Hongqi H9+ Sina Auto
Hongqi H9
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Hongqi H9 12 Bilder

Hongqi H9/H9+ (2020)

Luxus-Reisegleiter mit zwei Radständen

Der Hongqi H9 vereint bekannte Designelemente mit gewaltiger Beinfreiheit. Neu ist eine Langversion, die rund 40 Zentimeter Extra-Platz bietet.

Die Zeiten in denen auf Chinas Automessen hauptsächlich 1:1-Kopien europäischer Designs zu bewundern waren, sind nahezu vorbei. Der neue Trend ist mehr als ein waghalsiger Mix aus verschiedenen Designs zu verstehen, gepaart mit einer ordentlichen Portion Extra-Komfort für die Hinterbänkler. Anders ist der neue H9 aus dem Hause der Roten Flagge, wie der älteste und luxuriöseste chinesische Fahrzeughersteller Hongqi aus dem Chinesischen übersetzt heißt, kaum zu beschreiben.

Nach dem ersten Blick auf die Front des Luxusfahrzeugs darf die Frage erlaubt sein, ob das Designteam beim britischen Luxus-Autohersteller Rolls-Royce ein wenig Mäuschen gespielt hat. Die Antwort lautet nein. Nicht Mäuschen. Eher Elefant, um im Tierreich zu bleiben. Denn der aktuelle Chefdesigner der FAW Group, zu der Hongqi seit 2018 gehört, ist Giles Taylor. Sein Name hört sich nicht nur britisch an, er war sogar zuvor bei Rolls-Royce. Somit wären der breite Grill und der Gesamtauftritt der Frontpartie schnell erklärt. Matrix-Scheinwerfer sorgen im Übrigen für den Durchblick bei schlechten Sichtverhältnissen.

Hongqi H9
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Der Hongqi H9 bietet mehr Platz als die deutsche Konkurrenz.

272 PS und 3,06 Meter Radstand

Der auf 20 Zoll großen und 245 Millimeter breiten Rädern fahrende Chinese wird mit zwei Motorisierungen angeboten. Der 2,0 Liter große Vierzylinder bietet 252 PS und 380 Newtonmeter, der 3,0 Liter große V6-Benziner bringt 272 PS und 400 Newtonmeter. Die Sprintzeit des Hecktrieblers mit Viersitz-Layout soll bei rund acht Sekunden liegen. Die wahre Stärke des 5,14 Meter langen, 1,90 Meter breiten und 1,49 Meter hohen Fahrzeugs liegt demnach nicht in seiner Sportlichkeit, sondern im Komfort.

Genau dafür sorgen eine Luftfederung in Kombination mit dem 3,06 Meter langen Radstand und Massagesitzen. Vier Fahrprogramme Sport, Eco, Standard und Schnee sowie das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sollen den Komfortgenuss abrunden. Der Hongqi H9 ist in fünf Außenfarben und drei Innenfarben inklusive Zweiton-Lackierung, bekannt von Maybach, erhältlich. Zwei große LCD-Touchdisplays stehen als Instrumententafel und Infotainmentsystem parat. Eine 360 Grad-Rundumsicht-Kamera und zwei USB-Anschlüsse sind ebenfalls an Bord.

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Langversion mit noch mehr Platz

Pünktlich zum August 2020 ist jetzt auch noch eine Langversion des H9 in einem der Hongqi-Showrooms aufgetaucht. Dort steht das Modell als H9+, ob es sich dabei allerdings schon um den richtigen Namen handelt, ist noch unklar. Und auch sonst ist die Faktenlage äußerst dünn. 40 zusätzliche Radstand-Zentimeter orakeln chinesisches Auto-Websites. Das ist zumindest beim Blick auf die Bilder nicht ganz unrealistisch. Wo die zusätzlichen Zentimeter eingefügt wurden, ist eindeutig: im Bereich der B-Säule, die beim H9+ extrem massiv ausfällt. Ansonsten bleibt es beim "klassischen" H9-Setup: Zweifarb-Lackierung, diverse Displays im Innenraum und zwei First-Class-Reisesessel im Fond.

Hongqi H9
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Egal ob Lang- oder Normalversion: Beinfreiheit und Unterhaltungsprogramm im Fond können sich sehen lassen!

Hongqi verkauft trotz Corona so viele Autos wie selten

Das vor allem innen durch Holz, Leder und Chrom veredelte Luxusfahrzeug, mit dem auch der chinesische Präsident hin und wieder fährt, soll für das Autonome Fahren Level 2,5 ausgerüstet sein. Wie das ohne aktive Spurhaltesysteme oder eine Verkehrszeichenerkennung funktionieren soll (Systeme sind auch nicht optional erhältlich), bleibt ein Rätsel.

Ebenso ein Rätsel sind die hohen Verkaufszahlen trotz der COVID-19-Pandemie. So erzielte Hongqi ein Wachstum von 32,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten beiden Monaten verkaufte Hongqi 16.382 neue Fahrzeuge, was einem Anstieg von 103,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Eines der Erfolgsrezepte soll die proaktive Erweiterung der Online-Vertriebskanäle während der Pandemie in China gewesen sein.

Fazit

Mit dem H9 zeigt Hongqi den Europäern die lange Nase. Allerdings nur in puncto Radstand. Bei den Assistenzsystemen und den Motorleistungen müssen die Chinesen noch eine ordentliche Schippe drauflegen.