Fiat Tipo Facelift FCA Europe
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Fiat Tipo Facelift 15 Bilder

Fiat Tipo Facelift inklusive Cross

Modellpflege bringt neue Robust-Version

Durch das Facelift erhält der kompakte Fiat nicht nur die üblichen Auffrischungen bei Design und Technik. Hinzu kommt eine neue Modellvariante: der Tipo Cross.

Der Fiat Tipo wird seit 2016 als Steilheckversion, als Kombi und in einer Stufenheck-Variante angeboten. Mit bislang rund 670.000 verkauften Einheiten gehört er zu den erfolgreicheren Modellen bei Fiat. Dennoch nehmen die Italiener die nun anstehende Modellpflege zum Anlass, der Baureihe eine vierte Modellvariante zu spendieren: Mit dem Tipo Cross kommt im Zuge des Facelifts eine neue Robust-Version auf den Markt.

Umfangreich umgestaltete Frontpartie

An den normalen Tipo-Versionen, die nun den Namenszusatz "Life" tragen, fällt zuerst die neue Front auf. Deren zentrales Element ist der aufgefrischte Kühlergrill, in dem nun der umgestaltete Schriftzug prangt; nach dem neuen 500er ist der Tipo der zweite Fiat, der ihn tragen darf. Hinzu kommen anders gezeichnete Voll-LED-Scheinwerfer und eine neue Frontschürze samt Einlagen mit sattiniertem Metall-Finish. 16- und 17-Zoll-Felgen in neuen Designs und modifizierte Heckleuchten, die nun ebenfalls mit LED-Technik arbeiten, runden die optischen Renovierungsarbeiten ab. Als neue Farben führt Fiat die Töne Ocean Blue und Paprika Orange ein.

Neuvorstellung: Fiat Tipo Cross

Fiat Tipo Cross
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Der neue Tipo Cross unterscheidet sich nicht nur durch die üblichen Planken an den Radläufen von den Modellgeschwistern. Sein Kühlergrill verzichtet auf den 3D-Effekt der Life-Versionen und trägt stattdessen ein Wabengitter. Die Design-Elemente in der Front- und Heckschürze ahmen den Unterfahrschutz eines echten Geländewagens nach, und die Seitenschweller tragen Metall-Einlagen. Wegen seines um fast 40 Millimeter höhergelegten Fahrwerks und größerer Räder ist der Tipo Cross etwa sieben Zentimeter höher als der Tipo Life. Zudem erhält der Cross die Dachreling, die bisher der Kombiversion SW vorbehalten war.

Neue Digital-Instrumente

Innen hat Fiat in umfangreicherem Maße Hand angelegt. Am auffälligsten dabei: Die klassischen Analog-Instrumente weichen einem Sieben-Zoll-Monitor mit konfigurierbaren Digitalanzeigen. Um diese besser sehen zu können, wurde eigens das Lenkrad-Design angepasst. Neu sind auch die Sitzbezüge, die Klimaregler und neue Armaturenbrett-Einsätze aus Chrom sowie in Schwarz.

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Als Kommandozentrale des U-Connect-5-Infotainments dient ein 10,25-Zoll-Touchscreen.

Zudem erhält der Tipo zum Facelift das U-Connect-Infotainment-System der fünften Generation, bei dem ein 10,25 Zoll großer Touchscreen über der Mittelkonsole thront. Android Auto und Apple Carplay funktionieren künftig auch ohne physische Verbindung zwischen Auto und den maximal zwei Mobiltelefonen. Apropos: In einer Ladeschale können Smartphones mit bis zu 15 Watt kabellos aufgeladen werden. Im Fond gibt es nun einen USB-Anschluss.

Neuer Firefly-Benziner im Tipo

Und dann zieht optional noch das "D-Fence pack by Mopar" ein, das aus drei Elementen besteht und die Luftqualität im Innenraum verbessern soll: Ein Filter sammelt Verunreinigungen wie Feinstaub und Allergene aus der aufgesammelten Umgebungsluft und soll Schimmel sowie Bakterien fast vollständig eliminieren. Ein Luftreiniger im Fahrgastraum lässt Mikropartikel wie Pollen oder Bakterien verschwinden. Und eine UV-Lampe desinfiziert Kontaktflächen wie Lenkrad, Schalthebel und Sitze.

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Ein Benziner und zwei Diesel stehen für den Tipo Life und Tipo Cross als Motoren zur Verfügung.

Zur Modellpflege gönnt Fiat dem Tipo komplett neue Motoren. Anstelle des 1,4-Liter-Benziners mit 95 PS tritt ein 100 PS und maximal 190 Newtonmeter starker Einliter-Dreizylinder-Turbo aus der jungen Firefly-Familie. Das Getriebe wurde derart auf den neuen Drehmomentverlauf abgestimmt, dass der Motor bei 130 km/h im höchsten Gang nur 3.200/min. dreht. In der Folge sinkt der CO2-Ausstoß, der mit 121 g/km (nach WLTP) allerdings weiterhin über den ab 2021 gültigen EU-Grenzwerten von 95 g/km liegt.

1,6-Liter-Diesel mit 95 und 130 PS

Besser stehen in dieser Hinsicht die beiden Dieselmotoren da. Die 1,6-Liter-Multijet-Triebwerke leisten 95 und 130 PS (hier waren bislang 120 PS angesagt), schaffen in ihrer emissionsärmsten Variante einen CO2-Ausstoß von 110 g/km und erreichen die Abgasnorm Euro 6d in ihrer endgültigen Ausprägung.

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Neben der Cross-Variante gibt es den Tipo weiterhin in den drei bekannten Karosserie-Versionen.

Das ADAS-Fahrassistenz-Paket des Tipo rüstet Fiat beim Facelift auf. Es enthält fortan Dinge wie Verkehrszeichenerkennung, einen Geschwindigkeitsassistenten, der automatisch Tempolimits übernimmt, und einen Spurhalteassistenten mit Lenkeingriff. Auch ein Müdigkeits-Assistent, ein Totwinkelwarner, adaptives Fernlicht, Perksensoren und Keyless-Go sind nun an Bord.

Wann genau der aufgefrischte Fiat Tipo und der neue Tipo Cross zu den Händlern rollen, steht noch nicht fest. Aber einen – zumindest für Italien geltenden – Einstiegspreis gibt es bereits. Er liegt bei 13.900 Euro.

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Fazit

Mit dem Panda Cross hat Fiat bereits einmal ins Schwarze getroffen. Ob den Italienern beim Tipo eine Wiederholung dieses Erfolges gelingt, muss die Zukunft zeigen. Generell dürfte für die Baureihe nach der Modellpflege noch mehr als bisher schon gelten: Mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis muss sich der Tipo vor der Konkurrenz nicht verstecken.

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