal betonten Diffusor, der Breite und Stabilität unterstreichen soll. Die Endrohre sind aus Titan gefertigt.
Abgerundet wird der Auftritt durch eine wie flüssiges Silber wirkende Lackierung mit roten Akzenten, sichtbare Carbon-Elemente und hochglanzschwarze Anbauteile. Die exklusiven Leichtmetallfelgen kombinieren hochglanzverdichtete Flächen mit schwarze lackierten Bereichen.
Optimierte Aerodynamik
Nicht vernachlässigt wurde bei der Neugestaltung des SF90 der aerodynamische Aspekt. Die neue Karosserie optimiert den Abtrieb auf der Vorderachse, verbessert die Kühlleistung für alle Aggregate und sorgt auch am Heck mit dem neuen Diffusor für mehr Downforce.
Im Innenraum setzt der CZ26 auf schwarze Verkleidungen an Dach und Säulen. Hinzu kommen Sitze, die teilweise im 3D-Drucker entstanden sind und mit Sonderbezügen überspannt werden. Für einen technischen Look sorgen viel sichtbares Carbon sowie in Wagenfarbe lackierte Einsätze in den Türen.
Wer der auftraggebende US-Kunde ist behält Ferrari für sich. Auch über den Preis für den CZ26 hüllen die Italiener den Mantel des Schweigens.





