Hyundai Sonata N Line Hyundai
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Hyundai Sonata N Line 15 Bilder

Hyundai Sonata (2020)

Korea-Limousine kommt als sportliche N-Line

In der US-Mittelklasse tun sich aktuell alle Modell schwer. Mit dem neuen Sonata will Hyundai jetzt wieder Kunden erobern. Und setzt dabei auf Sportlichkeit.

In Deutschland konnte der Hyundai Sonata nie so richtig Fuß fassen. Entsprechend geräuschlos verabschiedete er sich vor etwa zehn Jahren vom hiesigen Automarkt. Ganz anders verlief seine Karriere in den USA. Hier erreichte er Jahr für Jahr locker sechsstellige Absatzzahlen und war zeitweise das meistverkaufte Hyundai-Modell. Doch zuletzt lief es auch in Amerika nicht mehr besonders gut für den Mittelklasse-Koreaner.

Viertüriges Coupé statt Limousine

Deshalb versucht sich Hyundai nun an einem Imagewandel: Der Sonata der achten Modellgeneration bzw. des Modelljahres 2020, der im April 2019 in New York vorgestellt wurde, wird etwas höher positioniert. Statt sich in der grauen Masse der Fließheck-Mittelklasse-Langeweile zu verlieren, soll er als viertüriges Coupé die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. "Sinnliche Sportlichkeit" nennt sich das dahinterstehende Designkonzept.

03/2019, 2020 Hyundai Sonata
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Sieht man sich den Basis-Sonata genauer an, fallen durchaus einige charakteristische Design-Kniffe auf. Vorne beispielsweise die Metallspange, die seitlich in den Stoßfängern reicht, sich über die gesamte Breite zieht und den Kaskaden-Kühlergrill durchschneidet. Um die Seitenscheiben windet sich eine Chromleiste, die erst an den vorderen Scheinwerfern endet und dort von den LED-Tagfahrleuchten wiederaufgenommen wird. Die Charakterkante knapp unterhalb der Schulterlinie erinnert an diverse VW-Modelle, die untere knapp über den Schwellern wird auf Höhe der B-Säule unterbrochen. Auch die Heckleuchten strecken sich, und zwar von der Abrisskante auf dem Heckdeckel über die Flanken und danach auf der Heckklappe über die gesamte Fahrzeugbreite.

N Line sorgt für sportlichen Auftritt

Die sportlichste Ausstattungsvariante hört auf den Namen N Line. Sie ist am Kaskadengitter, der neuen Frontverkleidung, drei Lufteinlässen und dem N Line-Emblem zu erkennen. Die Seitenschweller und die 19 Zoll großen Leichtmetallräder sowie der schwarze hintere Stoßfänger, zwei Doppelauspuffanlagen und ein Heckdiffusor runden die automobile Sportlichkeit ab. Im Innenraum sorgen dunkle Chromelemente, rote Nähe am Lenkrad und an den Sportsitzen für den sportlichen N-Hauch.

Hyundai Sonata N Line
Hyundai
Die N Line ist ganz neu im Angebot.

Sonata ist flacher, breiter und länger

Der Charakterwandel wird auch durch die veränderten Dimensionen unterstrichen. Die Höhe schrumpft um 30 auf 1.446 Millimeter; gleichzeitig wächst die Breite um 25 auf 1.889 Millimeter. In der Länge legt der Sonata um 45 Millimeter zu (nun 4.899), wovon allein 35 Millimeter auf den Radstand entfallen, der damit auf 2.839 Millimeter wächst.

Das Armaturenbrett ist eher schlank gehalten und in die Breite ausgerichtet. In einer zentralen Hutze sitzt ein 10,25 Zoll großer querformatiger Bildschirm, darunter befinden sich zwei schmale Luftausströmer und das Klima-Kontrollzentrum. Charakteristisch ist das Lenkrad geformt: Es hat tiefe Daumenmulden und zwei Querspangen, die mit einem matten Chromelement miteinander verbunden sind und in deren Zentrum der klein dimensionierte Pralltopf sitzt. Hinter dem Volant befinden sich zwar klassisch gezeichnete, aber digital ausgeführte Instrumente in einem 12,3-Zoll-Bildschirm. Auf der Mittelkonsole sitzen auf einem Podest die Drucktasten, mit denen die Automatik-Fahrstufen angewählt werden, und der Knopf für die elektronische Parkbremse. Dahinter findet sich der Taster für die Fahrmodi. Geräumig soll es im Sonata außerdem sein, und großflächig verarbeitetes Leder soll die Neupositionierung des Baureihe unterstreichen.

1,6-Liter-Turbo als erste Motorisierung

03/2019, 2020 Hyundai Sonata
Hyundai Motor Corp.
Schlankes, in die Breite ausgerichtetes Armaturenbrett im neuen Hyundai Sonata.

Für den Antrieb sorgt ein 183 PS und maximal 264 Newtonmeter starker 1,6-Liter-Turbobenziner, der mit einer Acht-Gang-Automatik gekoppelt werden kann. Die Koreaner positionieren diese Variante als Dynamik-Version, indem sie ihr einen anderen Kühlergrill und neue Lufteinlässe unter den Scheinwerfern spendieren. Am Heck gibt es einen speziellen Spoiler, exklusiven Stoßfänger und zwei Auspuff-Endrohre.

Auf dem Heimatmarkt gibt es den neuen Sonata außerdem mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit 160 PS und maximal 197 Nm, dessen Kraft von einer Sechsgang-Automatik verwaltet wird. Für Amerika erhält der Koreaner mehr Kraft. Dort bietet ihn Hyundai nicht nur mit der erwähnten zwangsbeatmeten 1,6-Liter-Maschine, sondern auch mit einem 2,5-Liter-Saugbenziner an. Dessen technische Daten liegen ziemlich nahe an denen des Turbos: 194 PS und maximal 245 Nm. Auch er erhält die Acht-Gang-Automatik.

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In Seoul debütierte der neue Sonata als Sportmodell mit 1,6-Liter-Turbobenziner.

Darüber hinaus ist für den neuen Sonata eine aufgeladene Variante dieses Triebwerks im Gespräch, die dann mit N- oder N-Line-Plakette auf den Markt kommen könnte. Anfang 2020 wurde das Motorenangebot um einen Hybrid-Antrieb erweitert. Der kombiniert einen Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit einem Elektromotor. Die Systemleistung liegt bei 195 PS. Mit an Bord ist auch erstmals das Active Shift Control-Getriebe, das die Schaltzeiten deutlich verkürzen soll. Als weiteres Feature trägt der Hybrid-Sonata ein mit Solarmodulen bestücktes Dach. Die hier eingefangene Sonnenenergie soll im Bestfall Strom für wenige zusätzliche Kilometer liefern.

Komplett neue Plattform für den Sonata

Die Motoren ziehen in eine neue Plattform ein, die flexibler ist als die bisherige und künftig auch die technische Basis für weitere Modelle sein wird. Sie soll gleichzeitig leichter und stabiler sein und den Schwerpunkt absenken. Davon sollen sowohl der Spritverbrauch als auch die Fahrdynamik und die passive Sicherheit profitieren. Letztere verbessert auch jene Technologie, die die Reifen bei einem Aufprall aus den Radhäusern springen lässt. Das soll verhindern, dass sich das Auto dreht und dabei weitere Kollisionen verursacht.

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Fazit

Der Sonata will wieder punkten. Zwar nicht in Deutschland, aber in Asien und den USA. Damit die Sportlichkeit ein wenig in den Vordergrund rückt, bieten die Koreaner nun die N-Line an.

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