10/2021, Fiat Pulse Kompakt-SUV Brasilien Stellantis
10/2021, Fiat Pulse Kompakt-SUV Brasilien
06/2021, Fiat Pulse SUV Brasilien
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Fiat Pulse (2021) in Brasilien als SUV und SUV-Coupé

Fiat Pulse SUV (2021) Wir haben den 500X, Brasilien hat den Pulse

Fiat bringt in diesem Jahr in Brasilien einen SUV und später auch ein SUV-Coupé auf den Markt, das einen deutlich moderneren Eindruck macht als die Europa-Modelle.

Seinen ersten publikumswirksamen Auftritt hat der neue Fiat-SUV längst hinter sich. Beim Finale der brasilianischen "Big Brother"-Staffel vor einigen Monaten wurde das Modell bereits virtuell präsentiert; technische Daten wurden dabei jedoch nicht kommuniziert. Stattdessen waren die künftigen Kunden aufgefordert, über den Namen der neuen Baureihe abzustimmen. Zur Wahl standen die Modellbezeichnungen Pulse, Domo und Tuo, wobei sich die erste Option klar durchgesetzt hat.

Der neue Fiat Pulse trägt den Werks-Code 363 und basiert nicht – wie ursprünglich geplant – auf der MP-1-Plattform des Argo, den es in Brasilien als fünftüriges Steilheck-Modell sowie als Cronos-Limousine gibt. Stattdessen gibt es eine neu entwickelte MLA-Plattform, die mit der MP-1 verwandt ist. Der rund vier Meter lange SUV ist in Brasilien unter anderem gegen den VW T-Cross und den Ford Ecosport positioniert

Optisch eng mit dem Toro verwandt

Der SUV erhält eine ähnlich zweigeteilte Front wie der kompakte Pickup Fiat Toro. Hier liegen die Tagfahrleuchten weit oben und werden von einer Spange bedeckt, die in der Topausstattung aus Chrom besteht und eine optische Verbindung zwischen den LED-Hauptscheinwerfer kreiert. Zwischen diesen sitzt der Kühlergrill, in dessen Zentrum sich der Fiat-Schriftzug befindet und der mit einer kleinen italienischen Flagge auf die Herkunft der Marke hinweist.

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Im Kühlergrill sitzt neben dem Fiat-Schriftzug eine kleine italienische Tricolore.

Die Motorhaube ist konturiert, die Dachlinie sinkt nach hinten leicht ab. Ein Unterfahrschutz schließt die Frontschürze des SUV ab, der mindestens 19,6 Zentimeter Bodenfreiheit aufweist. Starke Sicken prägen die Seitenansicht gepaart mit Kunststoff-Elementen an den Radhäusern und Schwellern. Die Fensterlinie steigt zur C-Säule an. Die Säulen sowie das Dach und der Heckspoiler sind – außer beim Basismodell – farblich abgesetzt. Das Heck zieren schmal in die Klappe laufende Leuchten, die eckigen Auspuffendrohre sind in einem silbernen Unterfahrschutz untergebracht.

Erster Blick in den Innenraum

Innen weist der Fiat Pulse ein modernes, weitgehend digitales Cockpit auf, in dem optional ein 10,1 Zoll großer Infotainment-Touchscreen als Gehirn dient. Als günstigere Alternative bietet Fiat einen 8,4 Zoll großen Bildschirm an. Hinter dem neuen Multifunktions-Sportlenkrad mit abgeflachter Unterseite und Chromdetails, das bei Autos mit CVT-Getriebe über Schaltwippen verfügt, zeigt sich ein sieben Zoll großer Monitor, der die individuell einstellbaren Instrumente anzeigt. Die 18 Ablagefächer weisen insgesamt ein Fassungsvermögen von 25 Litern auf. Der Kofferraum schluckt 370 Liter und lässt sich durch Umklappen der im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitzlehne erweitern.

