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Ford Focus (2022): LED-Scheinwerfer und SYNC4

Ford Focus Facelift (2022) im ersten Check LED-Scheinwerfer und neues Infotainment-System

Ford überarbeitet den Focus für das Jahr 2022. Erstmals gibt es das Infotainment-System SYNC 4 im Focus. Auch das Design verändert sich. Wir haben uns den Kompaktwagen im ersten Check genauer angesehen.

Seit 1998 gibt es den Focus in der Produktpalette von Ford. Für die vierte Generation verpassen die Kölner dem Focus ein klassisches Facelift – das Designteam veränderte tatsächlich vor allem das Gesicht des Focus. Die größte technische Weiterentwicklung stellt die Integration des Infotainmentsystems SYNC 4 dar. Die Produktion des überarbeiteten Modells beginnt im Januar 2022.

Die Ausstattungslinien

Den aktuellen Focus baut Ford seit 2018. Für das Facelift lassen die Kölner die Plattform unberührt. Maße und Kofferraumvolumen bleiben somit identisch. Weiterhin ist der Kompaktwagen als Hatchback oder als Kombi erhältlich. Die Basis-Version ist der Cool & Connect. Preislich startet die günstigste Variante bei 22.450 Euro. Der Kunde erhält unter anderem eine manuelle Klimaanlage, LED-Scheinwerfer und das Park-Pilot-System. Nur im Cool & Connect gibt es noch SYNC 3 als Infotainment-System. Im Vergleich dazu sind die anderen Ausstattungslinien deutlich teurer. Aber in allen ist dafür SYNC 4 verbaut. Der Titanium kostet 27.100 Euro, lässt sich im Gegensatz zum Cool & Connect schlüsselfrei starten und hat LED-Rückleuchten. Weiter im Programm: der Active mit Offroad-Optik wie Kotflügelverkleidungen. Seine Preisliste beginnt bei 28.100 Euro. Die Bodenfreiheit ist um 29 Millimeter höher als beim Titanium oder Cool & Connect. Serie sind bei der Variante die 17-Zoll-Räder, Titanium sowie Cool & Connect rollen auf 16-Zöllern. Die ST-Line ist die sportliche Version des Focus, kostet 28.100 Euro und hat ebenfalls 17-Zoll-Räder. Wer möchte, kann auch 18-Zoll-Räder montieren lassen. Für den stärksten Focus sind mindestens 36.500 Euro fällig. Wem das nicht genügt, kratzt noch etwas Kleingeld zusammen und bekommt den ST X für 39.400 Euro.

Die Top-Variante Focus Vignale verschwindet aus dem Portfolio. Zukünftig kann der Kunde mit Einführung des Facelifts zu den Ausstattungslinien ST-Line, Titanium und Active die Pakete "X" und "Vignale" bestellen. Gegen einen Aufpreis von 1.400 Euro bietet Ford das X-Paket. Es beinhaltet unter anderem eine Rückfahrkamera, Ambientebeleuchtung oder eine induktive Ladestation für mobile Endgeräte. Für weitere 2.100 Euro gibt es das Vignale-Upgrade. Dazu gehört unter anderem das Winter-Paket. Dort sind Lenkrad, Vordersitze und die Frontschutzscheibe beheizbar. Zusätzlich liefert Ford den Focus mit Einstiegszierleisten vorne und Leichtmetallrädern aus.

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Den Focus ST-Line gibt es ab 28.100 Euro.

Verändertes Design

Die Front des Kompaktwagens weist die größten Veränderungen auf. Das Motorhaubendesign erhöht die Frontpartie des Focus. Das Ford-Logo befindet sich beim Facelift im Kühlergrill, zuvor war es auf der Motorhaube angebracht. Die Nebelscheinwerfer wandern nach oben zu den Frontscheinwerfern. Den entstandenen Freiraum füllt das Designteam mit Platzhaltern, die sich je nach Ausstattungslinie unterscheiden. Mit dem Facelift sind die LED-Scheinwerfer serienmäßig. Da diese weniger Platz benötigen als gewöhnliche Scheinwerfer, haben die Designer sie für den 2022er Focus schnittiger und schmaler gestaltet. Ebenfalls verändert ist der Kühlergrill. Je nach Ausstattungslinie verlaufen die Streben anders. Der Cool & Connect und der Titanium zeigen sich mit horizontalen Streben, während sie beim Active vertikal angeordnet sind. Am auffälligsten und markantesten ist der Grill des Focus als ST-Line oder ST. Der Wabeneinsatz als Form des Lufteinlasses soll die sportlichen Ambitionen des Kompaktwagens deutlich machen. Zusätzlich bringt Ford Seitenschweller und einen dezenten Heckflügel am Focus ST bzw. ST-Line an. Das Heck verändern die Designer nur punktuell. Die Rückleuchten bilden bei geschlossenem Kofferraum einen in sich geschlossenen Kreis.

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Die LED-Scheinwerfer benötigen weniger Platz, dadurch wirkt der Focus kantiger und schnittiger.

