Hyundai Boulder Concept: Extrem-Offroader im Ford Bronco-Stil

Hyundai Boulder Concept
Extrem-Offroader im Ford Bronco-Stil

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.04.2026
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Der Show-Auftritt ist gelungen: Mit dem Boulder Concept fährt Hyundai im Mutterland der Geländewagen einen extrascharfen Prototypen auf die Bühne, der als klare Kampfansage an Ford Bronco und Jeep Wrangler verstanden werden kann. Das ist dann allerdings ein Missverständnis, denn eigentlich will uns Hyundai etwas ganz anderes zeigen. Beim Boulder Concept geht es in erster Linie um die Plattform, die künftig in einem ganz anderen Fahrzeug-Segment antreten wird.

Die meinen das ganz anders

Dabei geht es um eine robuste Leiterrahmen-Plattform, die klassische Basis für Nutzfahrzeuge und gute Geländewagen. Bis zum Ende des Jahrzehnts will Hyundai in den USA (und möglicherweise darüber hinaus) einen Midsize-Pick-up auf den Markt bringen, also in der Größenkategorie eines Ford Ranger. Und genau dafür soll der Unterbau des Boulder Concept dienen. Der spektakuläre Geländewagen soll also in erster Linie zeigen, was die Designer und Entwickler bei Hyundai draufhaben und nebenbei auch noch ein paar grundsätzliche Hinweise auf die mögliche Optik des kommenden Pick-up geben.

Gestalterisch folgt das Konzept laut Hyundai einer neuen Formensprache namens "Art of Steel". Dahinter stehe der Ansatz, die Eigenschaften moderner Stähle sichtbar zu machen und konstruktive Anforderungen direkt in die Gestaltung zu integrieren. Die Form ist bewusst kantig gehalten, die Proportionen mit senkrechten Flächen und ultrakurzen Karosserieüberhängen unterstreichen den Offroad-Charakter.

Die Karosserie weist mehrere funktionale Details auf, die sich aus dem vorgesehenen Einsatzprofil ableiten. Dazu zählen unter anderem gegenläufig angeschlagene Türen für einen erleichterten Zugang, zusätzliche feststehende Dachfenster im Safari-Stil sowie ein flach ausgeführter Dachträger mit integrierter Stahlstruktur zur Aufnahme von Gepäck. Die Heckklappe ist doppelt angeschlagen und lässt sich beidseitig öffnen.

Markige Optik

Der Boulder steht auf Reifen der Dimension 37x12.50 R18, was in Kombination mit dem hohen Fahrwerk für viel Freigang unter dem Auto sorgt. Ein vollwertiges Ersatzrad ist ganz klassisch außen an der Heckklappe montiert.

Auch im Innenraum folgt das Konzept einem funktionalen Ansatz. Stark beanspruchte Bereiche sind mit robusten Materialien ausgeführt, Haltegriffe und Bedienelemente sind bewusst groß dimensioniert. Statt rein digitaler Steuerung setzt Hyundai auf physische Schalter und Drehregler, die auch bei Fahrten im Gelände eine präzise Bedienung ermöglichen sollen. Ergänzt wird das Konzept durch flexible Nutzungselemente wie ausklappbare Ablagetische. Ein softwaregestütztes Offroad-Assistenzsystem mit Echtzeit-Hinweisen ist ebenfalls vorgesehen und übernimmt die Rolle eines "digitalen Einweisers" in unübersichtlichen Geländeabschnitten.

Fast fünf Meter lang

Die bekannten Abmessungen unterstreichen die Einordnung im mittleren Segment. Der Boulder Concept misst 4.915 Millimeter in der Länge, 2.167 Millimeter in der Breite und 2.065 Millimeter in der Höhe. Der Radstand beträgt 2.964 Millimeter. Für den geplanten Midsize-Pick-up könnte der Radstand genügen, mit Ladefläche wird die Gesamtlänge aber sicher darüber liegen.

Parallel zur Studie konkretisiert Hyundai auch die strategischen Rahmenbedingungen für die künftigen Serienmodelle. Die Entwicklung der Leiterrahmen-Plattform erfolgt in den USA, ebenso Design und Produktion der kommenden Fahrzeuge. Insgesamt plant Hyundai bis 2030 mehrere neue Modelle für Nordamerika, darunter auch den angekündigten Pickup, der die technische Basis des Boulder nutzen wird.

Fazit