Eine aufpreispflichtige Kunstlederausstattung mit farblich abgesetzten Nähten und mit Laser-Texturen behandelte Oberflächen verdeutlichen einen gewissen Premium-Anspruch. Ähnliches gilt bei der Ausstattung: Für den Fiat Pulse sind unter anderem ein schlüsselloses Zugangs- und Motorstart-System, eine Klimaautomatik und vielfältige Konnektivitäts-Dienste verfügbar. Android Auto und Apple Carplay lassen sich kabellos nutzen, und über den Google Assistant sowie Amazon Alexa können die Insassen Termine und Funktionen verwalten sowie mit dem Fiat Pulse in Dialog treten.

Zwei Benziner als Antriebsquellen

Der stärkere Antrieb für den Fiat Pulse ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder, der aus dem Tipo bekannt ist. Der Turbomotor leistet im Benzinmodus 125 PS; gefüttert mit Ethanol ist er fünf PS stärker. Das maximale Drehmoment liegt aber in beiden Fällen bei 200 Newtonmetern. Damit beschleunigt der Fronttriebler in 9,4 Sekunden von Null auf Hundert. Hier übernimmt serienmäßig ein CVT-Getriebe aus dem Hause Aisin die Schaltarbeit. Als Einstiegsmotor bietet Fiat für den Pulse einen 107 PS und höchstens 134 Newtonmeter starken 1,3-Liter-Benziner aus der Firefly-Familie an, der auch an ein manuelles Fünfgang-Getriebe gekoppelt werden kann.

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Als Antriebsvarianten stehen ein 1,0-Liter-Turbobenziner und ein etwas schwächerer 1,3-Liter-Motor zur Verfügung.

Beim Thema Assistenzsysteme bietet der Fiat Pulse das Standardprogramm. Die Stabilitätskontrolle lässt sich durch ein kamerabasiertes Sicherheits-Paket ergänzen, das beispielsweise über automatische Notbremsung sowie Spurverlassens- und Fernlichtassistent verfügt. Für dynamische Touren auf befestigten Straßen verfügt der SUV über einen Sportmodus, falls das CVT-Getriebe an Bord ist. Ein Offroad-ABS verkürzt die Bremswege auf schlüpfrigen Untergründen.

Preise zwischen 12.300 und 17.900 Euro

Die Preise des neuen Fiat Pulse, der als Vertreter des Modelljahres 2022 antritt, starten bei 79.990 Real (umgerechnet gut 12.300 Euro). Dafür gibt es die Antriebs-Kombination aus 1,3-Liter-Motor und Fünfgang-Handschaltung. Das CVT-Getriebe kostet für diese Modellversion 10.000 Real (über 1.500 Euro) extra. Mit dem Einliter-Turbobenziner kostet der SUV mindestens 98.990 Real, also über 15.000 Euro. In der Topausstattung Impetus werden für den Fiat Pulse mindestens 115.990 (fast 17.900 Euro) fällig.

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Die Preise für den Fiat Pulse starten bei umgerechnet gut 12.300 Euro.

Auf der Sao Paulo Motor Show hatte Fiat bereits 2018 mit der Studie "Fastback Coupé Crossover Concept" einen Ausblick auf ein kompaktes SUV-Coupé gegeben. Vor einigen Monaten hatte Fiat diesen Pulse-Bruder auch schon in Skandinavien als Erlkönig in der Erprobung. Das SUV-Coupé (Project 373) kommt etwas später als der normale Pulse an den Start und tritt in Südamerika beispielsweise gegen den neuen VW Nivus an. Vom Band rollen SUV und SUV-Coupé im Fiat-Werk im brasilianischen Betim. In der dort ansässigen Design-Abteilung sind die Modelle zudem entworfen worden.

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Fazit

Fiat will in Südamerika dem VW T-Cross oder dem Nivus nicht allein das Feld überlassen. Also bauen die Italiener auf einer neuen Plattform einen B-SUV auf, der auch als SUV-Coupé an den Start geht. Der Pulse zeigt sich außen und innen sehr gefällig und könnte aufgrund seines gehobenen Anspruchs ein echter Rivale für die VW-Modelle werden.

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