Innenraum und Sicherheit

Die größte Veränderung im Innenraum ist SYNC 4. Erstmals gibt es das Infotainmentsystem für den Focus. Während der Cool & Connect noch auf das Vorgängermodell SYNC 3 setzt, verfügen die anderen Ausstattungslinien über das neue System. Laut Ford ist dieses deutlich schneller als der Vorgänger. Der Bildschirm ist 13,2 Zoll groß. Optisch beruhigend: Viele Knöpfe fallen weg und der Fahrer bedient sie zukünftig per Touchscreen. Dazu zählen beispielsweise die Temperaturregler oder die Sitzheizung. Ford verspricht, dass der Fahrer nie mehr als eine oder zwei Berührungen von der gewünschten Funktion entfernt ist. Das Navi in SYNC 4 greift während der Fahrt auf Live-Traffic-Daten zu, um dem Fahrer die aktuell beste Route anzubieten. Ein nützliches Feature des Systems ist die Parkplatzsuche. Für das gesuchte Ziel liefert SYNC 4 Informationen zu Parkgelegenheiten. Dazu zählen der Preis und um welche Art von Parkplatz es sich handelt. Für ein Parkhaus gibt das System zusätzlich die Öffnungszeiten an. Der Fahrer könnte sich gerade in der Stadt die lästige, zeitraubende und ökologisch nachteilige Parkplatzsuche sparen. Das System registriert außerdem wiederholende Zieleingaben und schlägt dem Fahrer diese vor. Verbessert zeigt sich die Spracherkennung. Beispiel: Die Frage nach einem Regenschirm verknüpft SYNC 4 mit Informationen zur Wetterlage und gibt diese an den Fahrer weiter. Über das System erhält der Focus Software-Updates, um ihn auf dem neuesten Stand zu halten. Für Apple-Carplay und Android-Auto sind dank des neuen Systems keine Kabel nötig.

Optisch dezent bleibt der Rest des Innenraums. Interessant ist der neu entwickelte Ladeteppich im Kofferraum des Kombi. Dort liegt eine Gummimatte, die sich für nasse Schuhe oder Einkaufstaschen anbietet. Durch den Halt sollen diese nicht mehr umfallen. Für den Focus ST gibt es mit dem Facelift neue Sitze. Zuvor stellte Recaro die Sitze her, jetzt hat Ford selbst welche entwickelt. Sie sollen komofortabler sein.

Erstmals gibt es im Focus den Toten-Winkel-Assistent. Dieser lenkt dagegen, wenn er eine mögliche Kollision erkennt und hält den Fahrer vom Spurwechsel ab. Das System funktioniert zwischen 65 km/h und 200 km/h. 20 Mal pro Sekunde scannt es die angrenzenden Fahrspuren mit einem Abstand von bis zu 28 Metern. Zu dem Assistenten gehört zudem der Cross-Traffic-Alert, der den Fahrer beim rückwärts ausparken vor kreuzendem Verkehr warnt. Hört der Fahrer nicht auf die Warnung greift die Notbremsfunktion ein und stoppt das Auto.

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Im Innenraum verbaut Ford erstmals SYNC 4 im Focus.

Motoren

Ford hat bereits 2020 das Angebot bei den Motoren für den Focus verschlankt. Die Kölner strichen die 1,5 Liter großen Benziner mit drei Zylindern. Weiterhin zum Portfolio gehört der Einliter-Dreizylinder mit EcoBoost. Den gibt es mit 100 PS, 125 PS oder 155 PS. Den 125 PS-starken Benziner bietet Ford auch als Mildhybrid mit 48-Volt-Technologie an. Erstmals kann der Käufer die MHEV-Versionen auf Wunsch mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe bestellen. Den Motor mit 155 PS verkauft Ford nur als Mildhybrid, die schwächsten Maschinen mit 100 PS und 125 PS ohne MHEV-Technologie gibt es nur mit manuellem Getriebe. Ein Vorteil des Automatikgetriebes beim Hybridmotor ist die Effizienz. Unter 12 km/h hält es die optimale Drehzahl und spart dadurch Sprit. Wer einen Diesel unter der Haube seines Focus wünscht, entscheidet sich für den 1,5 Liter großen Motor mit 120 PS und vier Zylindern. Entweder von Hand geschaltet oder mit 8-Gang-Automatikgetriebe. Am stärksten präsentiert sich logischerweise das Aushängeschild von Ford: der Focus ST. Aus dem 2,3 Liter großen Vierzylinder entwickelt der Kompaktsportler 280 PS, sein maximales Drehmoment beträgt 420 Nm. Der Kunde kann sich zwischen einem manuell geschalteten Focus und einem mit 7-Gang-Automatikgetriebe entscheiden. Alle Varianten mit manuellem Getriebe verfügen über sechs Gänge.

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Fazit

Mit dem Facelift verpasst Ford dem Focus ein anderes Gesicht. Die Front wirkt griffiger und kantiger als vorher. Das neue Infotainmentsystem SYNC 4 sticht im Innenleben des Kompaktwagens hervor. Es hält den Focus up-to-date und rundet die Modellpflege ab.

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