Ford Puma (2020)

Neuer Kompakt-Crossover kommt auch als ST

Ford Puma ST Erlkönig Foto: Stefan Baldauf

Ford strickt weiter an seinem Modellportfolio und kündigt für 2020 einen kompakten Crossover mit einem bekannten Namen an: den Ford Puma, der auch als ST-Version kommt.

Das Modell auf Fiesta-Basis zeigt auf dem ersten Teaserbild große Ähnlichkeit mit dem neuen Ford Kuga, soll auch nutzwertig sein und in der Basiskonfiguration mit flexiblem Gepäckabteil 456 Liter Ladevolumen bieten.

Ford Puma mit bis zu 155 PS und als ST

Unter der Motorhaube des neuen Ford Puma wird 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie zum Einsatz kommen. Dabei ersetzt ein riemengetriebener Starter-Generator (BISG) die konventionelle Lichtmaschine. Dieser rekuperiert kinetische Energie, die andernfalls als Reibung an den Bremsen ungenutzt verloren ginge, und speist damit eine luftgekühlte 48 Volt-Lithium-Ionen-Batterie. Der BISG ist in den Nebenaggregate-Strang integriert und unterstützt den 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder bei geringeren Drehzahlen als Elektromotor mit zusätzlichem Drehmoment. Als Leistung für den Mild-Hybrid-Antrieb gibt Ford bis zu 155 PS an.

Ford Puma ST Erlkönig Foto: Stefan Baldauf

Darüber dürfte sich dann noch der Puma ST einordnen, der vermutlich aus dem Fiesta ST den Dreizylinder-Turbobenziner übernimmt, der aus 1,5 Liter Hubraum 200 PS und 290 Nm Drehmoment presst. Optisch darf sich der ST natürlich mit neuen Schürzen, größeren Felgen und einem Doppelrohrauspuff in Szene setzen.

Produziert wird der neue Ford Puma im Werk Craiova (Rumänien), in das der Hersteller seit 2008 fast 1,5 Milliarden Euro investiert hat. Er wird nicht den sehr erfolgreichen Ford Ecosport beerben, sondern ihn als urbanes Lifstyle-Modell ergänzen. Darüber rangieren dann der Baby-Bronco sowie der Kuga. Als Konkurrenten hat der Ford Puma den Hyundai Kona, Mazda CX-3 oder VW T-Cross im Visier. Die Zuwächse im Segment der SUV und Crossover sind nach Angaben von Ford 2018 um mehr als 19 Prozent angestiegen. Neben dem Ford Fiesta Active und dem Focus Active bietet das Unternehmen neben dem Ecosport und dem Kuga auch den Ford Edge sowie den Explorer als PHEV an.

Ford kaufte Puma-Markenrechte in Brasilien

Puma, Südafrika, Frontansicht Foto: Dino Eisele
Puma nannte sich in Brasilien ein Sportwagen-Hersteller (Foto), der 1995 seine Markenrechte an Ford verkaufte, das dann bis 2001 das gleichnamige Sportcoupé baute.

Rückblick: Ford baute von 1997 bis 2001 unter dem gleichen Namen ein kleines Sportcoupé auf Basis des Ford Fiesta. Der Puma wurde von Ford in Köln gebaut und entwickelt. Als Antrieb diente dem kleinen Zweitürer eine überschaubare Motorenpalette von 1,4 Liter-Motoren mit 90 PS über einen 103 PS starken 1,6 Liter bis hin zum 1,7-Liter mit 125 PS. Letzterer war der erste Motor von Ford mit variabler Nockenwellensteuerung in Europa. Übrigens: Die Markenrechte kaufte Ford 1995 vom gleichnamigen brasilianischen Sportwagenbauer, der Fahrzeuge auf DKW-, VW- und GM-Basis baute.

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